Samstag, 14. Februar 2026

Eintracht - Gladbach

14.02.26 15:30 Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 3:0 (2:0), Waldstadion, 1. Bundesliga, 59.500 Zuschauer

Valentinstag. Einer dieser Tage, die keiner braucht und der viel zu viel Aufmerksamkeit bekommt. Wer mit seinem Partner feiern will oder muss, hat doch den Jahrestag. Bin ich antikapitalistisch? Nee, nur net verblödet. Im Grunde sollte man Menschen aus Selbstschutz sowieso nicht lieben. Valentinstag = Spieltag. Das ist Liebe, die wahre Liebe, die einzige Liebe. Der eigene Fußballverein! Diese Liebe hält ewig. Der Verein betrügt, belügt und enttäuscht einen nicht. Zwar ist auch in dieser Beziehung nicht immer alles toll, aber das liegt dann nicht am Verein, sondern -und da sind wir wieder beim Thema- an den handelnden Menschen. Wer Geld für sinnlose Geschenke spart, der hat auch 8€ übrig, um auf einem miserablen Acker zu parken und 10€ für sechs Bier, die man an bedürftige Menschen spenden kann. Gladbach füllte den Gästeblock, wie man es von einem Traditionsverein erwarten darf. Besonders gute Stimmung darf man von diesen Bauern Lümmeln aber nicht erwarten. Immer wenn ich aktiv die Ergebnisse verfolge, bekommt die Elf vom Niederrhein auf den Sack und dennoch stehen sie auf dem 12. Platz. In der Hinrunde schenkten wir ihnen schon ein 5:0 zur Halbzeit ein, das am Ende leider nur ein 6:4 wurde und unseren Absturz einleitete. Das heutige Spiel war zwar nicht überragend, aber gegen die reichte es trotzdem wieder für ein lockeres 3:0. Schöne Tore von Brown, der scheinbar wahrlosen Aneinanderreihung von Buchstaben Ayoube Amaimouni Echghouyab und Knauff. Eine Abwehr, die diesen Namen mal wieder verdiente. Ein Torhüter, der seinem Job mal wieder sehr gut nachkam. Ein Gegner, der es einem leicht machte. Leute, die einen zum Trinken verführten. Trinken, das einem den entspannten Tag vermasselte. Ein entspannter Tag, der in der Kneipe endete und dafür sorgte, dass das Auto stehen bleiben musste. Eintracht Frankfurt, ich liebe dich! Am Valentinstag und an allen anderen Tagen.


Freitag, 6. Februar 2026

Union Berlin - Eintracht

06.02.26 20:30 1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt 1:1 (0:0), Stadion An der Alten Försterei, 1. Bundesliga, 22.012 Zuschauer

Der 1.FC Union ist eigentlich ein ganz sympathischer Verein, hat eine vernünftige Fanszene und ein brauchbares Stadion mit guter Verpflegung. Der Namenszusatz ist aber extrem störend und beschissen - Berlin. Scheiß Berlin! Trotzdem hätte es eine geile Auswärtsfahrt werden können. Dank günstigen Flügen zu guten Zeiten konnte ich bis mittags arbeiten und mir den Urlaubstag sparen. Spätestens um 19 Uhr wäre ich am Gästeblock gewesen. Samstags war ein 40. Geburtstag mit einer geilen Truppe geplant, sonntags passte das Spiel der Chemiker in Babelsberg perfekt in den Plan und den Rest der Zeit wollte ich mit einer ebenso geilen Gruppe verbringen. Das abgesagte Spiel in Babelsberg war zwar schade, aber das musste bei der Planung im Winter unter Umständen mit einberechnet werden. Die Flüge am Vormittag wurden früh storniert, aber danach sollte alles wieder nach Plan laufen. Mittags kam aber auch die Annullierung meines Fluges. Alles stand auf der Kippe. Kaum mehr Zeit zum Handeln und die Laune war im Keller. Hätte ich mir doch die ganze Bilbao-Woche frei genommen. Nee, Urlaub ist wertvoll. Von der Arbeit heim, ins Auto und ab nach Fulda. Mit „etwas Verspätung“ war das Spiel noch machbar. Natürlich hatte der Zug aber auch schon Verspätung. „Vorm Pausenpfiff“ sollte es aber dennoch möglich sein. Ein medizinischer Notfall ließ mich zumindest noch auf „vor der 60. Spielminute“ spekulieren. Fußball ist eh Scheiße. Proletensport und so. Die komplette Flug Absage kann man eigentlich nur unter "Mimimi" verbuchen, wenn das weltweit unfähigste Unternehmen es schafft, seine Züge ähnlich unpünktlich und unzuverlässig wie sonst auch auf die Schiene zu bringen. Dank der Spielunterbrechung aufgrund der Choreo der Unioner war ich dann auch rund zur 60. Minute im Gästeblock der Alten Försterei. Besser spät als nie. Erstmal schnell ein gutes Steak-Brötchen und ein Bier als Belohnung für die Nerven. Ne halbe Stunde reicht mir net, um groß über Spiel und Stimmung zu urteilen. Keine drei Gegentore und ein Punkt sind aber definitiv ne Steigerung. Das späte 1:0 hätten wir aber trotzdem gerne über die Zeit bringen können. Den Elfmeter muss der Schiedsrichter geben. Höjlund muss da aber niemals so hin gehen. Absolut keine schlimme Aktion, aber eine total dumme und unnötige. Den schwach geschossenen Elfer muss Santos dann auch net unter sich durchrutschen lassen. Passiert. Abhaken. Es ist halt nicht jeder ein Amil Siljevic. Einen Punkt gewonnen. Eintracht! Der Abend war trotzdem gut und lang. Etwas zu gut und zu lang für das Event am Samstag. Die "Showdown" Game Show hat aber richtig Laune gemacht. Mein geiles Team hat dabei einen starken dritten Platz geholt (von drei). Glückwunsch an die weniger geilen, aber noch besseren Teams. Der Abend wurde wieder gut, aber weniger lang und so ging es am nächsten Tag fit, aber natürlich wieder verspätet nach Hause. Irgendwas ist ja immer. Danke Leute für ein trotz allem geiles Wochenende.





Dienstag, 3. Februar 2026

Athletic Bilbao - Eintracht U19

03.02.26 19:00 Athletic Club Bilbao - Eintracht Frankfurt 5:6 n.E. (2:2/2:1), Estadio Santa Maria de Lezama, Youth League, 1.868 Zuschauer

Kaixo Euskadi, buenos dias Espana, guten Morgen Deutschland, good morning world. Es ist nicht nur Dienstag, sondern auch Spieltag. Eintracht Frankfurt International! Die U19 hat die Gruppenphase der Youth League überstanden und trifft in der Runde der letzten 32 Mannschaften in Bilbao auf Athletic. Dieses Spiel war der Grund der Reise. Zum Frühstücken und für die ersten Getränke ging es zum Mercado de la Ribera. Gemeinsam mit der restlichen Reisegruppe wurde der Tag bei Bocadillos, Pintxos, Kaffee und Cervezas sowie Dummbabbel und Fachsimpelei eingeleitet. Das Wetter war gut und so ging es raus an die Sonne, um in einer Bar die restliche Zeit bis zur Abfahrt zu verquatschen. Das Stadion liegt in Lezama, einer kleinen Gemeinde am Stadtrand von Bilbao. Die Basken haben eine gute Jugendarbeit und diese hat für den Verein einen hohen Stellenwert und ist auch sehr wichtig, da Athletic nur auf Spieler setzt, die im Baskenland ausgebildet wurden. Hier hat die Jugendakademie ihren Sitz und wird allgemein als Lezama bezeichnet. Wenn man hier draußen ankommt, fällt einem direkt der charakteristische "Henkel" des alten San Mames auf, der hier im Jugendstadion integriert wurde. Der Athletic Club führt die Tabelle in seiner Staffel der U19 Liga an und ging als klarer Favorit in das Spiel. Durch die Gruppenphase der Youth League kamen sie mit vier Siegen und zwei Unentschieden ohne Niederlage. Unsere Jungs holten Siege gegen Galatasaray und Atalanta Bergamo, einen Punkt gegen Neapel und mussten knappe Niederlagen mit einem Tor Differenz gegen Atletico Madrid, Liverpool und Barcelona einstecken. Nach nur fünf Minuten klingelte es schon zum ersten Mal. Bilbao war tonangebend und man musste sich als Eintracht Fan bei Schnapper Amil Siljevic bedanken, dass es nicht ein zweites oder drittes Mal klingelte. So konnte Philipp Eisele mit der zweiten richtig guten Chance ausgleichen. Jaa! Die erneute Führung in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war zwar bitter, aber ehrlicherweise verdient. In der zweiten Hälfte musste Siljevic erneut stark retten, aber unsere Jungs hatten Bilbao besser im Griff. Nach vorne ging aber nicht viel und wenn, dann wurde es zurückgepfiffen oder vergeben. Einen starken Angriff konnte Benjamin Dzanovic aber mit dem Treffer zum 2:2 abschließen. Die SGE ist wieder da! Verlängerung gibt es nicht und so retteten sich unsere jungen Adler ins Elfmeterschießen. Puuhh. Spielerisch sicher glücklich, aber dank Kampf und Einsatz verdient. Im Gästeblock waren wir mit ganzen 12 Frankfurtern vertreten. Traurig, aber nach der intensiven, teuren und urlaubsreichen CL Saison hätte ich auch nicht mit viel mehr gerechnet. In der Heimkurve standen 100-150 Supporter in geschlossenem Schwarz und zogen ihr Ding ganz ordentlich durch. Deutlich mehr als erwartet, besonders nach dem eher enttäuschenden Support im Derby. Und auf dieses Tor sollten unsere platten und unerfahren Jungs jetzt ihre Elfmeter schießen. Druff geschisse, ihr seid Adler! Siljevic in der richtigen Ecke und dran, aber trotzdem 1:0. Der erst 15 jährige Niko Ilicevic vergab leider. Kopf hoch Junge! Siljevic hält! Geiler Hund! Benjamin Dzanovic. 1:1. Stark! AMIL! Gehalten! Geil! Oteng-Mensah. Sicher und gekonnt. Guter Mann! Wieder im richtigen Eck, aber 2:2. Alessandro Gaul Souza. 2:3! Die Führung! Jaaa! Für diese Showeinlage beim Schuss hätte man ihn aber schlagen können... wenn er nicht getroffen hätte. Hat er aber! Verrückter Typ! 3:3. Letzter Schuss. Alles in der eigenen Hand. Marvin Dills, der Champions League erfahrene Frankfurter. Tooor! Sicher! Gut! Sieg! Weiter! Eintracht Frankfurt International! Geil Jungs! Danke Amil Siljevic! Teufelskerl! Zum Feiern und Abklatschen kam nicht nur die Mannschaft, sondern das ganze Team zu uns. Eintracht! Da es im Stadion erwartungsgemäß nix prozentiges gab, wurde der Sieg in einem Kneipen/Bar/Disco/Club-Mix in Bilbao sehr lustig, laut, lang, geil und intensiv gefeiert. Ein Highlight war wohl für alle, als die Jungs noch kurz auf einen Abstecher rein kamen. Diese ehrliche Freude war schon geil. Geiler Sieg! Geiler Abend! Weniger geiler Morgen. Nie wieder Alkohol! Zurück ging es im Flieger mit dem Sieger-Team der Eintracht, das nun zu den 16 besten Mannschaften zählt! Hab ich es eigentlich schon erwähnt? Nie wieder Alkohol!






Montag, 2. Februar 2026

Bilbao, Bizkaia, Mirandes

02.02.26 20:30 CD Mirandes - Malaga CF 2:1 (1:0), Estadio Municipal de Anduva, Segunda Division, 2.672 Zuschauer

Aller guten Dinge sind sechs, ähm nee drei. Vielleicht hat es deshalb auch nicht mit dem sechsten Spiel der Tour geklappt. Premiere - der erste Spielbericht ohne ein Spiel. Dazu aber später mehr. Der heutige Tag wurde zum Pia-Tag auserkoren. Meine Begleitung wollte gerne ans Meer, Süßkram und baskisch Essen. OMG aber da ich ein Gentleman bin, habe ich dem natürlich zugestimmt. Vielleicht bin ich zumindest manchmal tatsächlich ein Gentleman, aber diesmal fiel es mir leicht, da meine Tagesplanung quasi genau so ausgesehen hätte. Auf dem Weg zum Auto wurde sich an einer Confiserie, beim Bäcker und an nem Kiosk mit Leckereien und Getränken eingedeckt und es ging ans Meer. Mit einem wunderschönen Blick auf die Playa de Barrika, die Felsen und das Meer wurde erstmal gut gefrühstückt. Weiter ging es an die Playa De Muriola. Das Auto wurde an einem "lost place" abgestellt und über eine gesperrte, zugewucherte Straße und einen schmalen Pfad ging es nach unten. Kleiner Tipp vom Profi, New Balance Schuhe ohne Profil sind nicht ideal für rutschige und matschige Wege bergab. Der Blick nach unter versprach ne schöne Bucht, also wurden die Zweifel ob man da wieder hoch kommt weggewischt. Es hat sich gelohnt. Eine wunderschöne kleine Bucht. Zum Baden oder für Badeklamotten war es zwar viel zu kalt, aber mit Jacke konnte man sich schon schön an den Strand legen und genießen. Einerseits sehr klug, andererseits mega dämlich putzte ich mir meine Schuhe im Meer. Scheiß Wind und Wellen. Wir sind den Berg auch wieder hoch gekommen und nach einem letzten Stopp an nem alten Leuchtturm ging es zum Schuhe föhnen ins Hotel, bevor es zu leckeren Pintxos in ne Bar in der Nähe ging. Dann war es auch schon wieder an der Zeit zum Aufbrechen. In Miranda wollten uns die Spieltagsplaner noch einen Zweitliga Kick servieren. Oder auch net. Wir waren super vorbereitet und hatten uns wie Einheimische Bocadillos als Verpflegung eingepackt. Das Stadion ist noch nicht ganz fertig umgebaut und eine Tribüne augenscheinlich noch nicht freigegeben. Das restliche Stadion war zwar nur zum Teil besetzt, aber Tickets wurden wohl nur im Vorverkauf und nur an Mitglieder verkauft. Egal auf welchem Weg, es gab keine Möglichkeit offiziell und legal ins Stadion zu kommen. Nicht schön, aber es wäre eh nur Zubrot gewesen und ich konnte tatsächlich gut darauf verzichten. Es ist halt dämlich und unverständlich, dass man das nicht mal einfach irgendwo auf der Homepage oder über die sozialen Medien ankündigt, wo man dort sonst viel Zeug postet. Richtig ärgerlich war es für die restliche Reisegruppe U19, die sich extra hierfür einen Mietwagen geholt hat und sich im vollgestopften, zu kleinen Auto über Umwege nach Miranda geschafft hat. Um die Kollegen zu entlasten ging es also zu viert die gut 80 km zurück. Wenn immer alles klappen würde, dann wäre es kein Groundhopping sagten schon einst die Vorreiter dieser Bewegung. Ich bin aber sehr tolerant und akzeptiere auch die Meinung derer, die sagen puta Mirandes.






Sonntag, 1. Februar 2026

Athletic Bilbao - Real Sociedad

01.02.26 21:00 Athletic Club de Bilbao - Real Sociedad de Futbol 1:1 (0:1), Estadio San Mames, Primera Division, 48.020 Zuschauer

Das alte San Mames war eine richtig feine Hütte, die ich gerne besucht hätte. Hab ich aber leider net. Das Basken Derby passte perfekt in den Plan, aber das teuerste Ticket meines Lebens hat schon ordentlich Überwindung gekostet. Die neue Arena gibt mir gar nix. Zumindest war sie quasi ausverkauft, auch wenn offiziell 5.000 Plätze frei gewesen sein müssten, was aber quatsch ist. Das Stadion wirkt größer und das Gewusel davor war schon sehr speziell und wirkte irgendwie beeindruckend. Eine einfache Zettelchoreo seitens des Vereins bzw. Werbepartners wurde ordentlich angenommen und umgesetzt und wirkte nett. Ebenfalls sehr geschlossen und gut, aber viel authentischer wirkte die Choreo zur Pause. Als alle geschlossen ihre mitgebrachten Bocadillos aus der Alufolie auspackten und aßen. Geil. Neid. Athletic Bilbao ist noch nie abgestiegen und steht in der ewigen Tabelle hinter den drei Großen auf Platz vier. Acht Meisterschaften bedeuten ebenfalls den vierten Platz. San Sebastian nimmt in der ewigen Tabelle immerhin den achten Platz ein. Tradition, die alleine in der Liga für 158 Baskische Derbys sorgt. Bilbao war mit ihrem bekanntesten Spieler Nicholas Williams die bessere Mannschaft und San Sebastian hatte deutlich weniger aber etwas bessere Chancen. Nach der Gästeführung haben die Fans rückwärts zum Spielfeld geschlossen gehüpft, die beste Aktion im Gästeblock. Ein satter Strahl in den Winkel. Gutes Ding! In der Heimkurve war grundsätzlich etwas mehr los. Fahnen, Singsang, Hüpfen und Klatschen. Für spanische Verhältnisse eine vernünftige Fankultur. Außer zwei guten Melodien war das aber nüchtern betrachtet und mit deutschem Maßstab gemessen nix dolles. Nix was dieses Derby augenscheinlich versprochen hatte. Nach den üblichen 95 Auswechslungen war ebenfalls üblich die Luft raus. Ab der 80. Minute wurde es auf dem Feld aber doch nochmal zum ersehnten Derby. Hitzig, wild, aktiv. Ne rote Karte für San Sebastian nach ner Tätlichkeit war der Startschuss. Beim Ausgleichstreffer hat sich der Schütze wunderbar durchgedribbelt, um mit einem Schlenzer selbst abzuschießen. Eine richtig geile Bude. Ein weiterer Treffer gelang nicht mehr und das Derby endete Unentschieden. Das gezahlte Geld war es nicht wert, aber um das beurteilen zu können, muss man es halt erlebt haben und das hab ich nun. Es war schon okay, aber Derbys erkennt man in Spanien nun mal am Preis und nicht an der Stimmung. Am Fluss entlang ging es zurück zum Hotel. Schön. Müde.





SD Eibar - Sporting Gijon

01.02.26 16:15 SD Eibar - Real Sporting de Gijon 1:0 (0:0), Estadio Municipal de Ipurua, Segunda Division, 5.566 Zuschauer

Das autonome Baskenland ist in drei Provinzen unterteilt und für das zweite Spiel des Tages ging es rund 50 km von Bilbao in der Provinz Bizkaia nach Eibar in die Provinz Gipuzkoa. Eibar hat 28.000 Einwohner. Beim Aufstieg in die Primera Division 2014 war es die kleinste Stadt Spaniens, die je dort vertreten war. Außer einer kleinen, alten Stierkampfarena, die ziemlich geil mitten in der Stadt liegt und mein Highlight im Stadtbild war, gibt es auch Rolltreppen, die im Zentrum unter freien Himmel einfache Treppen ersetzen und die vielleicht Pias Highlight der ganzen Tour waren. Sonst gibt es nichts zu sehen. Es zeichnete sich aber vorm Spiel schon ab, dass sehr viele Gästefans vor Ort sind, die den zentralen Platz für sich beanspruchten. Das Stadion wurde so wie es heute ist erst 2020 fertiggestellt. Für ein neues Stadion sieht es ganz gut aus, was vermutlich an der eckigen Form und natürlich den Flutlichtmasten liegt. Das Estadio füllte sich erst ganz kurz vor und selbst nach Anpfiff und am Ende waren auf allen Tribünen mehr Gäste- als Heimfans verteilt. Keine Ahnung, weshalb aus dem 300 km entfernten Asturien so viele Leute hier waren oder ob die hier arbeiten, aber es hat mich doch sehr positiv überrascht. Viel gemacht haben sie daraus aber nicht. Der kleine Mob in der Heimkurve war da schon etwas motivierter. Selbstverständlich war das Spiel in der zweiten Liga sportlich der bisherige Höhepunkt und das Tor kurz nach Wiederanpfiff sorgte für Entspannung. Aber auch die Sonne konnte nicht verhindern, dass mich die beiden vorherigen Spiele im Gesamtpaket deutlich glücklicher gemacht haben. Es war hier einfach alles zu geleckt und die Softdrinks und Snacks aus dem Stadionkiosk rissen da ganz sicher auch nix raus. 






CD Santurtzi - SD Leioa

01.02.26 11:15 CD Santurtzi - SD Leioa 1:2 (0:1), Estadio San Jorge, Tercera Federacion RFEF Grupo 4 (Euskadi), 375 Zuschauer

Wer schön sein will, muss leiden. Da bin ich raus. Wer drei Spiele am Tag sehen will, muss aber auch leiden und da sind wir beim Thema. Sonntag Morgen viertel nach Elf in Spanien. Zeit für Fußball in der Tercera Federacion Euskadi, der fünften Liga und Oberliga des Baskenlandes. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass das führen eines Kraftfahrzeuges in meinem Zustand vermutlich nur so semi erlaubt und ideal war. Einen richtigen Kater und Kopf hatte ich zwar nicht, aber fit wäre definitiv die falsche Bezeichnung gewesen. Santurtzi ist eine Nachbargemeinde von Sestao, wo es gestern Abend bereits gut war. Der Club Deportivo Santurtzi wurde 1952 gegründet und pendelt zwischen der dritten und sechsten Liga hin und her. Die Lage des Platzes ist schon ganz geil. Am Hang mit Ausblick. Das "Kassenhäuschen" aus dem Stadion heraus liegt an einer steilen Straße. Faszinierend, wo und wie man überall Sportplätze gebaut hat. Insgesamt war es hier sehr Lila. Die Milka Kuh oder der Lilalaunebär hätten hier ihre Freude gehabt. Die hatten wir aufgrund der Tribüne und der Stehränge aber auch und natürlich wegen der Cantina. Eine Cantina wie man sie sich beim spanischen Amateurfußball wünscht. Getränketechnisch blieben keine wünsche offen und Essenstechnisch sowieso nicht. Wir beschränkten uns dabei auf leckere Bocadillos und Croquetas. Daumen hoch. Das Bier wollte noch nicht so an mich ran, aber eins gehört beim Fußball einfach dazu. Das Spiel wirkte zwar nicht entschleunigend und war ziemlich hart geführt, die Trikots hingegen schon sehr. Ganz klassisch grüne Trikots mit weißen Nummern, grünen Hosen und grünen Stutzen bei den Gästen und bei der Heimmannschaft das gleiche selbstverständlich in lila. In der Schlussphase drückte Santurtzi zwar noch stark auf den Ausgleich und gab Vollgas, aber der Anschlusstreffer fiel zu spät, als dass er realistisch gewesen wäre. So macht das Spaß. Visca Santurtzi.