Mainz… Ich könnte so viel dazu schreiben und sagen, aber ich will mich ja weniger aufregen, weniger fluchen und außerdem ist jedes Wort zu viel Aufmerksamkeit für diese Kasper. Es ist kein Derby. Dafür bräuchte es eine gemeinsame Vergangenheit, die es aufgrund der Mainzer Bedeutungslosigkeit aber nicht gibt. Durch die Anreise per Schiff ist es jedoch keine alltägliche Auswärtsfahrt. Der O-Ton unserer Reisegruppe war weitestgehend gleich. Freude auf die gemeinsame Schifffahrt, aber am liebsten würde man dann ohne Spiel wieder zurück fahren. Egal wie schlecht und sinnlos Mainz ist, seit dem Aussterben der Dinosaurier konnten wir dort nicht gewinnen. Außer während Corona und das hat ja keiner gesehen. Es stand daher immer die Angst im Raum, etwas einmaliges zu verpassen, falls das Unmögliche möglich werden sollte. Also fährt man doch wieder auf den Mainzer Acker. Dann stehst du da im Block und könntest einfach nur kotzen. Diese komischen bunten Farben, die perverse Uffta-Uffta Scheiße und dieser Stadionsprecher, bei dem man sich unweigerlich fragt, warum der Erzeuger seine Ladung nicht einfach in ein Taschentuch rotzen konnte, um der Welt dieses Elend zu ersparen. So viel Fremdscham. Nee, einfach nee. Scheiß Mainz! Lächerliche Clowns von A bis Z. Auswärtssieg! Das frühe 1:0 von Uzun. Der gehaltene Lappen Elfmeter. Das 2:0 von Burkardt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Geil! Beim 3:0 erneut durch Uzun in der 60. wurde langsam klar, dass die Welt sich endlich richtig herum dreht. Es hätte so schön sein können und es war auch schön, aber kurz vor Schluss fiel noch das 3:1. Egal könnte man meinen, aber nicht in Köln und nicht in Mainz. Diese Tormelodien lassen nämlich selbst Mutter Teresa, den Dalai Lama und die Glücksbärchis zu hassenden, aggressiven und unkontrollierten Massenmördern werden. Widerlich. Frankfurt gewinnt in Mainz, die Ordnung des Systems ist hergestellt. Eintracht!
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