Sonntag, 16. August 2026

KSV Eichen - Spvgg Hüttengesäß

16.08.26 15:00 KSV Eichen - Spvgg. Hüttengesäß 6:1 (3:1), Waldsportplatz Eichen, Kreisoberliga Hanau, 110 Zuschauer

Nach zwei knappen Niederlagen gab es für den KSV gegen den Aufsteiger aus Ronneburg den zweiten Sieg im vierten Spiel. Nach dem frühen und beruhigenden 1:0 dauerte es etwas, bis der Spielstand vor der Pause innerhalb von zehn Minuten auf 3:1 hochgeschraubt wurde. Ein Elfmeter und zwei starke, direkt verwandelte Freistöße sorgten dafür. Das 4:1 war eine gute Einzelaktion, den Ball zum 5:1 musste der Torschütze nach toller Vorarbeit nur noch einschieben und beim 6:1 hab ich den Ball nach dem Trinken holen nur im Netz zappeln sehen. Glückwunsch an Maximilian Stoll zu drei Treffern und an den KSV zu einem weiteren Schritt in Richtung der Meisterschale. Ein klarer Sieg, Bratwurst, Rindswurst, Cola-Weizen und Äppler waren gut und toll. Das Highlight war aber die gefühlt 100 jährige Schiri Legende.




Donnerstag, 13. August 2026

SG Leck - TSV Nordmark Satrup

13.08.26 19:30 SG Leck/Achtrup/Ladelund - TSV Nordmark Satrup II 0:0, Nordfrieslandstadion C-Platz, Kreisliga SH Nord-West, 68 Zuschauer

Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren. Der echte Norden. Zum Abschluss ging es heute nochmal von der Ost- an die Nordsee. Erst nach Dagebüll, dem Fährhafen nach Föhr und Amrum. Dort gab es auch wieder Fischbrötchen. Weiter nach Emmelsbüll-Horsbüll, wo es im und am Wattenmeer Krebse und Deichschafe gab und Krabben aufm Teller, die in frisch gezapftem Flens und Aquavit schwimmen durften. Danach ging es noch auf den deutsch- dänischen Grenzweg. Dann hätten wir heim fahren können. Aber nein, ich muss ja immer zum Fußball geschleppt werden. Das Nordfrieslandstadion wäre grundsätzlich aber auch ein guter Abschluss gewesen. Ich sag mal so. Mal verliert man und mal gewinnen die anderen oder halt keiner. Mal hat man Pech und mal einfach kein Glück. Mal ist das Leben hart und mal ungerecht. Mal spielt man im Stadion und mal aufm Nebenplatz. Zumindest kann ich ein kürzlich aufgeschnapptes Wort eines geschätzten Kollegen aufgreifen. Hauptnebenplatz! Der Getränkeverkauf ausm Kofferraum hatte was und der Gasgrill daneben war auch an. Ansonsten war das aber einfach nix. Nix für einen Fußballtouristen und Stadionsammler. Nix für einen Feinschmecker. Auch wenn es ein Spiel einer beliebten Spielgemeinschaft gegen eine nicht weniger beliebte Zweitvertretung war. Und wie es sich gehört, ging dieser Bolz natürlich torlos über die Bühne. Das konnte hier einfach nicht anders ausgehen. Daran änderten auch der Spieler mit der Trikotnummer 98 und der 14 jährige Schiedsrichter nix. Es kann ja net immer nur Spaß machen, das wäre ja auch langweilig.






Mittwoch, 12. August 2026

Büdelsdorfer TSV - FC Fockbek

12.08.26 19:00 Büdelsdorfer TSV - FC Fockbek 1:1 (1:0), Eiderstadion, Kreisliga Schleswig Holstein Nord, 220 Zuschauer

Heute wurde etwas für die Bildung getan. In der Gemeinde Haddeby lag früher Haithabu oder Hedeby. Eine bedeutende Siedlung der Wikinger und ein wichtiger Umschlagplatz für den Handel zwischen Skandinavien, Westeuropa und dem Baltikum. Weiter zum Abendprogramm. Büdelsdorf liegt am Nord-Ostsee-Kanal und grenzt direkt an Rendsburg. Der Büdelsdorfer Turn- und Sportverein ist zweimaliger SH Pokalsieger, stand im Halbfinale um die Deutsche Amateuermeisterschaft und spielte 19 Jahre in der höchsten Amateurliga des Landes. Heute sieht man achtklassigen Fußball in Büdelsdörp. Ins ziemlich moderne Eiderstadion, das scheinbar aktiv für Leichtathletik genutzt wird, passen 8.000 Zuschauer. Die waren es heute natürlich nicht, aber die über 200 Zuseher finde ich in dieser Liga schon echt stark. Das Spiel war auch recht ansehnlich, zumindest ging es hin und her und war keinesfalls langweilig. Vom Grill gab es lecker Steak und Wurst und im Vereinsheim gezapftes Flens Pils und Dunkel. Außerdem hätte es da auch weiteres Essen gegeben, zum Beispiel ne Platte, die sich ganz geil angehört hat. Am Tisch vorm Vereinsheim wurde auch ordentlich mit Schnaps gespült. Das war schon ein guter Abend, der durch ein kleines Highlight namens Sonnenfinsternis abgerundet wurde.





Dienstag, 11. August 2026

Stjernen Flensborg - DGF Flensborg

11.08.26 19:00 IF Stjernen Flensborg - DGF Flensborg 0:2 (0:2), Engelsby Centret, Verbandsliga Schleswig Holstein Nord, 126 Zuschauer

Montag ist Strandtag. So war der Plan, aber leider fiel das ins Wasser. Schietwetter. Mit shoppen, dänische Hotdogs, Fisch- und Krabbenbrötchen aus der Fischräucherei essen, frisch gezapftem trinken, sowie ner Tour durch Kappeln mit seiner zweiflügeligen Doppelklappbrücke, die stündlich den Verkehr auf der vierspurigen B203 für den Schiffsverkehr auf der Schlei unterbricht, ging der Tag aber auch so gut rum. Dann war der Dienstag halt Strandtag. Was an der Geltinger Bucht mit schönem Strand, planschen in der Ostsee und Sonnenbrand ebenfalls erfolgreich abgeschlossen wurde. Am Abend gab es aber wieder einen festen Programmpunkt. Ab nach Flensburg. Nach ein paar Metern an der Flensburger Förde und durch die Stadt, sowie einem Besuch in Hansens Brauerei, Deutschlands nördlichster Gasthausbrauerei und Craft-Beer Mikrobrauerei direkt an der Förde, mit vier verschiedenen Bieren und ner Fischplatte, ging es zum Fußball. Die nördlichste kreisfreie Stadt Deutschlands ist mit unter 100.000 Einwohnern relativ abgeschlagen nur die drittgrößte Stadt des kleinsten „richtigen“ Bundeslandes. Egal wie toll man die Stadt findet oder nicht, nahezu jeder Deutsche kennt sie. Durch die Lage, die Punkte, den Handballverein, Beate Uhse oder einfach das Flens. Und dann ist die Stadt auch noch das Zentrum der dänischen Minderheit. Wie die Sorben in der Lausitz, so sind die dänischen Südschleswiger eine offiziell anerkannte nationale Minderheit in Deutschland. In der siebten Liga Deutschlands, der dritthöchsten Klasse des Landes SH, kam es heute in Flensburg zum Derby zweier dänischer Vereine aus Flensburg. Der Sportverein Stern traf dabei auf den Dänischen Turnverein. Idrætsforening Stjernen Flensborg wurde wie der FC Köln 1948 gegründet. Die Gäste können eine größere Tradition vorweisen und bestehen bereits seit 1923. Der DGF spielte bis 1951 im dänischen Verband und kommt seitdem auf drei Spielzeiten in der höchsten Liga Schleswig Holsteins. Im Stadionheft schrieb Stjernen, dass sie die letzten zehn Jahre jeweils als Derbysieger vom Platz gingen. Diese Serie ist heute gerissen. Die Hausherren haben wohl viele Ausfälle zu beklagen und so konnten die Gäste den Sieg verdient mit nach Hause nehmen. Grundsätzlich haben Sportplätze verschiedene Abmessungen und Eigenschaften, die der Heimmannschaft einen Vorteil verschaffen können. Hier liegt der Platz mitten im Wohngebiet und ist, besonders in der Breite, sehr klein. Da stehst du beim Eckball fast am 16er, das ist schon heftig. Auffällig war die enorme Kommunikation aufm Platz. Das häufigste Wort war "Schiri", aber auch "geh mal weg da" zum Linienrichter, "weltklasse" oder "wat is dat denn für ne Linie?" sind hängengeblieben. Am Platz gab es diverse Sorten Flens aus der Buddel und Bratwurst. Im Vereinsheim hätte es weitere Leckereien zu Gezapftem gegeben, beispielsweise Dino-Nuggets mit Pommes. Bei 15 Grad zum Abpfiff wäre auch Glühwein gut angekommen. Klein, aber fein.







Sonntag, 9. August 2026

AC Horsens - Bröndby IF

09.08.26 18:00 AC Horsens - Bröndby IF 0:2 (0:1), Forum Horsens Stadion, Superligaen, 7.057 Zuschauer

Ein Doppler war heute aus Gründen des engen Check-in Fensters der Unterkunft in Gelting nicht möglich. Ein kurzer Stopp in Westerhever mit Deich, Schafen, Leuchtturm und Fischbrötchen war aber noch drin und es sollte trotzdem ins nördliche Nachbarland zu die Wikingers gehen. Genau gesagt nach Horsens, in die dänische Hafenstadt an der Ostküste Jütlands, in der Region Midtjylland. Dieses Spiel hab ich mit den Worten „Brøndby geht immer“ ins Spiel gebracht und beworben. Dazu stehe ich auch. Der Rest ist halt wie Fußball in Dänemark nun mal ist. Der Alliance Club Horsens ging zur Bündelung der Kräfte wie in Dänemark üblich aus einer Fusion von rund achttausend Vereinen hervor. Seit 2023 ist ein amerikanischer Unternehmer Mehrheitseigner und wie es sich gehört auch gleichzeitig Präsident. So gibt es wenigstens keine Konflikte und unterschiedliche Meinungen. Sehr sympathisch - nicht. Der Neubau stammt aus dem Jahr 2009 und das markanteste Merkmal sind mit Sicherheit die außergewöhnlichen Flutlichtmasten, aber auch sonst geht die Hütte schon klar. Ein neuer Check-in und die Wurst, alter was ein Prügel. GskR. Diese Ownership Scheiße ist auch bei Brøndby Thema, wo die Szene mit Bannern gegen „ihre“ Ami-Investoren von GFH mobil machte. In der Heimkurve wehten zwei Fahnen und ich bleibe bei meiner Meinung. Brøndby geht immer. Ein durchweg absolut solider, meist richtig starker und teils brachialer Auftritt. Fahnen schwenken, Hüpf- und Klatscheinlagen, Wechselgesänge, Schalparaden, kurze und laute sowie melodische Anfeuerungen und Gesänge. Alles dabei. Der Fußball lebt durch seine Fans! Ich liebe diesen Scheiß. Auf dem Feld merkte man heute auch als Fußball Laie, dass die Jungs da Geld für kriegen. Kein Tiki-Taka, aber professionell sah das schon aus. Die Gäste waren tonangebend, spielten aber gefühlt mit angezogener Handbremse und stellten nach dem 2:0 komplett auf Schongang um. Das hat mal wieder Spaß gemacht heute. Sightseeing Fotos aus Horsens gibt's übrigens nicht, weil lohnt sich net. Zurück nach Tyskland.






Samstag, 8. August 2026

Atlas Delmenhorst - VfB Lübeck

08.08.26 15:00 SV Atlas Delmenhorst - VfB Lübeck 2:0 (0:0), Städtisches Stadion Düsternortstraße, Regionalliga Nord, 2.016 Zuschauer

Zeit für Veränderung, aber erstmal Urlaub. Ab in den Norden. Delmenhorst im Oldenburger Land ist nicht nur eine der zehn größten Städte Niedersachsens, sondern auch Geburtsort der berühmten „Brüh im Glanze dieses Lichtes“ Sängerin Sarah Connor. Vielleicht ist ihr Geburtshaus ja eine Pilgerstädte für Fans. Weniger sehenswert wie das Rathaus und die Stadt allgemein wird es jedenfalls nicht sein. Vor der Insolvenz 2002 spielte Atlas einige Jahre in der jeweils drittklassigen Regional- bzw. Oberliga Nord und erreichte nach Siegen gegen Wesselburen, Oberhausen und Offenbach in der Saison 80/81 das Achtelfinale des DFB Pokals. Dort war gegen Gladbach Schluss und Pokalsieger wurde am Ende Europas beste und größte Mannschaft. Seit der Neugründung 2012 ging es stetig bergauf bis zur Oberliga, zwischen der und der Regionalliga man nun pendelt. Drei weitere Pokalteilnahmen sind seitdem dazugekommen. Der Zuschauerrekord im Stadion Düsternort stammt aus dem Jahr 1962, als in der Aufstiegsrunde zur erstklassigen Oberliga Nord 7.000 Zuschauer zum Vor-Vorgänger SSV Delmenhorst gegen Arminia Hannover kamen. Zu Gast war heute kein geringerer als einer der beiden größten Fußballvereine Schleswig Holsteins. Der einmalige Pokalhalbfinalist, ehemalige Erstligist, Teilnehmer der 2. Bundesliga und 18 malige SH Pokalsieger VfB Lübeck. Der Gästeblock blieb leider geschlossen, da es nach einer Szene internen Schlägerei zwischen dem Ultra’ Kollektiv Lübeck und den Halunken noch keine Einigung gibt. Wie so oft geht es dabei auch um Politik und man gibt sich gegenseitig die Schuld am Konflikt. Politik gehört auf den Wahlschein und nicht ins Stadion! Ein paar Lübecker waren inkognito da. Die Heimfans hatten eine Fahne mit einem ziemlich coolen Legomännchen und machten etwas Stimmung. Das Spiel war kein Leckerbissen, aber Delmenhorst machte seine Sache gut und brachte das Spiel und den Sieg verdient nach Hause. Das Stadion gefällt, die Zuschauerzahl auch und der ordentliche Bierkonsum ebenfalls. Ganz besonders hervorzuheben ist allerdings die allgemeine Getränkeauswahl auch abseits des Haake Beck. Ich sach ma so, da sind Profis am Werk. Aperol Spritz, Weißwein, Bacardi, Havanna, Korn, Gin und Jägermeister. Top, top, top. Dat is Fußball fürs Volk hömma. Abpfiff, Abmarsch, Abfahrt und weiter nach Sankt Peter Ording in Nordfriesland mit seinem 12 km langen Sandstrand. Nordsee. Das bedeutet, dass man an diesem schönen Strand nicht immer im Wasser planschen kann, sondern auch manchmal nur Matsch vorfindet. Heute Abend war das Wasser da, nur die Sonne verschwand.