Sonntag, 21. Juni 2026

Nysa Zgorzelec - Jasnica Opolno Zdroj

21.06.26 11:00 MKS Nysa Zgorzelec II - LKS Jasnica Opolno Zdroj 3:2 (1:1), Stadion Miejski Jozefa Wiatrowskiego, Dolnosląska Klasa B - Grupa Jelenia Gora 5, 312 Zuschauer

Am Vorabend ging es nach einem Besuch in Polen und Tschechien am Dreiländereck von Zittau nach Görlitz. Dort wurde auch dem heute polnischen Teil auf der andern Seite der Lausitzer Neiße ein kurzer Besuch abgestattet. Den Besuch in Görlitz wollte ich gerne mit Fußball in der Schwesterstadt Zgorzelec auf der polnischen Seite kombinieren. Die Saison der Ersten war zwar schon vorbei, aber tatsächlich hatte die zweite Mannschaft noch ein letztes Heimspiel. Und was für eins. Der Tabellenführer war zu Gast beim punktgleichen Zweiten. Der Gewinner sollte aufsteigen und bei einem Unentschieden hätte sich wohl der mit einem Punkt Rückstand lauernde Dritte gefreut. In Hessen zieren die Farben der Eintracht die Umgebung. In Thüringen teilen sich Jena und Erfurt die Gebiete und in Sachsen sind Zwickau, Chemnitz und Dresden am Rand der A4 präsent. Hier drüben ist es Slask Wroclaw. Ich liebe dieses „Spiel“. Die erste Halbzeit war bei sommerlichen Temperaturen sehr zäh. Das 1:1 ließ aber alle Optionen offen. Die zweite Hälfte war besser, in der achten polnischen Liga aber natürlich auch kein Leckerbissen. Besonders in der Schlussphase war es allerdings ein spannendes und unterhaltsames Spiel. Frei vorm Tor wurde das 1:2 kläglich vergeben. Dank eines bösen Patzers fiel es später aber doch. Das 2:2 brachte Nysa allerdings wieder zurück ins Spiel. Ein schöner Treffer per Fernschuss brachte das 3:2 und die gesamte Ersatzbank rannte zum Jubeln mit den Spielern zur Eckfahne. Der kleine aktive Mob feierte den Aufstieg natürlich auch, aber ohne optische Akzente. Glückwunsch an die Mitfahrer zum Länderpunkt.





Samstag, 20. Juni 2026

VfB Zittau - Lok Schleife

20.06.26 15:00 VfB Zittau - SV Lok Schleife 4:0 (3:0), Weinauparkstadion, Kreisoberliga Oberlausitz, 140 Zuschauer

Die beiden Grenzstädte Zittau und Görlitz hatte ich schon länger mal lose auf der imaginären To-do Liste abgespeichert. In der DDR sollte an diesem Wochenende des 20. und 21. Juni noch ein letzter regulärer Spieltag stattfinden und ohne dass ich die Wahl gehabt hätte, hatte ich auf einmal das Auto zur Geburtstagstour in den Osten voll. Die Übernachtung am Freitag wurde in Karl Marx Stadt gebucht und da ein Mitfahrer sich im falschen Hotelzimmer zum Duschen bereit gemacht hat, kann man von einem gelungen Abend sprechen. Ich hab es bei meinem Besuch vor 14 Jahren schon gesagt, Chemnitz hat was. Weiter in die Oberlausitz und ins Dreiländereck nach Zittau. Als BSG Motor Zittau spielte man hier zwei Jahre in der DDR Liga und als VfB nochmal drei in der Oberliga Nordost. Der Star ist aber definitiv das Weinauparkstadion im Osten der Stadt in unmittelbarer Nähe zur Lausitzer Neiße und somit zu Polen. Genau genommen ist der Star die Tribüne des Stadions. Die Holztribüne gilt nämlich als die älteste Deutschlands. Auf jeden Fall ein echter Hingucker. Nach einem heftigen Platzregen ging es verspätet und mit ein bisschen Feuerwerk los. Abkühlung brachte der Regen nicht und so war das leckere gezapfte Meissner Schwerter genau das richtige um viel zu trinken. Dazu gab es Käsekrainer und Bulette. Die manuelle Anzeigetafel wurde von den Zwergen bis auf 4:0 bedient. Lok Schleife wirkte wie die Betriebsmannschaft der DB. Na gut, nicht ganz so planlos, aber doch immer etwas zu spät. Allerdings ging es zum Saisonabschluss auch bestenfalls noch um die goldene Ananas. Zittau bleibt auf der Fünf und Schleife rutscht auf die Neun.








Mittwoch, 10. Juni 2026

1. FC Rommelhausen - KSV Eschenrod

10.06.26 20:00 1. FC Rommelhausen - KSV Eschenrod 0:2 (0:1), Sportplatz Ostheimer Straße, Relegation KOL Büdingen, 170 Zuschauer

Relegationsspiele versprechen Spannung, denn es geht um was. Die ganze Saison nochmal in ein, zwei oder manchmal auch drei entscheidende Spiele gepackt. Wenn das Hinspiel 6:0 endet, ist das mit der Spannung aber nicht mehr ganz so zutreffend. Eigentlich vertrete ich die Meinung, dass die klassentiefere Mannschaft im Amateurfußball nach einer guten Saison besser drauf ist, als die höhere Mannschaft nach einer verkorksten Saison. Im Kreis Büdingen gehen die Uhren scheinbar anders. Der 15. der Kreisoberliga aus Schotten war nämlich der Verein, der den zweiten der Kreisliga A aus Limeshain im Hinspiel abschoss. Ein paar Tafeln im Ort machten dennoch Lust auf das Spiel, aber ansonsten scheint der 1. FC Rommelhausen allgemein eher inkognito unterwegs zu sein. Das Wetter war vor Anpfiff zwar echt bescheiden, aber während der 90 Minuten war der Wettergott Fußballfan. Spannung kam nicht auf und ehrlicherweise halten die Gäste verdient die Klasse. Guter Fußball und der Kreis Büdingen beißen sich leider etwas. Es gab aber Hütchen und Export. Das allein macht den Rommelhäuser Sportplatz schon mal zu einem der Plätze, von denen aus der Weltuntergang erträglicher wäre. Dazu gab es Rindswurst, Pommes und echt gute Bratwurst vom lokalen Metzger. Ach und Hütsjen gab es auch noch. Jackpot. Gibt es eigentlich eine Statistik, wie oft man „nie wieder Alkohol“ in seinem Leben sagt? Egal. Ganz so schlimm war es heute nicht und ich hab es net ausgesprochen, aber ich hatte zumindest den Gedanken und die Gedanken sind frei. Ich freue mich trotzdem in irgendwas überdurchschnittlich zu sein. Auch geil, als einer der gekrönten Torschützenkönige mit seinem Pokal aufm Roller davon cruiste. Fußball auf'm Dorf is Leben. Die Werrerraa is en schii Gebiet!





Sonntag, 7. Juni 2026

SGM Ludwigsburg - MTV Ludwigsburg

07.06.26 14:30 SGM Ludwigsburg / SGV Freiberg II - MTV Ludwigsburg 2:2 (0:0), Ludwig Jahn Stadion, Kreisliga B Enz/Murr, 88 Zuschauer

Das Zielspiel des Wochenendes fand in Ludwigsburg statt. Nur Kreisliga B, aber ein Stadion, das es meiner Mitfahrerin angetan hat. Zuvor ging es natürlich noch in die Stadt. Mir war Ludwigsburg zwar als Stadt bekannt, aber weiter kein Begriff. Der Marktplatz mit Kirche ist zwar nett, aber wie die Altstadt an sich kein Highlight. Das Residenzschloss Ludwigsburg mit seiner Parkanlage ist aber definitiv als solches zu bezeichnen. Da kann man durchaus ein paar Minuten verbringen und ein paar Meter machen. Die Spielpaarung klingt etwas sperrig. Die Spielgemeinschaft 07 Ludwigsburg Fußball / SGV Freiberg Fußball II gegen den Männerturnverein 1846 Ludwigsburg. In der Regionalliga Süd, der damals zweiten Liga, spielte Ludwigsburg unter anderem gegen 1860, Nürnberg und den KSC. In der ewigen Tabelle der Oberliga Baden-Württemberg belegt die SpVgg. den fünften Platz und der Verbandspokal ging ebenfalls einmal nach Ludwigsburg. Die SpVgg 07 Ludwigsburg wurde nach finanziellen Schwierigkeiten allerdings in den MTV eingegliedert und verschwand. Das heutige 07 Ludwigsburg ist soweit ich weiß eine Neugründung. Hut ab an alle Spieler, in allen Ligen, die sich 90 Minuten über den Platz quälen. Aber das war hier schon ein richtig schlechtes Spiel, das nicht schön anzusehen war. Und dann zog sich das insgesamt auch noch über zwei Stunden. Absolut positiv überrascht hat die völlig unerwartete Fanszene der 07er. Mit nahezu einem Banner pro Person, Fahnen, eigens kreierten Fangesängen und sogar einem 07 - Ludwigsburg Wechselgesang. Dazu das Stadion mit seinem unverwechselbaren Sprecherturm und seinen klassischen Pissrinnen. Ein Träumchen. Als i-Tüpfelchen gab es Rote, Rindswurst, Sucuk und zwei neue Check-ins bei Untappd. 







Samstag, 6. Juni 2026

TASV Hessigheim - TV Aldingen

06.06.26 18:00 TASV Hessigheim - TV Aldingen 2:5 (1:1), Sportplatz am Neckar, Bezirksliga Enz/Murr, 300 Zuschauer

Auf einem Bein kann man bekanntlich schlecht stehen, also gab es heute ein zweites Standbein und einen Doppler. 20 km südlich spielt man anstatt in der Bezirksliga Franken im Bezirk Enz/Murr. Der Turn- und Athletik Sportverein Hessigheim e.V. feiert in diesem Jahr sein 125 jähriges Bestehen. Meinen Glückwunsch. Die größten Erfolge der Fußballer sind die Aufstiege in die Bezirksliga und der Titel des Bezirkspokalsiegers 2025. Allerdings stellte der Verein 1982 den deutschen Meister im Ringen und wurde, wie wahrscheinlich jeder von uns älteren noch gut weiß, 1924 Vize Europameister im Tauziehen! Geil. Der Sportplatz hat zwar keinen Ausbau, liegt aber äußerst idyllisch direkt am Neckar und zwischen Weinbergen. Ein Verein, bzw. ein Dorf, das mit den ersten vier Buchstaben des schönsten Bundeslandes anfängt, muss eigentlich zwangsläufig sympathisch sein. Hier trifft es auf jeden Fall zu. Ich hab leider vergessen zu fragen, welches Bier ausgeschenkt wurde, aber da mir der gezapfte Gerstensaft gut schmeckte, wurde der Platz am Steuer an Pia übergeben. Dazu gab es Rote und eines der, wenn nicht das beste Stadion Essen meiner "Karriere" überhaupt. Fleischbrot. Unglaublich lecker. Frisches Brot, saftiges, würziges Fleisch und Zwiebeln. Hab ich schon erwähnt, dass das mega lecker war? Hessga isch a schönes Dorf. Erfreulicherweise ging Hessigheim in Führung und die war auch nicht unverdient. Allerdings konnten die Gäste noch vor der Pause ausgleichen. Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer ein munteres Spiel und ich ein Tor zu wenig, denn ich hätte irgendwie einen Endstand von 2:4 gesehen. Noch weniger Tore haben zwei Hopper Mistvögel aus Homburg im Saarland gesehen. In Heilbronn haben sie zumindest nur die Nachspielzeit geschwänzt, aber hier sind sie irgendwann mitten in der zweiten Hälfte abgehauen. Das haben die beiden Mannschaften und der Verein nicht verdient. Euch soll der Blitz beim Kacken treffen. Durch die Niederlage von Besigheim im Parallelspiel schafften die Gäste mit dem eigenen Sieg den Sprung auf Platz 2 und somit wie Schwaigern zuvor auf den Relegationsplatz zum Aufstieg in die Landesliga. Der TASV rutscht einen Platz runter auf die Zehn. Aldingen feierte den Einzug in die Relegationsrunde und Hessga den Saisonabschluss und die Verabschiedung des Spielers Filippo Russo, der in 179 Spielen für den TASV auf 134 Tore und 62 Assists und somit auf stattliche 196 Scorerpunkte und damit auf mehr Torbeteiligungen als Einsätze kommt. Eine Vereinslegende geht und auch wir gingen, aber nicht ohne die Empfehlung an die Leser zum TASV Hessigheim zu gehen.