08.08.26 15:00 SV Atlas Delmenhorst - VfB Lübeck 2:0 (0:0), Städtisches Stadion Düsternortstraße, Regionalliga Nord, 2.016 Zuschauer
Zeit für Veränderung, aber erstmal Urlaub. Ab in den Norden. Delmenhorst im Oldenburger Land ist nicht nur eine der zehn größten Städte Niedersachsens, sondern auch Geburtsort der berühmten „Brüh im Glanze dieses Lichtes“ Sängerin Sarah Connor. Vielleicht ist ihr Geburtshaus ja eine Pilgerstädte für Fans. Weniger sehenswert wie das Rathaus und die Stadt allgemein wird es jedenfalls nicht sein. Vor der Insolvenz 2002 spielte Atlas einige Jahre in der jeweils drittklassigen Regional- bzw. Oberliga Nord und erreichte nach Siegen gegen Wesselburen, Oberhausen und Offenbach in der Saison 80/81 das Achtelfinale des DFB Pokals. Dort war gegen Gladbach Schluss und Pokalsieger wurde am Ende Europas beste und größte Mannschaft. Seit der Neugründung 2012 ging es stetig bergauf bis zur Oberliga, zwischen der und der Regionalliga man nun pendelt. Drei weitere Pokalteilnahmen sind seitdem dazugekommen. Der Zuschauerrekord im Stadion Düsternort stammt aus dem Jahr 1962, als in der Aufstiegsrunde zur erstklassigen Oberliga Nord 7.000 Zuschauer zum Vor-Vorgänger SSV Delmenhorst gegen Arminia Hannover kamen. Zu Gast war heute kein geringerer als einer der beiden größten Fußballvereine Schleswig Holsteins. Der einmalige Pokalhalbfinalist, ehemalige Erstligist, Teilnehmer der 2. Bundesliga und 18 malige SH Pokalsieger VfB Lübeck. Der Gästeblock blieb leider geschlossen, da es nach einer Szene internen Schlägerei zwischen dem Ultra’ Kollektiv Lübeck und den Halunken noch keine Einigung gibt. Wie so oft geht es dabei auch um Politik und man gibt sich gegenseitig die Schuld am Konflikt. Politik gehört auf den Wahlschein und nicht ins Stadion! Ein paar Lübecker waren inkognito da. Die Heimfans hatten eine Fahne mit einem ziemlich coolen Legomännchen und machten etwas Stimmung. Das Spiel war kein Leckerbissen, aber Delmenhorst machte seine Sache gut und brachte das Spiel und den Sieg verdient nach Hause. Das Stadion gefällt, die Zuschauerzahl auch und der ordentliche Bierkonsum ebenfalls. Ganz besonders hervorzuheben ist allerdings die allgemeine Getränkeauswahl auch abseits des Haake Beck. Ich sach ma so, da sind Profis am Werk. Aperol Spritz, Weißwein, Bacardi, Havanna, Korn, Gin und Jägermeister. Top, top, top. Dat is Fußball fürs Volk hömma. Abpfiff, Abmarsch, Abfahrt und weiter nach Sankt Peter Ording in Nordfriesland mit seinem 12 km langen Sandstrand. Nordsee. Das bedeutet, dass man an diesem schönen Strand nicht immer im Wasser planschen kann, sondern auch manchmal nur Matsch vorfindet. Heute Abend war das Wasser da, nur die Sonne verschwand.
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