Montag, 28. Juli 2025

Helsingborgs IF - Varbergs BoIS

28.07.25 19:00 Helsingborgs IF - Varbergs BoIS 1:2 (0:0), Olympia, Superettan, 9154 Zuschauer

In der mit knapp über 100.000 Einwohnern achtgrößten Stadt Schwedens war ich zwar schon, da es hier aber zum Fußball ging, war ein erneuter Gang durch die Stadt obligatorisch. Der zweitgrößte Hafen des Landes, das eingepackte Rathaus und die Treppen hoch zur ehemaligen Befestigungsanlage waren noch nicht alles. In alter Reinhold Messner Manier bestieg ich auch den Kärnan, den mittelalterlichen Turm, der über der Stadt thront. Sportskanone. Helsingborgs Idrottsförening. Gründungsmitglied der Allsvenskan, fünffacher Meister und fünffacher Pokalsieger. Aktuell leider nur Zweitligist, aber einer mit Strahlkraft. Der letzte Erfolg war das Double 2011. In der laufenden Saison steht man allerdings nur auf Platz 10 und die Gäste schielen aktuell nach oben. Die Kurve war voll bis auf den letzten Platz und bei der Hymne haben die mal richtig einen abgerissen. Zum Spielbeginn war das auch richtig laut. Jeder Angriff wurde bejubelt und bei jedem Ballbesitz des Gegners gab es ein Pfeifkonzert. Der folgende Support war auch jedes Mal stark und laut, aber nicht durchgängig, sondern kam immer nur häppchenweise. Trotzdem ein starker Auftritt. Es ist immer mal die Rede von legalem Einsatz in Schweden, aber bei der kleinen Pyro Show mit 4-5 Fackeln haben sich die Jungs hier vermummt. Die Gäste aus dem 150 km entfernten Varberg waren mit einer Busladung hier. Das Spiel gefiel mir. Ein sehr aktiver Kick. Hin und her. Besonders gut fand ich, dass der Schiedsrichter nicht jeden Scheißdreck wie bei uns abgepfiffen hat und die Spieler sich auch nicht ständig fallen gelassen haben, wie unsere überbezahlten Schauspieler. Die zweite Hälfte war kaum angepfiffen, da stand es 1:0. Keine 10 Minuten später klingelte es aber auch auf der anderen Seite und gut zehn Minuten vor Schluss drehten die Gäste das Spiel. Schade. Das Stadion heißt übrigens nicht wegen der Olympischen Spiele so, sondern weil es im Stadtteil Olympia liegt. Vorm Umbau war es ein sehr schönes Stadion. Jetzt ist die Spielstätte der WM 1958 halt zweckmäßig modern, wie es die UEFA und der neue Fußballkonsument lieben. Mit Abpfiff der Partie war der Montags Doppler mit zwei Zweitliga Stadien eingetütet.







Landskrona BoIS - Kalmar FF

28.07.25 15:00 Landskrona BoIS - Kalmar FF 1:0 (1:0), Landskrona IP, Ligacupen Elit Södra, 94 Zuschauer

Kopenhagen ist zwar schön, aber da ich schon mehrfach dort war, ließ ich es genauso links liegen wie Malmö, wo ich auch schon war und eh nochmal zum Fußball hin muss. In der 32.000 Einwohner beherbergenden Hafen- und Industriestadt Landskrona wurde aber ein Stopp gemacht. An der sehenswerten Zitadelle wurde der morgendliche Kaffe nachgeholt und dazu gab es eine Walnussschnecke, da sie leider keine Nougatringe hatten. 1560 war die Burganlage fertiggestellt und diente neben militärischen Zwecken auch lange als Gefängnis. Gemeinsam mit der Selma Lagerlöfs Staty warf ich einen Blick in den Öresund, die Meerenge zwischen dem dänischen Seeland und dem schwedischen Schonen, die die Ostsee mit dem Kattegat verbindet. Ein Gang durch die Stadt und weiter zum nächsten Programmpunkt. Pro Montag 15:00! Kurz nach Spielbeginn waren 68 Zuschauer da, zwischendrin hab ich dann mal 94 gezählt und wahrscheinlich war es am Ende dreistellig. Der Vizemeister von 1938 und Cupsieger von 1972 war Gründungsmitglied der Allsvenskan und kickt aktuell in der zweiten schwedischen Liga. Da ich ja doch irgendwie ein Hopper Mistvogel bin, konnte ich den Doppler am Montag mit der hiesigen U21 nicht ausschlagen, auch wenn ich doch etwas überlegen musste. Abhaken das Ding hier im großen Sportkomplex. Bei schönem Sonnenschein bekamen die Zuseher auch eine ganz ordentliche Partie Rasenschach zu sehen, wenn auch größtenteils von 16er zu 16er. Mathematisch gesehen ist eine 1 immer eine 1. Beim Fußball ist das erste Tor für den neutralen Zuschauer aber immer mehr wert als die weiteren und das fiel glücklicherweise. Das Stadion ist bekannt durch das Länderspiel zwischen den Färöer Inseln und Österreich, bei dem 1990 die Nationalmannschaft der Ösis gegen die Färöer verlor. Da es auf den Schafsinseln nur Kunstrasenplätze gab, die bei der EM Quali nicht zulässig waren, fand das Spiel in Schweden statt.






Sonntag, 27. Juli 2025

FC Nordsjaelland - Bröndby IF

27.07.25 18:00 FC Nordsjælland - Brøndby IF 0:1 (0:1), Right to Dream Park, Superligaen, 6.711 Zuschauer

Urlaub! Da ich meinen Job gekündigt habe, musste dieser etwas anders als geplant eingesetzt werden. Der eigentliche Plan mit den Färöer Inseln wurde aus finanziellen Gründen verworfen und auch alles andere gestaltete sich etwas schwierig. Nen Kopp für die Planung hatte ich nämlich net. Kurzfristig und Ferien sind dafür aber auch ne ganz schlechte Kombination. Am Freitag stand mit der Benrather Bierbörse und dem traditionellen Treffen mit geilen Leuten ein Fixpunkt und folgenden Samstag mit der Sommerfeier des Fanclubs ein weiterer Fixpunkt etwas im Weg. Allerdings nicht verhandelbar und fest eingeplant. Zeug ins Auto und einfach drauf los war die Devise. Ein reines Fußballwochenende in Belgien mit drei neuen Erstligisten oder ab in den Norden waren die Optionen. Man muss da flexibel sein. Von der Bierbörse in Düsseldorf ging es erstmal nach Klütz an die Ostsee. Für mein erstes Spiel am Sonntag nördlich von Kopenhagen hätte ich über Flensburg, das dänische Festland und Fyn fahren können. Da die Fähre unverschämt teuer war, hätte ich dabei Geld gespart. Allerdings sammel ich vermutlich noch genug Meilen und sparte mir die 200km extra. So eine Fahrt mit der Fähre sorgt ja auch für etwas Urlaubs Stimmung. Puttgarden - Rødby, ich komme. Für diesen Kick verlangte der Verein eine Booking history eines nicht Bröndby Spiels. Auf meine Anfrage per Mail bekam ich den Account aber freigeschaltet. Tak! Der FC Nordsjaelland spielt in Farum, einem 20.000 Einwohner Ort, 20 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt. Sjælland ist der Name der Insel, auf der eben auch Kopenhagen liegt. Nordsjaelland ist wie in Dänemark nicht unüblich ein Zusammenschluss vieler Dorfvereine, die eine Region vertreten sollen. Da beide Mannschaften ihr erstes Spiel gewonnen haben, ist das am 2. Spieltag das Topspiel des Dritten gegen den Ersten. Rein von der Entfernung her könnte man hier von einem Derby sprechen, aber das ist natürlich quatsch. Ähnlich wie bei Frankfurt in Mainz ist hier ein Traditionsverein mit ner großen Fanbase zu Gast bei Schmutz. Wenn man nichts erwartet, kann man eigentlich nicht enttäuscht werden. Nichts ist fantechnisch gesehen aber ein Vergleich mit Kalibern wie dem SV Sandhausen und nicht mit dem TSV Norf. Das war einfach nur traurig auf der Heimseite. Zum Glück stand auf der anderen Seite Brøndby, ohne die ich auch gar nicht hier gewesen wäre. Die Damen und Herren in Gelb erfanden das Rad heute zwar nicht neu oder rissen Bäume aus, sorgten aber für Fußballatmosphäre und lieferten im restlos gefüllten Gästeblock einen guten und unterhaltsamen Support ab. Danke. Das Spiel? Schwere Kost. Boring würde der Insulaner dazu sagen. Standfußball. Die Heimelf war grundsätzlich das ganze Spiel über bemühter. Brøndby zog in der 16. Minute aber einmal im 16er ab und setzte den Ball neben dem Pfosten in die Maschen. Danach standen sie hinten gut und die Hausherren hätten sich bewegen müssen, um mal einen schnellen Ball durchzubringen. Wäre, wäre Fahrradkette. Ich gönne es den Gelben, aber das war eigentlich ein klassisches 0:0 Spiel. Die Brunnenstädter kamen in der zweiten Hälfte erst in der Schlussphase überhaupt mal vors Tor, hatten dabei aber die zwei besten Abschlüsse. Farum, bitte steigt einfach ab.




Sonntag, 20. Juli 2025

KGS Bree - Torpedo Hasselt

20.07.25 16:00 Koninklijke Groene Star Bree Beek - FC Torpedo Hasselt 5:7 n.E. (2:2), Complex Geussenstraat, Beker van Belgie, 200 Zuschauer

Die exakt vierwöchige Sommerpause ist vorbei. Ganz ohne sinnlosen Testspiel Bums. Nun stehe ich nach unfassbar langen zehn Monaten endlich mal wieder an einem Sportplatz in Belgien und verfolge ein Pokalspiel. Ein Sechstligist empfängt einen Ligakonkurrenten. Ein paar überdachte Stufen und selbiges nochmal mit Sitzgelegenheiten hat der Platz zu bieten. Dafür nehme ich eine gut 3 1/2 stündige Rückfahrt in kauf und bin deshalb vor einem beschissenen Arbeitstag erst spät zu Hause. Erklär das mal einem normalen Menschen. Ein Rasenplatz mit zwei Tribünchen wird das einem Skeptiker nicht näher bringen können. Vielleicht aber die Tatsache, dass es Menschen gibt, die sich nicht melden, wenn sie in meiner neuen und alten Heimat sind. Welche, die sich melden und nachfragen. Sorry und schade, dass es nicht gepasst hat. Und eben solche, die sich aktiv in diese Richtung bewegen würden, wenn es ein „go“ geben würde. Leider sollte auch das bisher nicht sein. Mit eben dieser Person stand nun aber ein Mitfahrer parat und diese Tatsache bedarf dann auch gar nicht mehr der Rechtfertigung eines Frituurbesuchs, der sich nichtsdestotrotz natürlich immer lohnt. Ein weiterer Kollege der Kategorie "Schade dass es nicht geklappt hat" war dann auch noch dabei und dem Fanboy gefiel es sehr, dass mit einem Podcast Promi auf den letzten Drücker noch ein weiterer Lad im Auto saß. Nach dem Besuch beim asiatischen Frittier Meister des Vertrauens ging es zum Platz. Sektion Hemel verschwand direkt hinterm Tresen und agierte dort stets dual. Auch Sektion Bremen bekam seinen ersehnten Pax Check-Inn. Nur Sektion Mettmann war traurig, dass wir rund 04 Minuten zu spät im Ground waren. Prioritäten setzen. Da machste nix. Zumindest bekamen wir von einem heftigen Regenschauer auf dem Weg dorthin noch schön den Arsch gewaschen. Trotz der Unterstützung von einem halben Dutzend Jung-Ultras mit zwei Fahnen, gerieten die Hausherren mit 2:0 in Rückstand. Der Support beflügelte später allerdings doch noch und auch wenn dem 1:2 ein verschossener Elfmeter samt verballertem Nachschuss folgte, retteten sich die Hausherren kurz vorm Ende mit 2:2 ins Strafschoppen. Das dann nach einem weitern Fehlschuss allerdings mit 3:5 endete. Prost auf Rani Günter, Danke an die geilen Mitfahrer und Gruß an den weiteren Stadiontouristen vor Ort.




Sonntag, 22. Juni 2025

Germania Großkrotzenburg

22.06.25 15:00 FC Germania Großkrotzenburg - SV Pars Neu Isenburg 1:2 (0:2), Sportanlage Am Oberwald, Relegation U19 Gruppenliga Frankfurt, 150 Zuschauer

Für den letzten Spieltag in Sachsen hat dieses Wochenende die Motivation gefehlt und vielleicht sollten die Münzen auch im Geldbeutel bleiben. Irgendwann muss ja schließlich auch mal Urlaub gemacht oder vielleicht die Zeit zwischen zwei Jobs sinnvoll genutzt werden. Wer weiß. Umme Ecke fand heute aber noch ein Relegationsspiel statt, mit dem die Saison 24/25 höchstwahrscheinlich abgeschlossen wird. Großkrotzenburg gehört nicht zu Hanau, wie ich fälschlicherweise mal dachte, sondern ist eine eigenständige Gemeinde im Main-Kinzig-Kreis. Bekannt durch das Kraftwerk Staudinger mit seinen markanten Kühltürmen. Wenn man bis über den Waldsee spucken kann, spuckt man schon nach Bayern. Alternativ spuckt man nach Klein-Krotzenburg in den Kreis Offenbach. Hawk Tuah. Auf dem Rasenplatz mit Tribüne, den die erste Mannschaft laut fussball.de so gerne verschmäht, fand heute die U19 Gruppenliga Relegation zwischen den Fußballkreisen Hanau und eben dem Verbotenen statt. Hawk Tuah. Meister müssen aufsteigen, aber wenn der abscheuliche Kreis Offenbach darunter zu leiden hat, kann ich damit leben. Das Hinspiel ging nämlich bereits mit 5:1 nach „Hanau“. Die „Hausjungen“ ließen den Ball auch besser laufen. Zumindest wirkte das flüssiger. Die Gäste, die den Landkreis OF optisch sehr gut vertraten, waren aber deutlich offensiver zugange und gingen daher verdient mit einem addierten 5:3 in die letzten 45 Minuten der Saison. Was mir gefiel, waren nicht nur die leckere Rindswurst und das gezapfte Schlappeseppel Weissbier, sondern auch, dass sehr viele Zuschauer in Germanen Klamotten rumliefen, was von Zusammenhalt und Identifikation mit dem lokalen Verein zeugt. Der eingewechselte 7er machte mächtig Druck auf seiner Seite und ne rote Karte nach ner Tätlichkeit für die Talahons und das 1:2 machten alles klar. Die Jungs haben sich natürlich gefreut und etwas gefeiert, waren aber spürbar platt bei 36 Grad im Schatten, den es auf dem Platz natürlich nicht gab. Glückwunsch zum Aufstieg an die Germanen aus Großkrotzenburg! Tschö bis 25/26




Donnerstag, 19. Juni 2025

FV Biebrich - Eintracht

19.06.25 15:30 FV Biebrich - Eintracht Frankfurt 4:2 (1:1), Sportanlage Am Reis (Kelkheim), Finale U19 Hessenpokal, 700 Zuschauer

Letztes Wochenende wollte ich ursprünglich ins nahe Thüringen, was aufgrund der Wettervorhersage ins Wasser fiel. Auf ein mögliches Spiel der A-Jugend Hessenliga auf Kunstrasen habe ich dann am Sonntag zu Gunsten der Vernunft und gegen die Sucht entschieden. Heute war es aber wieder Zeit für Fußball und es stand mein drittes Pokalspiel der Eintracht U19 in dieser Saison auf dem Plan. Das Finale gegen den FV Biebrich fand in Kelkheim im Taunus auf dem sonst kaum bespielten Rasenplatz der TuS Hornau statt. Vorher ging hier schon das U17 Endspiel über die Bühne, in dem die Eintracht 1:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden verloren hat. Im seltsamen neuen Ligasystem im Achtelfinale ausgeschieden, war die Eintracht gegen den Dritten der Hessenliga klarer Favorit. Im Halbfinale konnte Biebrich allerdings auch schon den SV Darmstadt bezwingen. Bei der Eintracht folgte klaren Siegen gegen SV Nordhausen, FC Bayern Alzenau und die JSG Nidda/Schotten ein Sieg nach Verlängerung gegen den KSV Hessen Kassel und ein knapper Sieg gegen den FSV Frankfurt bis ins Finale. Schönster Sonnenschein, ne ordentliche Zuschauerzahl und eine gute Organisation seitens der Tus Hornau sorgten für einen würdigen Rahmen. Glückwunsch an den FV Biebrich zum verdienten Pokalsieg! Jürgen Grabowski wäre sicher stolz auf euch. Auch wenn das nicht die erste Garde der Eintracht U19 war und vermutlich einige Spieler bei der U19 EM sind, darf man dieses Finale nicht so herschenken. Das Spiel war sehr berechenbar, mit vielen einfachen und unnötigen Ballverlusten und schlechten Abschlüssen. Die Wiesbadener waren läuferisch, kämpferisch und spielerisch besser. Den Rückstand konnte die Eintracht vor der Pause ausgleichen und in ihrer stärksten Phase nach Wiederanpfiff in Führung gehen. Dann musst du das Ding als Favorit nach Hause bringen, aber es fehlte einfach der nötige Wille, den die Blauen hatten und das Spiel so auch dank eines Elfmeters erneut drehten. Ein schöner Treffer zum Endstand setzte den Deckel drauf. Einer Pokalsieger Humba folgte die Pokalübergabe und wenn man das lustlose Spiel zugrunde legt, hätten sich die Jungs der Eintracht vermutlich nicht so sehr über den Sieg gefreut. Schließlich war es nach dem Aus im Achtelfinale des DFB Pokals nur der zweite Pokalwettbewerb für die Riederwälder. Daher nochmal Glückwunsch an den verdienten Sieger. Über Liga und Pokal sind nächste Saison beide für den Pokal qualifiziert und die Eintracht durch die CL Teilnahme der Profis zusätzlich für die Youth League. Dafür müssen sich die Jungs gewaltig steigern. 




Montag, 9. Juni 2025

Hanauer FC - Hanauer SC

09.06.25 16:30 1. Hanauer FC 1893 - Hanauer SC 0:4 (0:1), Herbert Dröse Stadion, Finale Kreispokal Hanau, 1.000 Zuschauer

Heeme. Aber natürlich nicht ohne Fußball, denn im Kreis Hanau stand am heutigen Pfingstmontag noch das Pokalendspiel und Derby zwischen Spor Klübü von 1960 und dem ältesten hessischen Fußballverein von 1893 auf der Agenda. Natürlich lockte das Dröse Stadion auch eine Menge Hopper und Stadiontouristen an. Einer der ältesten und am häufigsten getragenen Hüte überhaupt, aber da die Barra neben Düsseldorf auch mit Bremen und Leverkusen vertreten war, durfte sich Frankfurt nicht bitten lassen. Schlussendlich ist dieses gute Stück ja auch ein Stadion, das man gar nicht oft genug beehren kann und das mich auch irgendwie immer wieder fasziniert. Das Stadion liegt soweit ich weiß nicht in Wilhelmsbad, wie man meinen könnte, sondern in Kesselstadt. Das Stadion ist heutzutage der Spielort des HSC. Der HFC spielte zwar früher hier, aktuell aber auf der eigenen Anlage nur rund einen Kilometer entfernt. Die 93er waren vorm zweiten Weltkrieg eine große Nummer des hessischen und auch des deutschen Fußballs. In der "Neuzeit" war eine Saison in der 2. Bundesliga 1978 allerdings der größte Erfolg und aktuell kann man sportlich gesehen froh sein, in der Hessenliga zu spielen. Die Oberliga dürfte ein Verein wie der HFC aber nie wieder nach unten verlassen. Forza HFC. Das Spiel war leider eine klare Angelegenheit und nach 13 12 der Hessenliga Tabelle sah das nicht aus. Eher sah das jederzeit nach einem Klassenunterschied und einem nie gefährdeten Sieg aus. Die Supporters Hanau hatten wohl alles an Bannern, Fahnen und Manpower dabei, was irgendwie aufzutreiben war. Auch wenn die Fahnen nur zum Intro alle gleichzeitig in der Luft waren und der Support aufgrund des Ergebnisses nicht immer wahrnehmbar war, verpassten die HFC Supporter dem Finale einen würdigen Rahmen. Sehr schön. Dank des Namenssponsors gab es kein hessisches Bier, sondern das aus Krombach und so war ich dankbar über den guten Äppler von Walther. Da es keine richtige Rindswurst, sondern nur die türkische Variante gab, gönnte ich mir voller Vorfreude Köfte für stolze 7€, aber leider waren diese so gut wie gar nicht gewürzt. Egal. Mit netten Leuten ging das lange Wochenende nach sechs Spielen und 26 neuen Check-ins gut zu Ende. Was freu ich mich auf die scheiß Arbeit.