Sonntag, 17. August 2014

1. Pokalrunde plus Zusatzprogramm

Um die erste Runde im Pokal baue ich seit 2007 ne kleine oder größere Tour zusammen mit meiner Freundin und das wahlweise mit oder ohne die Eintracht. Dieses Jahr sollte es für mich alleine auf Reisen gehen und auch das war durch enormen Stress und aus Kostengründen bis ganz kurz vor Schluss unklar. Aber Traditionen soll man nicht brechen, also auf. Die Fahrt zum ersten Spiel verlief zwar problemlos, war aber doch irgendwie anstrengend, da einer meiner lieblings Vereine, aus meiner lieblings Stadt mit dem beliebtesten "Bier" um die Ecke in Braunschweig spielen sollte und mich so ständig irgendwelche rot-weißen Ziegen-Schals nervten.

16.08.14. 12:00 Hannover 96 - FC St. Pauli 2:2, Eilenriedestadion, A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost, 111 Zuschauer

Nächstes Jahr rollen auch hier die Bagger an und das ist rein logisch betrachtet auch verständlich, aber wenn man in einem solchen Stadion steht wird man unweigerlich zum Stadion Romantiker und kann diese Entscheidung nicht oder nur schwer akzeptieren. Die überdachte Sitzplatz Tribüne für rund 500 Leute mit ihren Holzbänken wird stehen bleiben, da sie Denkmalgeschützt ist. Das restliche Stadion wird aber leider dran glauben müssen und das macht einen traurig wenn man auf den knapp 20 teils mit Gras, Moos und Unkraut zugewachsenen Stehrängen in den Kurven steht auf denen die Fußball Welt noch nicht kahl und steril ist. Oder wenn man auf der Gegenseite auf einer der alten Holzbänke sitzt, die nicht wie die dämlichen und lustlos montierten Plastiksitze in Reih und Glied wie an der Schnur gezogen aussehen. Hier wird man an die Zeit erinnert in der Fußball noch mehr war als einfach nur ein Geschäft, als die Leute die zum Fußball gingen noch Menschen waren die sich auch dafür interessiert haben und die nicht nur da waren um cool oder inn zu sein oder aber um einfach nur prollig Geschäfte abzuschließen. Ach ja, früher... Heute spielt hier aber nur noch die Jugend, da das Stadion für die vierte Liga, in der die zweite Mannschaft spielt, nach Meinung einiger Idioten in hohen Positionen des Verbandes viel zu schlecht ist. Aber der Diktator des hiesigen Vereins ist ja auch nicht besser. Mir ging es hier und heute um das Stadion, das Spiel lief eben und ich merkte mal wieder, dass ich mit Jugendfußball nichts anfangen kann. Technisch können die Jungs schon was und das macht eigentlich auch Spaß, aber sobald auch nur mal ein Zweikampf entstehen könnte wird direkt abgepfiffen und darauf komm ich gar nicht klar. Das ist doch die letzte Klasse im Jugendbereich und danach sollen die Jungs bestenfalls im Profibereich, in jedem Fall aber bei den Herren mitkicken, kein Wunder dass dem so viele Spieler einfach nicht gewachsen sind. Zumindest war es spannend und Hannover konnte den 0:2 Rückstand zur Pause gegen den ehemaligen Kultclub, der mittlerweile nur noch lächerlich ist, in der Schlussphase ausgleichen. Nervig waren hier noch ein paar Zuschauer des oben erwähnten Clubs aus der Domstadt. Wie man, wenn auch nur zaghaft, Lieder eines nicht beteiligten Vereins anstimmen und sich dabei cool fühlen kann wird mir ein Rätsel bleiben und das war jetzt kein freundschafts Ding zwischen Köln und Pauli. In diesem Fall hätte ich mir wirklich gewünscht, dass das jemand der 96-Anhänger in den falschen Hals bekommt, aber vielleicht haben die auch einfach die dämliche "Groundhopper" Reportage gesehen und für voll genommen. Nach dem Spiel ging es direkt ins Auto und mit Bleifuß weiter zum nächsten Kick.





16.08.14. 14:00 Magdeburger SV Preussen - VfB Merseburg 5:4 nE, Heinrich-Germer-Stadion, Landespokal Sachsen-Anhalt, 85 Zuschauer

Fussball.de gab mir das Spiel bei meiner Planung mit 15 Uhr an und so war ich zwar etwas verwundert über den freien Eintritt, hab mir aber nichts weiter dabei gedacht. Etwas seltsamer wurde es dann als mein 1:0 bereits das 1:1 war, aber es soll ja auch frühe Tore geben und ich war schließlich fünf Minuten zu spät. Die unnormal lange Nachspielzeit in der ersten Hälfte machte mich dann noch stutziger und als die Spieler nach dem Pfiff des Schiedsrichters nicht in die Kabine verschwanden, wurde mir klar, dass ich hier erst zur zweiten Hälfte gekommen bin und somit gerade mal 40 Minuten der regulären Spielzeit gesehen hab. Normalerweise halte ich gar nichts von Halbzeit Hopping und ne bessere halbe Stunde würde mir auch auf keinen Fall reichen um den Ground zu zählen, aber durch die Verlängerung waren es dann ja doch noch 70 Minuten plus Elfmeterschießen und so muss ich mich in ner ruhigen Minute mal mit meinem Gewissen zusammensetzten und besprechen ob ich das Mopped hier zähle oder nicht. Der Platz bietet auf jeden Fall eine recht ordentliche Anzahl an Stufen in der Kurve und auf der Gegenseite, allerdings waren diese Bereiche heute geschlossen. Das Leben spielte sich also auf der Hauptseite ab und hier gibt es ein paar breite Stufen mit Bänken und einen überdachten Bereich mit Stühlen und Bänken an der Mitte des Platzes. Nun ging es auf den Weg zum dritten Spiel des Tages im dritten Bundesland und beim Spiel meiner Eintracht sollte ich dann auch wieder pünktlich sein.


16.08.14. 20:30 Viktoria Berlin - Eintracht Frankfurt 0:2, Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, DFB Pokal, 10.514 Zuschauer

Nachdem ich im Hotel meine sieben Sachen abgelegt hab wurde das Verkehrsmittel gewechselt und es ging mit dem ÖPNV in Richtung Stadion. Auch wenn ich von Berlin als Stadt kein so großer Freund bin, so muss ich doch zugeben, dass es hier mit den Öffentlichen echt super klappt. Am Stadion wurde dann mit dem Ein oder Anderen kurz geredet oder einfach Hallo gesagt, bevor die Zeit dann doch drängte und es Zeit wurde das Säftchen zu leeren und rein zu gehen. Am Eingang traf ich dann zufällig Patrick, der mit einem Freund vor Ort war. Ein Zufall der eigentlich gar keiner ist, denn ob Baku, Nicosia, Porto, Berlin oder was weiß ich, wir treffen uns eigentlich immer zufällig irgendwie und irgendwo wenn die Eintracht spielt. Den Jahn Sportpark kenne ich noch vom letzten Jahr, als hier in der ersten Runde Stuttgart zu Gast beim BFC war, aber mit dem eigenen Verein kommt man doch gerne ein zweites Mal vorbei. Es gibt hier nur Sitzplätze, eine Laufbahn und die ziemlich flachen Ränge machen das Ganze auch nicht besser, aber trotzdem finde ich es hier gar nicht so schlimm. Die Flutlichtmasten zeugen von einer anderen Zeit und generell ist es eben noch ein Stadion, man ist irgendwie im Freien. Denn auch wenn Düsseldorf und Gelsenkirchen Extreme sind, so fühlt man sich doch auch in Frankfurt, Hamburg oder anderswo wie in einer Halle, in einer immer gleichen Halle. Das Spiel ist mit den Worten "typische Erstrundenpartie" ganz gut erklärt. Die Eintracht machte früh das Tor und nahm so etwas den Druck raus, danach machte man bis zur Pause einfach nicht mehr als nötig und vom FC Viktoria 1889 Berlin Lichterfelde-Tempelhof e.V. kam auch nichts zwingendes. Die zweite Hälfte startete genauso. Wir waren am Drücker, aber vorm Tor war Schluss und die Berliner kamen erst gar nicht so weit. Als sie dann aber doch etwas mutiger wurden sah unsere Abwehr teilweise nicht ganz so gut aus und wir können uns bei unserer Nr. 1 bedanken, dass es nicht ganz so spannend wurde. Jetzt kam Meier für Valdez, danach kamen die Torchancen für uns und dann das Tor in der Nachspielzeit, natürlich durch Meier! Fantechnisch hatte die Viktoria rund 20 "aktive" Leute mit zwei Bannern und ein paar Fahnen - immerhin. Von uns gab es zum Intro der zweiten Halbzeit eine nette Pyroshow, ähm ich meine natürlich gewaltsame Auseinandersetzungen mit unbewaffneten Polizisten und unschuldigen Frauen und Kindern, bei denen auch Langstreckenraketen zum Einsatz kamen. Stimmung war zwar über 90 Minuten mal mehr und mal weniger vorhanden und geht in Ordnung, aber ein wirklich gelungener Auftritt war das für unsere Verhältnisse nicht. Ich muss zugeben, dass ich auch nicht voll dabei war und es fiel auch sehr stark auf, dass unter denn gut 4.500 Gästen viele "Touristen" waren. Den Vogel schossen drei Affen hinter mir ab, die mit St. Pauli Shirts bei uns im Gästeblock standen - soweit schon mindestens sehr grenzwertig. Als einer dann bei nem Lied oder Anfeuerungsruf meinte doch das Eintracht mal gegen St. Pauli zu tauschen wurde es mir aber zu viel. Ich hab ihn dann mehr oder weniger freundlich gebeten das doch zu lassen und ihn nachm Puls gefragt. Seine Kollegen waren dann auch recht einsichtig, aber er selbst konnte das überhaupt nicht verstehen und fast hätte es geknallt, aber so nüchtern bin ich dann doch ziemlich entspannt und beim nächsten Umdrehen waren sie auch weg. Ich bin ja grundsätzlich ein ganz netter Kerl, vielleicht auch zu nett, bei vielen Anderen hätte der Depp ein paar gefangen und das völlig zu recht. Unglaublich was es so gibt, irgendwie kam ich mir vor wie bei "versteckte Kamera". Was hier noch positiv erwähnt werden muss ist das Steak, das hat einfach klasse geschmeckt! Nach dem Spiel ist vor dem Spiel oder so, also zog es uns Drei noch in die Bembelbar, die heute in einem Keller gastierte. Eigentlich wollte ich nach ein, zwei Schoppen ins Hotel zurück, aber mit netten Gesprächen verging die Zeit in der geilen Location sehr schnell und aus den Zwei wurden ein paar mehr. Außerdem ist es schon was feines bei hessischer Musik mit nem Äppler in Berlin zu stehen und zu feiern. Die Bahnen fahren hier ja auch nachts sehr zuverlässig...



17.08.14. 13:30 TSG Neustrelitz - VfB Germania Halberstadt 3:2, Parkstadion, Regionalliga Nordost, 1.004 Zuschauer

Eigentlich sollte es heute ins Amateurstadion zu den jungen Herren der alten Dame gehen, aber Tante Hertha muss bis zum nächsten Mal warten, denn das Bett wollte mich einfach nicht gehen lassen. Nach ner Dusche und dem Frühstück war ich dann wieder halbwegs fit und machte mich auf den Weg nach Neustrelitz. Das lag zwar aufm Weg und ein Regionalliga Spiel ist in jedem Fall interessanter als ein Kick in der A-Jugend Bundesliga, aber durch die Anstoßzeiten auch stressiger und eigentlich nur theoretisch zu schaffen, so zumindest die Befürchtung. Das Stadion hat nur einen Ausbau auf einer Seite. Zwölf Stufen, in der Mitte ein paar Plastik Sitze, in einer Ecke der Gästeblock und mittig dahinter noch eine kleine, überdachte Tribüne. Nichts Besonderes, aber in den Regionalliga will ja zumindest theoretisch alles mal besucht werden. Im Gästeblock versammelten sich rund 30 Leute mit einer Fahne am Zaun. Ob das jetzt alles Gäste waren oder auch Zuschauer, die einfach Platz wollten kann ich net sagen. Zwei, drei der Jungs gaben mit vollem Kopp ab und an mal nen Spruch oder ne Anfeuerung von sich. Unter den Heimfans waren ebenfalls ein paar "Supporter" mit ner Trommel, die sich hinter nem Banner versammelten, ihren Job aber auch nicht ganz so ernst nahmen. Was mir hier total aufn Sack ging waren die nervigen Tröten und Hupen, von denen es hier unnormal viele gab. Aber das ist ja nur meine Meinung, jedem gefällt was anderes. Beim Wurst Test gab es für das Gerät schon die ersten Minuspunkte, nen Elektrogrill. Die Wurst war dann nicht mal schlecht, aber leider auch nicht gut, sondern einfach völlig geschmacksneutral, also unnötige Kalorien. Das Spiel ging mit 0:1 in die Pause und das dürfte dann auch die Statistik der Torchancen gewesen sein. Ganz anders der zweite Durchgang, hier kamen beide Mannschaften zu guten Möglichkeiten und das Spiel machte wesentlich mehr Spaß und anstatt 0:3 hieß es erst 0:1 plus zweimal Pfosten und dann 2:1 nach zwei schönen Toren. Dann waren die 90 Minuten um, ich ging in Richtung Ausgang um schnell wegzukommen und dann fällt in der 92. noch das Entscheidende 3:1. Ende? Pustekuchen. In der 93. Minute fällt noch das 3:2. Ordentlich. Jetzt aber zackig weg.


17.08.14. 16:00 1. FC Neubrandenburg - Karlsruher SC 1:3, Jahnstadion, DFB Pokal, 3.500 Zuschauer

Die Straßen waren hier im Niemandsland komplett frei, die Parkplatzsituation am Stadion auch wesentlich entspannter als erwartet und unkompliziert, das hinterlegte Ticket konnte ebenfalls schnell und ohne Probleme abgeholt werden und dann stand da ne lange Schlange vorm Einlass und es waren keine zehn Minuten mehr bis zum Anpfiff. Aber ein dickes Lob an die Ordner, die dann etwas schneller kontrollierten und so war ich kurz vor Anpfiff auf meinem Platz, check. Man kann eben doch nicht immer nur Pech haben. Der KSC hatte das Spiel in der ersten Halbzeit im Griff ohne aber zu dominieren und ohne die entscheidenden Akzente nach Vorne zu setzen und so ging es torlos in die Pause. Wie bereits zuvor war die zweite Halbzeit auch hier wieder unterhaltsamer, denn kurz nach der Pause prallte ein Schuss der Neubrandenburger an den Pfosten und nach nem Abstauber zappelte der Ball im Netz! Die Hoffnung auf eine Überraschung dauerte aber nicht lange, denn keine fünf Minuten später glichen die Gäste aus. Danach wurde der KSC stärker, brauchte aber zwei Elfmeter für die weiteren Treffer. Hier war durchaus eine Überraschung drin, denn die Torschüsse sollten relativ gleich verteilt gewesen sein. Ansonsten dürfte aber doch jede Statistik für die Karlsruher sprechen. Die Heimfans hatten ein paar Banner aufgehängt und feuerten ihr Team auch gelegentlich mal an. Die Gäste wurden natürlich von ihren Freunden aus dem nahen Berlin unterstützt, ansonsten wäre im Gästeblock wohl deutlich mehr Platz gewesen, aber so tippe ich mal auf 500 Leute. Stimmung war hier mehr oder weniger durchgängig vorhanden und für eine Szene wie die des KSC geht der Auftritt auch in Ordnung. Das Problem dabei ist allerdings, dass Anspruch bzw. Wunschdenken und Wirklichkeit in Karlsruhe sehr weit voneinander entfernt sind. Das Jahnstadion, in dem kein Ligabetrieb stattfindet, wird aktiv für Leichtathletik genutzt und darin ist Neubrandenburg auch ne große Nummer. An einer Geraden befindet sich eine überdachte Tribüne mit Sprecherturm, ansonsten sind die Stufen rundum unüberdacht und größtenteils sind hier mittlerweile Sitzschalen montiert worden. Erwähnenswert ist noch die überdimensionale Anzeigetafel in der Kurve. Nach dem Spiel guckte ich mir noch die Altstadt samt Stadtmauer und der vier Stadttore an, die der "Vier Tore Stadt" ihren Beinamen geben. Und dann ging es auf den 670 km langen Rückweg, gähn.


Freitag, 8. August 2014

Island

Der Island Urlaub, was ein Drama in der Planung.... Die Hochzeit meines besten Freundes stand schon ewig im Kalender, da ich's mit Terminen nicht so hab. Irgendwie war der Termin dann nach nem Update aber weg und so wurde da er Urlaub geplant und gebucht. Da ich aber unbedingt zur Hochzeit wollte und man das vom Trauzeugen wohl auch durchaus erwarten kann hab ich dann eben etwas anders gebucht und meinen Urlaub für nen Aufpreis und viel Stress verkürzt.


Dann war es soweit und das Abenteuer konnte beginnen. Von Düsseldorf ging es mit WOW-Air nach Keflavik und nach dem einchecken in unserem B&B fuhren wir mit unserem schweineteuren Toyota RAV4 duch die isländische Mondlandschaft zur Blauen Lagune. Mit 40€ Eintritt ist das Geothermalbad zwar alles Andere als ein Schnäppchen, aber das Baden im rund 40 Grad warmen, blau-weiß milchigen und sehr mineralhaltigen Wasser entschädigt doch sehr gut. Das war wirklich erholsam und spaßig, kann ich nur empfehlen.



Gegen Mitternacht holten wir dann die anderen Beiden vom Flughafen ab und am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück auf den "Golden Circle" und das erste Ziel hier waren der Pingvallavatn, der größte See Islands und der Pingvellir Nationalpark. Geologisch ist das Ganze sehr interessant, da sich hier die Nahtstelle der nordamerikanischen und europäischen Kontinentalplatte befindet. Mit den vielen Schluchten und Spalten sieht das alles wirklich sehr beeindruckend aus. Historisch ist dieser Ort ebenfalls interessant, da hier im Jahr 930 erstmals das Parlament Islsnds zusammen kam und tagte. Weiter ging es zum großen Geysir, der früher 60m hohe Wassersäulen in die Luft schleuderte und in der heutigen Zeit leider inaktiv ist. Beeindruckend sind aber die vielen heißen Quellen und vor allem der "Strokkur", ein Geysir der rund alle zehn Minuten Wasser in bis zu 20m Höhe ausspuckt. Dieses Schauspiel ist so faszinierend, dass man sich den Großen gar nicht aktiv vorstellen kann. Unglaublich toll und absolutes Pflichtprogramm! Damit aber nicht genug, denn jetzt stand der "Gulfoss" auf dem Plan. Dieser Wasserfall gilt als der schönste des Landes und fällt von zwei Ebenen insgesamt 32m herab in einen 3km langen und bis zu 70m tiefen Canyon. Wir hatten hier viel Glück mit denn Wetter und konnten durch die Abendsonne und das Wasser- Lichtspiel einen netten Regenbogen überm Wasserfall sehen. Nach diesem gelungenen Tag führte uns der Weg zurück nach Laugarvatn und im Hostel hatten wir aus dem Zimmer einen netten Blick auf den See und den örtlichen Fußballplatz.





Zuerst gab es heute noch eine beeindruckende Schlucht der beiden Erdplatten zu sehen bevor es auf die längste Strecke der Tour ging. Die Fahrt war aber ein Erlebnis, denn die scheinbar unendlichen Weiten und ständig wechselnden Landschaften sind schon was fürs Auge. Der einzige fest geplante Halt heute war bei den Lavafällen, den "Hraunfossar". Auf einer Länge von knapp einem Kilometer kommen hier unbeschreiblich viele kleine Wasserfälle direkt aus dem Lavagestein. Das ist zum Einen schön anzusehen und zum Anderen gibt es weltweit keinen vergleichbaren Wasserfall. Übernachtet wurde in einem kleinen, aber feinen Cottage in Husavik direkt an einer Meeresbucht. 



Nach dem Frühstück ging es am vierten Tag zum Mückensee "Myvatn". Die meisten Mücken stechen hier zwar nicht und der See ist eines der beliebtesten Ausflugsziele auf Island, aber mich hat's hier jetzt nicht von den Beinen gerissen. Interessanter waren da schon die dunklen Burgen, "Dimmuborgir". Die bizarre Lavawelt lässt hier Leute, die mehr Phantasie haben als ich, Burgen, Kirchen und ähnliche Gebäude sehen. Außerdem gibt es viele Höhlen, die das Ganze zu einer wahren Troll-Welt machen. Ganz anders, aber genauso beeindruckend war das Solfatarenfeld von Namaskaro. Hier riecht oder besser stinkt es sehr stark nach Schwefel (die "Rohrgranate" lässt grüßen) und man kann diverse brodelnde Schlammlöcher, Heißdampfquellen und Schwefelablagerungen sehen. Dann war es so weit, denn nach einem kurzen Abstecher zum Götterfall "Godafoss", einem breiten und mächtigen Wasserfall, der ebenfalls wieder sehr schön anzusehen war, sollte ich mein Fußballspiel bekommen.




06.08.14. 18:00 Thor Akureyri (Þór) - Fram Reykjavik 0:2, Þórsvöllur, Pepsi-deild karla, 723 Zuschauer

Der Platz bietet hier eine unüberdachte Sitzplatz Tribüne für knapp 1.000 Zuschauer an einer Geraden und ein paar Stehränge im Gras Hang schräg daneben Richtung Tor, die aber nicht genutzt werden. Ein paar Kinder hatten eine große Fahne als Banner aufgehängt und feuerten ihr Team mit einer Trommel gelegentlich etwas an. Das Panorama war ganz nett, aber für isländische Verhältnisse auch nicht so toll, dass es für das grauenhafte Spiel entschädigt hätte. Die erste Halbzeit war so langweilig und schlecht, dass es uns wirklich schwer fiel die Augen offen zu halten. Im zweiten Durchgang war es dann ein wenig besser und das Spiel erreichte stellenweise Oberliga Niveau. Bis zur 74. Spielminute, denn dann fiel aus heiterem Himmel das 0:1 und beide Mannschaften gaben plötzlich Gas und machten so durch Einsatz das fehlende Können wett. In der 82. Minute zog dann ein Spieler der Gäste an den langen "Rasta-Haaren" eines dunkelhäutigen Spielers der Heim Mannschaft, worauf hin dieser sich mit einem Schlag wehrte und es gab doppelt Rot. Jetzt war plötzlich Feuer in der Partie und der Funke sprang auch auf die Zuschauer über, die ab jetzt voll dabei waren. Das Hin und Her nutzen die Gäste kurz vor Schluss besser aus und erhöhten auf 2:0. Abgesehen von der letzten Viertelstunde war das hier das mit Abstand schlechteste Erstliga Spiel meines Lebens und das soll bei Größen wie Luxemburg, Andorra oder San Marino schon was heißen. Nach diesen quälend langen 90 bzw. 75 Minuten ging es dann zurücke nach Husavik ins Cottage und dort gab es für uns Männer noch je zwei Dosen Bier auf meinen Länderpunkt, der mir sicher eher landschaftlich und vom "Drumherum" als fußballerisch in Erinnerung bleiben wird.




An meinem letzten kompletten Tag auf Island führte uns der Weg zum Jökulsa Canyon, der mit 25km Länge, einer Breite von 500m und teilweise 100m Tiefe der Größte in Island ist. Nach etwas Wandern ging es mit dem Auto über unsre erste Schotterpiste. Für die 37km lange Schlagloch-Piste haben wir dann auch mal eben gute zwei Stunden gebraucht. Das hat sich aber gelohnt, denn das Ziel war der Dettifoss. Dieser Wasserfall liegt in einer rauen Mondlandschaft und beeindruckt nicht durch Schönheit, sondern durch Kraft und Masse. Hier stürzt das Wasser 44m in die Tiefe und das Ganze mit einem Volumen von rund 200 Kubikmetern pro Sekunde! Während der Schneeschmelze sind es dann unvorstellbare 1.500 Kubikmeter! Somit ist er der wasserreichste Wasserfall Europas. Wer hier ganz nah ran will sollte auf jeden Fall komplett in Regenklamotten antanzen. Nicht weit entfernt liegt der Selfoss, der nur ca. 10m tief von einer mehrere hundert Meter langen Felskante herabfällt und eher wieder in die Richting "schön" geht. Dann ging es wieder nach Akureyri wo ursprünglich KA Akureyri ein Heimspiel in der zweiten Liga haben sollte, bei dem aber relativ kurzfristig das Heimrecht getauscht wurde. In Dalvik wäre noch ein zweites Spiel möglich gewesen, aber nachdem das Erstligaspiel gestern so schlecht war, musste der zeitlich extreme Stress das heutige Drittligaspiel zu schaffen nicht unbedingt sein. Das Spiel in der Europacup Quali von FH Hafnarfjördur gegen IF Elfsborg war leider unerreichbar und so gab es zum Abschluss in einem Restaurant teures, aber gutes Bier und den teuersten und schlechtesten Burger den ich je gegessen hab anstatt Fußball.



Nach einer zu kurzen Nacht im Guesthouse verabschiedete ich mich schweren Herzens von Island, meiner Freundin und den anderen Beiden und es ging vom kleinsten Flughafen meines Lebens, im kleinsten Flieger meines Lebens auf den kürzesten Flug meines Lebens nach Reykjavik. Hier hatte ich noch etwas Zeit und so erkundete ich noch ein wenig die Stadt, aber außer der Hallgrímskirkja gab es hier für mich nichts Besonderes zu sehen. Also ab in den Bus nach Keflavik und von dort nach Frankfurt. Ich hatte mir fest vorgenommen Papageitaucher zu sehen und da das nicht geklappt hat und es hier noch so viel zu sehen und zu erleben gibt werde ich sicherlich nochmal irgendwann herkommen. Außerdem steht das eine Fußballspiel doch irgendwie etwas verloren da...

Donnerstag, 31. Juli 2014

Club Brugge - Brøndby

31.07.14. 20:30 Club Brugge KV - Brøndby IF 3:0, Jan Breydelstadion, Europa League Qualifikation, 21.000 Zuschauer

Ein Spiel unter der Woche und im Ausland, das heißt früher Feierabend machen und bis zum Schluss hoffen, dass es auch klappt. Heute hat es geklappt und im Mercedes Mietwagen ging es mit Fahrer Dion (ich hab mich nicht verschrieben, er ist wirklich gefahren), Joachim und Benjamin aus Graz ab Düsseldorf los. Kurz vorm Stadion dann noch ne Stärkung in ner Frituur und weiter, Auto abgestellt und zu den Rest zu Fuß gelaufen. Das Stadion sieht man erst kurz bevor man da ist, aber es lohnt sich. Ein echt nettes Teil, dieses Jan Breydelstadion. Benannt nach einem Freiheitskämpfer und Anführer der Brügger Frühmette im Kampf gegen die überall unbeliebten Franzosen. Ja so eine Fahrt kann auch einen bildenden Charakter haben. Das gute Stück bietet vier Tribünen, jeweils mit überdachtem Oberrang und unüberdachtem Unterrang. Wir nahmen für humane 10€ im überdachten Teil neben dem Gästeblock platz. Einen kleinen Punkt Abzug gibt es hier für die nicht besondere Beinfreiheit. Der Biertest fiel heute leider aus, da man nur mit einer dämlichen Plastikkarte an das kühle Blonde kam. Dafür legten die Gäste neben uns aber richtig laut und gut los und und spannten ein Europacup Banner, da stieg die Freude natürlich. Zum Intro gingen dann ein paar Fackeln an und plötzlich lag der ganze Gästeblock in rotem Licht. Ich schätze, dass es rund 30 Bengalos gewesen sind, einfach geil! Dazu wurden noch einige gelb-blauen Balken- und Karo Fahnen geschwenkt. Neben dem tollen Bild war auch die Lautstärke enorm und ich bekam wieder richtig Lust auf Europacup mit der Eintracht. Der Support der Gäste war dann das ganze Spiel über mehr als ordentlich. Die Mitmachquote bei Klatscheinlagen und Gesängen war enorm hoch und auch das Repertoire war sehr abwechslungsreich mit vielen netten Melodien. Außerdem gab es noch eine Shirt- Parade. Ein durchweg gelungener Auftritt! Nur das präsentieren einer geklauten Brügge Fahne oder Decke war völlig unnötig, damit kann ich einfach gar nichts anfangen. Vor allem da es kein Ultra Teil war, sondern ein normales Fanshop Ding. Immerhin hat der vermummte sich beim Versuch des verbrennens doch gut blamiert, da es ihm nicht gelingen wollte - affig. Ebenfalls sinnlos war auf der anderen Seite das bepöbeln der Gäste nach den Treffern, denn die Pöbelnden wären im Fall der Fälle sicher alle gerannt. Da können sie sich ihre "kommt doch" Gesten auch sparen - Idioten. Da denk ich gerne an das Spiel BFC gegen Lautern. Das Heimteam hatte auch einen kleinen Support Block mit ein paar Bannern und Fahnen, die auch relativ durchgängig aktiv waren. Gehört hat man sie bei uns aber nur wenn sie auch Andere zum Mitmachen animieren konnten und das kam nicht oft vor. Brøndby war anfangs die aktivere Mannschaft, aber die besseren Torchancen hatte Brügge und daher war das Tor auch die logische Konsequenz. Nach dem 2:0 waren die Dänen dann völlig von der Rolle und im zweiten Durchgang kamen sie kaum noch vors Tor. Brügge brachte den Sieg verdient über die Zeit und musste nur die letzten zehn Minuten noch mal etwas "zittern", denn mit dem 3:1 hätte es im Rückspiel nochmal spannend werden können. Und noch was aktuelles, da in Düsseldorf  gerade Schuhmesse ist... Nicht ein Spieler trug heute klassisches Schwarz an den Füßen. Zurück ging es dann zu fünft und nach zu wenig Schlaf klingelte auch schon bald und viel zu früh der Wecker.






Samstag, 26. Juli 2014

Bayern Hof und SpVgg Selbitz

26.07.14. 15:00 SpVgg Bayern Hof - SV Viktoria Aschaffenburg 1:1, Stadion Grüne Au, Bayernliga Nord, 640 Zuschauer

Von meiner Heimat bis Hof sind es 320 km, deshalb war ich mir bis zum Schluss nicht ganz sicher ob ich nicht doch was näheres mache, aber am Ende hat dann doch der beste Ground den Zuschlag bekommen. Da die Autobahnen fast komplett offen und frei waren verging die Zeit mit meinem kranken Musik-Mix von den Flippers über David Guetta zu Frei.Wild nicht nur schnell sondern auch gut. Nach nem kurzen Trip durch die Stadt ging es ins Stadion und dort wartete dann die erste Enttäuschung. Die hohe Zahl an Stufen hinter einem der Tore wurde größtenteils mit Kies aufgeschüttet und es gibt dort nur noch fünf Reihen im oberen Teil. Trotzdem ist der Ground ein geiles Teil, denn die überdachte Holztribüne mit Sitzreihen ist echt was feines. Die andere Seite bietet einige alte Stehränge und dahinter im mittleren Teil nochmal eine überdachte Tribüne mit Sitzschalen. Außerdem handelt es sich um ein reines Fußballstadion, richtig eng. Hinterm anderen Tor befindet sich der Gästeblock, ebenfalls mit ungefähr fünf Reihen ausgestattet und hier hingen drei Banner der Gäste, die heute im Dutzend angereist sind. Oh man, was hab ich früher als Kind von einem Dutzend gehalten bevor ich wusste wieviel das ist, das hörte sich irgendwie nach so wahnsinnig viel an... Da hätte ich mit ein paar Gästen mehr gerechnet. Ebenfalls enttäuscht war ich von den Heimfans. Zwar hingen hier ein paar Zaunfahnen mehr, aber sonst gab es optisch nichts weiter und auch akustisch kam da außer ein paar wenigen Anfeuerungen nicht wirklich viel, lediglich der Szenenapplaus viel sehr ordentlich aus. Da bin ich wohl einfach mit falschen Vorstellungen angereist. Diese Begegnung gab es im letzten Jahr noch in der Regionalliga und so war das auf dem Feld für die fünfte Liga dann auch durchaus ansehnlich. Die frühe Führung für Hof, der späte Ausgleich von Aschaffenburg und mit dem Schlusspfiff noch ein Lattentreffer für die Hofer, soviel in Kürze. Die erste Halbzeit ging dabei an die Hausherren, aber auch die Gäste spielten ordentlich mit und kamen zu guten Torchancen, so dass hier ein nettes Spiel zu sehen war. In der zweiten Hälfte hatten die Aschaffenburger dann die Nase vorne und Hof wirkte das ein oder andere Mal unkonzentriert und unsicher. Der späte Ausgleich war somit logisch und verdient. Das Paar Würstchen schmeckte wirklich gut und wollte daher auch nicht alleine bleiben. Die flüssige Nahrung musste natürlich auch getestet werden und das kann man beim "normalen" Bier, dem Landbier und dem alkoholfreien Weizen wenig überraschend auch als Erfolg verbuchen. Da man hier mit Halben ne vernünftige Größe bekommt hab ich mich an das richtige Weizen nicht mehr rangetraut, denn das Auto wartete ja. Ein für Eintracht Fans Bekannter sitzt übrigens bei der Viktoria auf der Trainerbank, Slobodan Komljenovic.





26.07.14. 17:00 SpVgg Selbitz - SG Quelle Fürth 1:1, Sportplatz Grüne Au, Landesliga Nordost, 147 Zuschauer

Ein Doppler oder die Heimfahrt? Diese Frage stellte sich jetzt und da ich nun eben schon mal da war und die Strecke für 90 Minuten Fußball eigentlich zu lang ist machte ich einfach 180 draus, oder ehrlicherweise 170, denn ganz pünktlich kam ich beim zweiten Kick nicht an. Letztes Jahr spielte Selbitz in der Bayernliga, aber man ist abgestiegen und spielt nach wie vor eine Liga unter dem großen Nachbarn. Nur eine Klasse tiefer als das Spiel vorher also, was sich hier aber anfühlt wie Welten. Der Platz soll laut Verein 4.000 Zuschauern Platz bieten, bei lediglich einem kleinen Grashang möchte ich das jetzt mal anzweifeln. Das Spiel war okay und auch hier ging das Heimteam in Führung, die dann von den Gästen ausgeglichen wurde. Der Ausgleich fiel durch einen Elfmeter und mit dem waren die Zuschauer nicht einverstanden. Mit der Leistung des Schiedsrichters generell und der harten Spielweise der Gastmannschaft konnten sie sich auch nicht anfreunden. Nach zwei verletzungsbedingten Wechseln, bei denen ein Spieler sogar ins Krankenhaus gefahren werden musste, auch nachvollziehbar. Zumindest war das harte Spiel und das noch härtere Gepöbel in der Schlussphase schön unterhaltsam. Ein Skandal war es, dass man zu Beginn des zweiten Durchgangs bereits keine Würste mehr im Angebot hatte. Auch wenn mich das jetzt nicht so sehr interessiert wie Andere kann man positiv erwähnen, dass es hier ne richtige Eintrittskarte mit Spielpaarung und eine richtige Stadionzeitung gab.

Sonntag, 20. Juli 2014

BV Rentfort - SG Preußen Gladbeck

20.07.14. 16:00 BV Rentfort - SG Preußen Gladbeck 4:0, Vestische Kampfbahn, Finale Gladbecker Feldstadtmeisterschaft, 340 Zuschauer

Als ich mit dem Hoppen angefangen hab, habe ich mir eine Liste mit den verschiedensten "must see" Stadien gemacht und auf dieser Liste stand bis heute auch das Stadion in Gladbeck. Hauptsächlich genutzt wird das Stadion für Leichtathletik und außer selten mal ein paar sinnlosen Testspielen ist die Feldstadtmeisterschaft die einzige Möglichkeit hier ein Spiel zu sehen und bisher passte das bei mir leider nicht. Heute musste ich mich dann dank der Hitze auch dazu aufraffen, aber ich war doch früh genug da um mir noch kurz das Wasserschloss Wittringen in direkter Nähe zum Stadion anzusehen. Den Schluss des Endspiels der Reservemannschaften zwischen BV Rentfort II und BV Rentfort III, das die Dritte gewann sah ich dann auch noch. Ja und da stand ich dann in diesem geilen Ground mit meinem Stauder in der Hand und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Was ein geiles Ding! Auf der Gegengeraden und hinter den Toren gibt es Stufen, massig Stufen, gut 30, die von insgesamt drei netten "Marathon Toren" aus Sandstein unterbrochen werden. Auf der anderen Geraden gibt es einige Sitzplätze, die seit ein paar Jahren auch überdacht sind. Diese "Zeltdach Konstruktion" ist auch durchaus ganz ansehnlich. Eines der geilsten Stadien in denen ich bisher war! Das Spiel war so, na ja... Im Kicker würde es wohl heißen die erste Hälfte war sehr verhalten, ich würde sagen sie war einfach langweilig und schwach. Die Spieler der Dritten sorgten mit ein paar Gesängen wie "Wer hat den Pokal? Wer hat den Pokal? Rentforts Dritte wieder mal" oder ähnlichem und ein paar bunten Rauchfackeln aber zum Glück für etwas Unterhaltung und Abwechslung. Nach lecker Wurst vom Holzkohlegrill konnte die zweite Halbzeit beginnen und das tat sie auch ganz ordentlich, denn Rentfort ging jetzt überraschend schnell mit 2:0 in Führung. Aber das war es dann auch erst mal wieder, denn jetzt zog ein Gewitter auf und es fing so richtig an zu schütten! Man musste wirklich Angst haben, dass die Partie nicht wieder angepfiffen wird, aber der bierseligen Stimmung der II und III tat das keinen Abbruch und nach einer halben Stunde als das Wetter sich beruhigt hatte war Rentforts Erste heiß auf den doppelten Titelgewinn und betrat unter Applaus den Platz und machte sich warm. Kurz darauf taten es ihnen die Preußen gleich und die Zuschauer forderten mit "Wir wollen die Schiris sehn" zum weiterspielen auf, kurz darauf ertönte der Pfiff und alles war im Lot. Die Preußen gaben sich noch nicht auf und machten Druck, das Tor fiel aber auf der anderen Seite und der Drops war gelutscht. Mit dem Schlusspfiff zappelte der Ball dann nach einem Sonntags-Schuss auch nochmal  im Netz. Mit dem Titel der Ersten, dem Titel der Dritten, dem zweiten Platz der Zweiten und dem besten Spieler des Turniers ein Erfolg auf fast ganzer Linie. Nur der beste Torhüter und der beste Torschütze des Turniers kommen aus den Reihen von Preußen Gladbeck.





Samstag, 12. Juli 2014

SV Erlenbach

12.07.14. 16:00 SV Erlenbach - TSV Neudrossenfeld 1:0, Waldstadion Erlenbach, Bayernliga Nord, 360 Zuschauer

Da mein lieber Herr Papa diesen Sonntag Geburtstag hat kam mir der Saisonstart der höheren Amateurligen in Bayern sehr gelegen. Ursprünglich war das Regionalliga Spiel Bamberg - Schweinfurt geplant, aber unser Auto hatte mal Lust auf eine neue Batterie und dann war das zeitlich leider unmöglich. Die Alternative war aber auch in Ordnung und kulinarisch ist Bayern sowieso immer ne Reise wert. Die scharfe Rote war zwar nur ne gut gewürzte Rote, spielt in meinem Wurst Ranking aber auf jeden Fall um die internationalen Plätze mit und im Freistaat schmeckt einfach jedes Bier, heute war es bei mir mal ein Hefe Weizen. Der Platz aus Naturrasen hat an einer Geraden vier breite, mit Gras bewachsene Stufen und ein paar Bänke auf der oberen Reihe. Hinterm Tor gibt es nochmal eine Stufe mit ein paar Bänken und einen Unterstand. In der ersten Hälfte bei Regen war es ein eher kampfbetontes Spiel mit wenigen guten Szenen, sehr zäh das Ganze. Im zweiten Durchgang bei strahlendem Sonnenschein machte der SVE mehr Druck. Eine der besten Szenen war auf jeden Fall um die 60. Minute herum. Eine tolle Flanke genau zum Mann, der dann aber leider am Tor vorbei zielte. Kurz vor Schluss gabs dann noch mal ne super Gelegenheit als die Gäste fälschlicherweise auf Abseits spielten, aber der Abschluss war dann zu ungenau. Und als ich mich mit dem 0:0 abgefunden hatte landete ein top platzierter Freistoß im Tor der Gäste, klasse! Ebenfalls klasse wie die Spieler zum Feiern in die "Nordkurve" zum "harten Kern" gingen. Für Unterhaltung war aber auch so gesorgt. Der Trainer der Gäste versuchte es bereits in der ersten Hälfte mit einem holländischen Geheimtrick und wechselte den Torwart aus (Verletzung). Im zweiten Durchgang gab es dann ein paar Pöbeleien zwischen nem Zuschauer und nem Auswechselspieler der Gastmannschaft, der Linienrichter ging zu Boden und im Allgemeinen war das Sportplatz Gebölke wieder 1a! Als Fazit bleibt zu sagen, dass Regional- und Oberliga Spiele einfach genau mein Ding sind.