Samstag, 12. September 2026

Mainz - Eintracht

12.09.26 15:30 FSV Mainz - Eintracht Frankfurt 1:3 (0:2), Arena aufm Acker, 1. Bundesliga, 33.305 Zuschauer

Mainz… Ich könnte so viel dazu schreiben und sagen, aber ich will mich ja weniger aufregen, weniger fluchen und außerdem ist jedes Wort zu viel Aufmerksamkeit für diese Kasper. Es ist kein Derby. Dafür bräuchte es eine gemeinsame Vergangenheit, die es aufgrund der Mainzer Bedeutungslosigkeit aber nicht gibt. Durch die Anreise per Schiff ist es jedoch keine alltägliche Auswärtsfahrt. Der O-Ton unserer Reisegruppe war weitestgehend gleich. Freude auf die gemeinsame Schifffahrt, aber am liebsten würde man dann ohne Spiel wieder zurück fahren. Egal wie schlecht und sinnlos Mainz ist, seit dem Aussterben der Dinosaurier konnten wir dort nicht gewinnen. Außer während Corona und das hat ja keiner gesehen. Es stand daher immer die Angst im Raum, etwas einmaliges zu verpassen, falls das Unmögliche möglich werden sollte. Also fährt man doch wieder auf den Mainzer Acker. Dann stehst du da im Block und könntest einfach nur kotzen. Diese komischen bunten Farben, die perverse Uffta-Uffta Scheiße und dieser Stadionsprecher, bei dem man sich unweigerlich fragt, warum der Erzeuger seine Ladung nicht einfach in ein Taschentuch rotzen konnte, um der Welt dieses Elend zu ersparen. So viel Fremdscham. Nee, einfach nee. Scheiß Mainz! Lächerliche Clowns von A bis Z. Auswärtssieg! Das frühe 1:0 von Uzun. Der gehaltene Lappen Elfmeter. Das 2:0 von Burkardt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Geil! Beim 3:0 erneut durch Uzun in der 60. wurde langsam klar, dass die Welt sich endlich richtig herum dreht. Es hätte so schön sein können und es war auch schön, aber kurz vor Schluss fiel noch das 3:1. Egal könnte man meinen, aber nicht in Köln und nicht in Mainz. Diese Tormelodien lassen nämlich selbst Mutter Teresa, den Dalai Lama und die Glücksbärchis zu hassenden, aggressiven und unkontrollierten Massenmördern werden. Widerlich. Frankfurt gewinnt in Mainz, die Ordnung des Systems ist hergestellt. Eintracht!


Donnerstag, 10. September 2026

Spvgg. Roßdorf - KSV Eichen

10.09.26 19:00 Spvgg. Roßdorf - KSV Eichen 0:2 (0:0), Sportplatz Bleichstraße - Nebenplatz, Kreisoberliga Hanau, 95 Zuschauer

Spieltage unter der Woche bedeuten im Amateurfußball oft Nebenplatz. In Roßdorf ist der Platz mit Flutlicht so weit vom Hauptplatz weg wie selten - rund 400 Meter. Es gab also nicht nur keine Toiletten, sondern auch keinen Grill. Dafür aber gute Schnitzelbrötchen zum Äppler. Mit einer Schweigeminute für den ehemaligen Vorsitzenden des KSV und wunderbaren Menschen Armin Dörr startete die Begegnung. Eichen legte fulminant los und hatte direkt zu Beginn einige gute Chancen. Dieses Feuerwerk hielt aber nicht lange und die erste Hälfte endete ausgeglichen und torlos. Im zweiten Durchgang hatte der KSV bessere Möglichkeiten und spielte die Partie deutlich abgeklärter runter als die Bruchköbler. Zwei Ecken sorgten dabei für die Tore des Tages und den verdienten Aascher Sieg. Zwischen den Zuschauern gab es ein paar Unstimmigkeiten bei strittigen Szenen und der Schiedsrichter wirkte dabei nicht unbedingt immer deeskalierend. Aufm Dorf bleibt sowas zwar entspannt, aber da der gute Mann auch in Hanau pfeifen muss, kann man durchaus Verständnis haben. Auswärtssieg! Gegen Eichen kann man mal verlieren.



Sonntag, 6. September 2026

Eintracht - Augsburg

06.09.26 17:30 Eintracht Frankfurt - FC Augsburg 1:4 (1:0), Waldstadion, 1. Bundesliga, 59.100 Zuschauer

Auf die erste Pokalrunde hatte ich richtig Bock und es war fest eingeplant, hat dann aber leider kurzfristig doch net gepasst. Auf Union Auswärts hatte ich auch Lust, aber dass ich am ersten Spieltag net kann, stand schon beim Rahmenterminplan fest. Drittes Spiel, zweiter Spieltag, erstes Heimspiel. Jetzt konnte ich mir auch ein Bild von der neuen Mannschaft machen und dann auch noch gegen den großen Verein aus Bayern. Ach nee, gegen Augsburg. Gar nicht groß, aber aus Bayern. Is ja auch egal, die Größten sind eh wir. Schönes Wetter, ab in den Frankfurter Stadtwald, ab ins Frankfurter Waldstadion. So wie erstmals vor 31 und regelmäßig seit 26 Jahren. Vom kleinen Fanboy über den jungen möchtegern Ultra zum gestandenen Mitglied der Eintracht Familie. Menschen kommen, Menschen gehen, aber der Verein ist stets geblieben. Auch das allgemeine Verhältnis und Verständnis ändern sich, aber einmal Eintracht, immer Eintracht. Mal sehen was die neue Saison sportlich, persönlich und in allen Facetten des Fandaseins bringt. Eintracht Frankfurt, mein Verein - Ich werde immer bei dir sein! Das erste mal seit dem Um- bzw. Neubau des Waldstadions passen wieder über 60.000 Zuschauer ins Stadion, aber bei einem Schmutzgegner, der nur 1/3 des Gäste Stehblocks füllt, wird diese Zahl nicht erreicht. Zumindest gingen die Gäste Sitzplätze somit nach Frankfurt. Nach Frankfurt ging auch ganz klar die erste Hälfte. Das war guter, ansehnlicher Fußball. Nach dem frühen Führungstreffer durch Burkardt schafften wir es aber nicht nachzulegen. Nachlegen konnten die Gäste nach dem 1:1 in der 46. Minuten bereits eine Minute später. Da wirst du ja bekloppt. Das hatten wir doch letzte Saison schon ständig. Es lief gar nix mehr zusammen und der Patzer zum 1:2 war nur die Sahne auf der Torte. Die Kirsche auf der Sahne waren die Treffer zum 1:3 und 1:4. Bälle, die die Augsburger Anti-Fußballer vermutlich nur einmal in ihrem Leben so treffen. Als Eintracht Frankfurt darfst du zu Hause unter keinen Umständen 1:4 gegen Augsburg verlieren. Das ist böse. Böse, aber aufgrund der zweiten Hälfte leider gerecht. Dann schlagen wir halt die dämlichen Kasper für den ersten Dreier in der Liga. Eintracht Frankfurt wird siegen! Scheiß Augsburg! Scheiß Mainz!


Freitag, 4. September 2026

FC Kufstein - FC Lauterach

04.09.26 19:00 FC Kufstein - FC Lauterach 2:2 (1:1), Grenzlandstadion, Regionalliga West, 124 Zuschauer

Heute gab es eine ausgedehnte Wanderung bei Söll, vorbei am „Gruberhof“ aus der Bergdoktor Serie und auf der Hohen Salve mit wunderschönem Panoramablick über Tirol. In der mit gerade mal 20.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt Tirols sollte dann heute Abend das vermeintlich fußballtechnische Highlight der Tour stattfinden. Regionalliga und somit Calcio in der dritten Klasse der Alpenrepublik. Das Stadion hat eine große Tribüne und liegt direkt am Inn. Der Name Grenzlandstadion kommt auch nicht von ungefähr, denn auf einem Berg hinter Stadion und Inn liegt die Burg Thierberg und hinter diesem Berg liegt Deutschland, ca. 3km entfernt. Diagonal dazu hat man einen schönen Blick auf die sehenswerte Festung Kufstein und weil das noch nicht reicht, blickt man in der anderen Ecke noch auf eine Kirche mit Berggipfel. Schön. Zipfer Bier und St. Johanner Wurst waren auch gut. Gar nicht gut fand ich die handgezählten 124 Zuschauer. Und das Spiel des 10. gegen den 15. war auch kein Augenschmaus. Mit dem Pausenpfiff machte Kufstein das 1:1. In der zweiten Hälfte gingen die Tiroler in Führung und die Vorarlberger glichen aus. Zumindest ein abwechslungsreicher Spielverlauf. In der Schlussphase wurde das Spiel noch etwas hektischer bzw. intensiver und somit auch weniger langweilig. In der zweiten Hälfte waren es dann vielleicht 160 Zuschauer, aber die offiziellen 250 waren es definitiv nicht. Es war ein sehr schöner Urlaub, aber alles hat ein Ende. Servus Tirol. Servus Wilder Kaiser. Servus Almwelt Lofer. Auf ein Neues. Gude Hessen.