31.07.14. 20:30 Club Brugge KV - Brøndby IF 3:0, Jan Breydelstadion, Europa League Qualifikation, 21.000 Zuschauer
Ein Spiel unter der Woche und im Ausland, das heißt früher Feierabend machen und bis zum Schluss hoffen, dass es auch klappt. Heute hat es geklappt und im Mercedes Mietwagen ging es mit Fahrer Dion (ich hab mich nicht verschrieben, er ist wirklich gefahren), Joachim und Benjamin aus Graz ab Düsseldorf los. Kurz vorm Stadion dann noch ne Stärkung in ner Frituur und weiter, Auto abgestellt und zu den Rest zu Fuß gelaufen. Das Stadion sieht man erst kurz bevor man da ist, aber es lohnt sich. Ein echt nettes Teil, dieses Jan Breydelstadion. Benannt nach einem Freiheitskämpfer und Anführer der Brügger Frühmette im Kampf gegen die überall unbeliebten Franzosen. Ja so eine Fahrt kann auch einen bildenden Charakter haben. Das gute Stück bietet vier Tribünen, jeweils mit überdachtem Oberrang und unüberdachtem Unterrang. Wir nahmen für humane 10€ im überdachten Teil neben dem Gästeblock platz. Einen kleinen Punkt Abzug gibt es hier für die nicht besondere Beinfreiheit. Der Biertest fiel heute leider aus, da man nur mit einer dämlichen Plastikkarte an das kühle Blonde kam. Dafür legten die Gäste neben uns aber richtig laut und gut los und und spannten ein Europacup Banner, da stieg die Freude natürlich. Zum Intro gingen dann ein paar Fackeln an und plötzlich lag der ganze Gästeblock in rotem Licht. Ich schätze, dass es rund 30 Bengalos gewesen sind, einfach geil! Dazu wurden noch einige gelb-blauen Balken- und Karo Fahnen geschwenkt. Neben dem tollen Bild war auch die Lautstärke enorm und ich bekam wieder richtig Lust auf Europacup mit der Eintracht. Der Support der Gäste war dann das ganze Spiel über mehr als ordentlich. Die Mitmachquote bei Klatscheinlagen und Gesängen war enorm hoch und auch das Repertoire war sehr abwechslungsreich mit vielen netten Melodien. Außerdem gab es noch eine Shirt- Parade. Ein durchweg gelungener Auftritt! Nur das präsentieren einer geklauten Brügge Fahne oder Decke war völlig unnötig, damit kann ich einfach gar nichts anfangen. Vor allem da es kein Ultra Teil war, sondern ein normales Fanshop Ding. Immerhin hat der vermummte sich beim Versuch des verbrennens doch gut blamiert, da es ihm nicht gelingen wollte - affig. Ebenfalls sinnlos war auf der anderen Seite das bepöbeln der Gäste nach den Treffern, denn die Pöbelnden wären im Fall der Fälle sicher alle gerannt. Da können sie sich ihre "kommt doch" Gesten auch sparen - Idioten. Da denk ich gerne an das Spiel BFC gegen Lautern. Das Heimteam hatte auch einen kleinen Support Block mit ein paar Bannern und Fahnen, die auch relativ durchgängig aktiv waren. Gehört hat man sie bei uns aber nur wenn sie auch Andere zum Mitmachen animieren konnten und das kam nicht oft vor. Brøndby war anfangs die aktivere Mannschaft, aber die besseren Torchancen hatte Brügge und daher war das Tor auch die logische Konsequenz. Nach dem 2:0 waren die Dänen dann völlig von der Rolle und im zweiten Durchgang kamen sie kaum noch vors Tor. Brügge brachte den Sieg verdient über die Zeit und musste nur die letzten zehn Minuten noch mal etwas "zittern", denn mit dem 3:1 hätte es im Rückspiel nochmal spannend werden können. Und noch was aktuelles, da in Düsseldorf gerade Schuhmesse ist... Nicht ein Spieler trug heute klassisches Schwarz an den Füßen. Zurück ging es dann zu fünft und nach zu wenig Schlaf klingelte auch schon bald und viel zu früh der Wecker.
Donnerstag, 31. Juli 2014
Samstag, 26. Juli 2014
Bayern Hof und SpVgg Selbitz
26.07.14. 15:00 SpVgg Bayern Hof - SV Viktoria Aschaffenburg 1:1, Stadion Grüne Au, Bayernliga Nord, 640 Zuschauer
Von meiner Heimat bis Hof sind es 320 km, deshalb war ich mir bis zum Schluss nicht ganz sicher ob ich nicht doch was näheres mache, aber am Ende hat dann doch der beste Ground den Zuschlag bekommen. Da die Autobahnen fast komplett offen und frei waren verging die Zeit mit meinem kranken Musik-Mix von den Flippers über David Guetta zu Frei.Wild nicht nur schnell sondern auch gut. Nach nem kurzen Trip durch die Stadt ging es ins Stadion und dort wartete dann die erste Enttäuschung. Die hohe Zahl an Stufen hinter einem der Tore wurde größtenteils mit Kies aufgeschüttet und es gibt dort nur noch fünf Reihen im oberen Teil. Trotzdem ist der Ground ein geiles Teil, denn die überdachte Holztribüne mit Sitzreihen ist echt was feines. Die andere Seite bietet einige alte Stehränge und dahinter im mittleren Teil nochmal eine überdachte Tribüne mit Sitzschalen. Außerdem handelt es sich um ein reines Fußballstadion, richtig eng. Hinterm anderen Tor befindet sich der Gästeblock, ebenfalls mit ungefähr fünf Reihen ausgestattet und hier hingen drei Banner der Gäste, die heute im Dutzend angereist sind. Oh man, was hab ich früher als Kind von einem Dutzend gehalten bevor ich wusste wieviel das ist, das hörte sich irgendwie nach so wahnsinnig viel an... Da hätte ich mit ein paar Gästen mehr gerechnet. Ebenfalls enttäuscht war ich von den Heimfans. Zwar hingen hier ein paar Zaunfahnen mehr, aber sonst gab es optisch nichts weiter und auch akustisch kam da außer ein paar wenigen Anfeuerungen nicht wirklich viel, lediglich der Szenenapplaus viel sehr ordentlich aus. Da bin ich wohl einfach mit falschen Vorstellungen angereist. Diese Begegnung gab es im letzten Jahr noch in der Regionalliga und so war das auf dem Feld für die fünfte Liga dann auch durchaus ansehnlich. Die frühe Führung für Hof, der späte Ausgleich von Aschaffenburg und mit dem Schlusspfiff noch ein Lattentreffer für die Hofer, soviel in Kürze. Die erste Halbzeit ging dabei an die Hausherren, aber auch die Gäste spielten ordentlich mit und kamen zu guten Torchancen, so dass hier ein nettes Spiel zu sehen war. In der zweiten Hälfte hatten die Aschaffenburger dann die Nase vorne und Hof wirkte das ein oder andere Mal unkonzentriert und unsicher. Der späte Ausgleich war somit logisch und verdient. Das Paar Würstchen schmeckte wirklich gut und wollte daher auch nicht alleine bleiben. Die flüssige Nahrung musste natürlich auch getestet werden und das kann man beim "normalen" Bier, dem Landbier und dem alkoholfreien Weizen wenig überraschend auch als Erfolg verbuchen. Da man hier mit Halben ne vernünftige Größe bekommt hab ich mich an das richtige Weizen nicht mehr rangetraut, denn das Auto wartete ja. Ein für Eintracht Fans Bekannter sitzt übrigens bei der Viktoria auf der Trainerbank, Slobodan Komljenovic.
26.07.14. 17:00 SpVgg Selbitz - SG Quelle Fürth 1:1, Sportplatz Grüne Au, Landesliga Nordost, 147 Zuschauer
Ein Doppler oder die Heimfahrt? Diese Frage stellte sich jetzt und da ich nun eben schon mal da war und die Strecke für 90 Minuten Fußball eigentlich zu lang ist machte ich einfach 180 draus, oder ehrlicherweise 170, denn ganz pünktlich kam ich beim zweiten Kick nicht an. Letztes Jahr spielte Selbitz in der Bayernliga, aber man ist abgestiegen und spielt nach wie vor eine Liga unter dem großen Nachbarn. Nur eine Klasse tiefer als das Spiel vorher also, was sich hier aber anfühlt wie Welten. Der Platz soll laut Verein 4.000 Zuschauern Platz bieten, bei lediglich einem kleinen Grashang möchte ich das jetzt mal anzweifeln. Das Spiel war okay und auch hier ging das Heimteam in Führung, die dann von den Gästen ausgeglichen wurde. Der Ausgleich fiel durch einen Elfmeter und mit dem waren die Zuschauer nicht einverstanden. Mit der Leistung des Schiedsrichters generell und der harten Spielweise der Gastmannschaft konnten sie sich auch nicht anfreunden. Nach zwei verletzungsbedingten Wechseln, bei denen ein Spieler sogar ins Krankenhaus gefahren werden musste, auch nachvollziehbar. Zumindest war das harte Spiel und das noch härtere Gepöbel in der Schlussphase schön unterhaltsam. Ein Skandal war es, dass man zu Beginn des zweiten Durchgangs bereits keine Würste mehr im Angebot hatte. Auch wenn mich das jetzt nicht so sehr interessiert wie Andere kann man positiv erwähnen, dass es hier ne richtige Eintrittskarte mit Spielpaarung und eine richtige Stadionzeitung gab.
Von meiner Heimat bis Hof sind es 320 km, deshalb war ich mir bis zum Schluss nicht ganz sicher ob ich nicht doch was näheres mache, aber am Ende hat dann doch der beste Ground den Zuschlag bekommen. Da die Autobahnen fast komplett offen und frei waren verging die Zeit mit meinem kranken Musik-Mix von den Flippers über David Guetta zu Frei.Wild nicht nur schnell sondern auch gut. Nach nem kurzen Trip durch die Stadt ging es ins Stadion und dort wartete dann die erste Enttäuschung. Die hohe Zahl an Stufen hinter einem der Tore wurde größtenteils mit Kies aufgeschüttet und es gibt dort nur noch fünf Reihen im oberen Teil. Trotzdem ist der Ground ein geiles Teil, denn die überdachte Holztribüne mit Sitzreihen ist echt was feines. Die andere Seite bietet einige alte Stehränge und dahinter im mittleren Teil nochmal eine überdachte Tribüne mit Sitzschalen. Außerdem handelt es sich um ein reines Fußballstadion, richtig eng. Hinterm anderen Tor befindet sich der Gästeblock, ebenfalls mit ungefähr fünf Reihen ausgestattet und hier hingen drei Banner der Gäste, die heute im Dutzend angereist sind. Oh man, was hab ich früher als Kind von einem Dutzend gehalten bevor ich wusste wieviel das ist, das hörte sich irgendwie nach so wahnsinnig viel an... Da hätte ich mit ein paar Gästen mehr gerechnet. Ebenfalls enttäuscht war ich von den Heimfans. Zwar hingen hier ein paar Zaunfahnen mehr, aber sonst gab es optisch nichts weiter und auch akustisch kam da außer ein paar wenigen Anfeuerungen nicht wirklich viel, lediglich der Szenenapplaus viel sehr ordentlich aus. Da bin ich wohl einfach mit falschen Vorstellungen angereist. Diese Begegnung gab es im letzten Jahr noch in der Regionalliga und so war das auf dem Feld für die fünfte Liga dann auch durchaus ansehnlich. Die frühe Führung für Hof, der späte Ausgleich von Aschaffenburg und mit dem Schlusspfiff noch ein Lattentreffer für die Hofer, soviel in Kürze. Die erste Halbzeit ging dabei an die Hausherren, aber auch die Gäste spielten ordentlich mit und kamen zu guten Torchancen, so dass hier ein nettes Spiel zu sehen war. In der zweiten Hälfte hatten die Aschaffenburger dann die Nase vorne und Hof wirkte das ein oder andere Mal unkonzentriert und unsicher. Der späte Ausgleich war somit logisch und verdient. Das Paar Würstchen schmeckte wirklich gut und wollte daher auch nicht alleine bleiben. Die flüssige Nahrung musste natürlich auch getestet werden und das kann man beim "normalen" Bier, dem Landbier und dem alkoholfreien Weizen wenig überraschend auch als Erfolg verbuchen. Da man hier mit Halben ne vernünftige Größe bekommt hab ich mich an das richtige Weizen nicht mehr rangetraut, denn das Auto wartete ja. Ein für Eintracht Fans Bekannter sitzt übrigens bei der Viktoria auf der Trainerbank, Slobodan Komljenovic.
26.07.14. 17:00 SpVgg Selbitz - SG Quelle Fürth 1:1, Sportplatz Grüne Au, Landesliga Nordost, 147 Zuschauer
Ein Doppler oder die Heimfahrt? Diese Frage stellte sich jetzt und da ich nun eben schon mal da war und die Strecke für 90 Minuten Fußball eigentlich zu lang ist machte ich einfach 180 draus, oder ehrlicherweise 170, denn ganz pünktlich kam ich beim zweiten Kick nicht an. Letztes Jahr spielte Selbitz in der Bayernliga, aber man ist abgestiegen und spielt nach wie vor eine Liga unter dem großen Nachbarn. Nur eine Klasse tiefer als das Spiel vorher also, was sich hier aber anfühlt wie Welten. Der Platz soll laut Verein 4.000 Zuschauern Platz bieten, bei lediglich einem kleinen Grashang möchte ich das jetzt mal anzweifeln. Das Spiel war okay und auch hier ging das Heimteam in Führung, die dann von den Gästen ausgeglichen wurde. Der Ausgleich fiel durch einen Elfmeter und mit dem waren die Zuschauer nicht einverstanden. Mit der Leistung des Schiedsrichters generell und der harten Spielweise der Gastmannschaft konnten sie sich auch nicht anfreunden. Nach zwei verletzungsbedingten Wechseln, bei denen ein Spieler sogar ins Krankenhaus gefahren werden musste, auch nachvollziehbar. Zumindest war das harte Spiel und das noch härtere Gepöbel in der Schlussphase schön unterhaltsam. Ein Skandal war es, dass man zu Beginn des zweiten Durchgangs bereits keine Würste mehr im Angebot hatte. Auch wenn mich das jetzt nicht so sehr interessiert wie Andere kann man positiv erwähnen, dass es hier ne richtige Eintrittskarte mit Spielpaarung und eine richtige Stadionzeitung gab.
Sonntag, 20. Juli 2014
BV Rentfort - SG Preußen Gladbeck
20.07.14. 16:00 BV Rentfort - SG Preußen Gladbeck 4:0, Vestische Kampfbahn, Finale Gladbecker Feldstadtmeisterschaft, 340 Zuschauer
Als ich mit dem Hoppen angefangen hab, habe ich mir eine Liste mit den verschiedensten "must see" Stadien gemacht und auf dieser Liste stand bis heute auch das Stadion in Gladbeck. Hauptsächlich genutzt wird das Stadion für Leichtathletik und außer selten mal ein paar sinnlosen Testspielen ist die Feldstadtmeisterschaft die einzige Möglichkeit hier ein Spiel zu sehen und bisher passte das bei mir leider nicht. Heute musste ich mich dann dank der Hitze auch dazu aufraffen, aber ich war doch früh genug da um mir noch kurz das Wasserschloss Wittringen in direkter Nähe zum Stadion anzusehen. Den Schluss des Endspiels der Reservemannschaften zwischen BV Rentfort II und BV Rentfort III, das die Dritte gewann sah ich dann auch noch. Ja und da stand ich dann in diesem geilen Ground mit meinem Stauder in der Hand und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Was ein geiles Ding! Auf der Gegengeraden und hinter den Toren gibt es Stufen, massig Stufen, gut 30, die von insgesamt drei netten "Marathon Toren" aus Sandstein unterbrochen werden. Auf der anderen Geraden gibt es einige Sitzplätze, die seit ein paar Jahren auch überdacht sind. Diese "Zeltdach Konstruktion" ist auch durchaus ganz ansehnlich. Eines der geilsten Stadien in denen ich bisher war! Das Spiel war so, na ja... Im Kicker würde es wohl heißen die erste Hälfte war sehr verhalten, ich würde sagen sie war einfach langweilig und schwach. Die Spieler der Dritten sorgten mit ein paar Gesängen wie "Wer hat den Pokal? Wer hat den Pokal? Rentforts Dritte wieder mal" oder ähnlichem und ein paar bunten Rauchfackeln aber zum Glück für etwas Unterhaltung und Abwechslung. Nach lecker Wurst vom Holzkohlegrill konnte die zweite Halbzeit beginnen und das tat sie auch ganz ordentlich, denn Rentfort ging jetzt überraschend schnell mit 2:0 in Führung. Aber das war es dann auch erst mal wieder, denn jetzt zog ein Gewitter auf und es fing so richtig an zu schütten! Man musste wirklich Angst haben, dass die Partie nicht wieder angepfiffen wird, aber der bierseligen Stimmung der II und III tat das keinen Abbruch und nach einer halben Stunde als das Wetter sich beruhigt hatte war Rentforts Erste heiß auf den doppelten Titelgewinn und betrat unter Applaus den Platz und machte sich warm. Kurz darauf taten es ihnen die Preußen gleich und die Zuschauer forderten mit "Wir wollen die Schiris sehn" zum weiterspielen auf, kurz darauf ertönte der Pfiff und alles war im Lot. Die Preußen gaben sich noch nicht auf und machten Druck, das Tor fiel aber auf der anderen Seite und der Drops war gelutscht. Mit dem Schlusspfiff zappelte der Ball dann nach einem Sonntags-Schuss auch nochmal im Netz. Mit dem Titel der Ersten, dem Titel der Dritten, dem zweiten Platz der Zweiten und dem besten Spieler des Turniers ein Erfolg auf fast ganzer Linie. Nur der beste Torhüter und der beste Torschütze des Turniers kommen aus den Reihen von Preußen Gladbeck.
Als ich mit dem Hoppen angefangen hab, habe ich mir eine Liste mit den verschiedensten "must see" Stadien gemacht und auf dieser Liste stand bis heute auch das Stadion in Gladbeck. Hauptsächlich genutzt wird das Stadion für Leichtathletik und außer selten mal ein paar sinnlosen Testspielen ist die Feldstadtmeisterschaft die einzige Möglichkeit hier ein Spiel zu sehen und bisher passte das bei mir leider nicht. Heute musste ich mich dann dank der Hitze auch dazu aufraffen, aber ich war doch früh genug da um mir noch kurz das Wasserschloss Wittringen in direkter Nähe zum Stadion anzusehen. Den Schluss des Endspiels der Reservemannschaften zwischen BV Rentfort II und BV Rentfort III, das die Dritte gewann sah ich dann auch noch. Ja und da stand ich dann in diesem geilen Ground mit meinem Stauder in der Hand und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Was ein geiles Ding! Auf der Gegengeraden und hinter den Toren gibt es Stufen, massig Stufen, gut 30, die von insgesamt drei netten "Marathon Toren" aus Sandstein unterbrochen werden. Auf der anderen Geraden gibt es einige Sitzplätze, die seit ein paar Jahren auch überdacht sind. Diese "Zeltdach Konstruktion" ist auch durchaus ganz ansehnlich. Eines der geilsten Stadien in denen ich bisher war! Das Spiel war so, na ja... Im Kicker würde es wohl heißen die erste Hälfte war sehr verhalten, ich würde sagen sie war einfach langweilig und schwach. Die Spieler der Dritten sorgten mit ein paar Gesängen wie "Wer hat den Pokal? Wer hat den Pokal? Rentforts Dritte wieder mal" oder ähnlichem und ein paar bunten Rauchfackeln aber zum Glück für etwas Unterhaltung und Abwechslung. Nach lecker Wurst vom Holzkohlegrill konnte die zweite Halbzeit beginnen und das tat sie auch ganz ordentlich, denn Rentfort ging jetzt überraschend schnell mit 2:0 in Führung. Aber das war es dann auch erst mal wieder, denn jetzt zog ein Gewitter auf und es fing so richtig an zu schütten! Man musste wirklich Angst haben, dass die Partie nicht wieder angepfiffen wird, aber der bierseligen Stimmung der II und III tat das keinen Abbruch und nach einer halben Stunde als das Wetter sich beruhigt hatte war Rentforts Erste heiß auf den doppelten Titelgewinn und betrat unter Applaus den Platz und machte sich warm. Kurz darauf taten es ihnen die Preußen gleich und die Zuschauer forderten mit "Wir wollen die Schiris sehn" zum weiterspielen auf, kurz darauf ertönte der Pfiff und alles war im Lot. Die Preußen gaben sich noch nicht auf und machten Druck, das Tor fiel aber auf der anderen Seite und der Drops war gelutscht. Mit dem Schlusspfiff zappelte der Ball dann nach einem Sonntags-Schuss auch nochmal im Netz. Mit dem Titel der Ersten, dem Titel der Dritten, dem zweiten Platz der Zweiten und dem besten Spieler des Turniers ein Erfolg auf fast ganzer Linie. Nur der beste Torhüter und der beste Torschütze des Turniers kommen aus den Reihen von Preußen Gladbeck.
Samstag, 12. Juli 2014
SV Erlenbach
12.07.14. 16:00 SV Erlenbach - TSV Neudrossenfeld 1:0, Waldstadion Erlenbach, Bayernliga Nord, 360 Zuschauer
Da mein lieber Herr Papa diesen Sonntag Geburtstag hat kam mir der Saisonstart der höheren Amateurligen in Bayern sehr gelegen. Ursprünglich war das Regionalliga Spiel Bamberg - Schweinfurt geplant, aber unser Auto hatte mal Lust auf eine neue Batterie und dann war das zeitlich leider unmöglich. Die Alternative war aber auch in Ordnung und kulinarisch ist Bayern sowieso immer ne Reise wert. Die scharfe Rote war zwar nur ne gut gewürzte Rote, spielt in meinem Wurst Ranking aber auf jeden Fall um die internationalen Plätze mit und im Freistaat schmeckt einfach jedes Bier, heute war es bei mir mal ein Hefe Weizen. Der Platz aus Naturrasen hat an einer Geraden vier breite, mit Gras bewachsene Stufen und ein paar Bänke auf der oberen Reihe. Hinterm Tor gibt es nochmal eine Stufe mit ein paar Bänken und einen Unterstand. In der ersten Hälfte bei Regen war es ein eher kampfbetontes Spiel mit wenigen guten Szenen, sehr zäh das Ganze. Im zweiten Durchgang bei strahlendem Sonnenschein machte der SVE mehr Druck. Eine der besten Szenen war auf jeden Fall um die 60. Minute herum. Eine tolle Flanke genau zum Mann, der dann aber leider am Tor vorbei zielte. Kurz vor Schluss gabs dann noch mal ne super Gelegenheit als die Gäste fälschlicherweise auf Abseits spielten, aber der Abschluss war dann zu ungenau. Und als ich mich mit dem 0:0 abgefunden hatte landete ein top platzierter Freistoß im Tor der Gäste, klasse! Ebenfalls klasse wie die Spieler zum Feiern in die "Nordkurve" zum "harten Kern" gingen. Für Unterhaltung war aber auch so gesorgt. Der Trainer der Gäste versuchte es bereits in der ersten Hälfte mit einem holländischen Geheimtrick und wechselte den Torwart aus (Verletzung). Im zweiten Durchgang gab es dann ein paar Pöbeleien zwischen nem Zuschauer und nem Auswechselspieler der Gastmannschaft, der Linienrichter ging zu Boden und im Allgemeinen war das Sportplatz Gebölke wieder 1a! Als Fazit bleibt zu sagen, dass Regional- und Oberliga Spiele einfach genau mein Ding sind.
Da mein lieber Herr Papa diesen Sonntag Geburtstag hat kam mir der Saisonstart der höheren Amateurligen in Bayern sehr gelegen. Ursprünglich war das Regionalliga Spiel Bamberg - Schweinfurt geplant, aber unser Auto hatte mal Lust auf eine neue Batterie und dann war das zeitlich leider unmöglich. Die Alternative war aber auch in Ordnung und kulinarisch ist Bayern sowieso immer ne Reise wert. Die scharfe Rote war zwar nur ne gut gewürzte Rote, spielt in meinem Wurst Ranking aber auf jeden Fall um die internationalen Plätze mit und im Freistaat schmeckt einfach jedes Bier, heute war es bei mir mal ein Hefe Weizen. Der Platz aus Naturrasen hat an einer Geraden vier breite, mit Gras bewachsene Stufen und ein paar Bänke auf der oberen Reihe. Hinterm Tor gibt es nochmal eine Stufe mit ein paar Bänken und einen Unterstand. In der ersten Hälfte bei Regen war es ein eher kampfbetontes Spiel mit wenigen guten Szenen, sehr zäh das Ganze. Im zweiten Durchgang bei strahlendem Sonnenschein machte der SVE mehr Druck. Eine der besten Szenen war auf jeden Fall um die 60. Minute herum. Eine tolle Flanke genau zum Mann, der dann aber leider am Tor vorbei zielte. Kurz vor Schluss gabs dann noch mal ne super Gelegenheit als die Gäste fälschlicherweise auf Abseits spielten, aber der Abschluss war dann zu ungenau. Und als ich mich mit dem 0:0 abgefunden hatte landete ein top platzierter Freistoß im Tor der Gäste, klasse! Ebenfalls klasse wie die Spieler zum Feiern in die "Nordkurve" zum "harten Kern" gingen. Für Unterhaltung war aber auch so gesorgt. Der Trainer der Gäste versuchte es bereits in der ersten Hälfte mit einem holländischen Geheimtrick und wechselte den Torwart aus (Verletzung). Im zweiten Durchgang gab es dann ein paar Pöbeleien zwischen nem Zuschauer und nem Auswechselspieler der Gastmannschaft, der Linienrichter ging zu Boden und im Allgemeinen war das Sportplatz Gebölke wieder 1a! Als Fazit bleibt zu sagen, dass Regional- und Oberliga Spiele einfach genau mein Ding sind.
Donnerstag, 12. Juni 2014
Kirchhörder SC - SpVg. Olpe (Relegation)
12.06.14. 19:00 Kirchhörder SC - SpVg. Olpe 3:0, Nattenbergstadion Lüdenscheid, Relegation Westfalenliga, 785 Zuschauer
Heute stand ein echter Leckerbissen an. Erstens weil das Spiel im sonst nur sehr selten bespielten Nattenbergstadion stattfinden sollte, in dem Rot-Weiß Lüdenscheid früher sogar zweite Liga spielte. Zweitens weil Relegationsspiele durch ihren "Alles oder Nichts Charakter" immer was besonderes sind. Drittens weil es hier um den Einzug in die Verbandsliga ging und das auch sportlich durchaus attraktiv ist. Und zu guter letzt fing heute auch das internationale Bestechungs Turnier an bei dem alle Hobby Fußballfans, die sonst beim Wort Fußball die Nase rümpfen, dem deutschen Mafia Bund begeistert die Daumen drücken und dem man so ganz gut entfliehen konnte. Das gute Wetter und die nette Autobesatzung waren dann auch nicht ganz schädlich für einen schönen Ausflug. Vorm Stadion bildeten sich zwei lange Schlangen, die von verdächtig vielen umgangen wurden, aber auch mit Anstehen waren wir Zwei "Normalen" gerade pünktlich drinnen. Das Stadion wurde vor einigen Jahren zurückgebaut und bietet dort wo früher rundum Stufen waren einen Graswall. Die überdachte Sitzplatz Tribüne, die sich über eine gesamte Gerade zieht steht natürlich nach wie vor, genau wie die netten Flutlichtmasten. Die Dortmunder stellten den Großteil der Zuschauer und sie hatten auch einen Stimmungs Block dabei, der scheinbar aus den Jugendmannschaften des Vereins bestand. Von hier gab es die 90 Minuten ziemlich durchgängig Anfeuerungen und Gesänge, was mir gut gefiel. Außerdem hatten sie auch ein paar Fahnen dabei und eine "Blockfahne" mit Vereinslogo. Wie bei den Zuschauern nahm Olpe auch auf dem Platz die Rolle der Statisten ein und lief meist nur hinterher und kam kaum zu wirklichen Torchancen. Vor allem auf Grund der zweiten Hälfte ist der Aufstieg für die Kirchhörder vollkommen verdient. Nach dem Schlusspfiff wurde die Mannschaft von ihren Anhänger auf dem Rasen gefeiert, richtig schön anzusehen wie viel Freude der Aufstieg bereitete und mit wie viel Spaß man hier bei der Sache ist. Meinen Glückwunsch an den Kirchhörder SC! Als Fan kann man also eigentlich froh sein, dass den DFB die Basis nicht interessiert, so hat er hier wenigstens nichts zu sagen und man kann den Fußball hier noch richtig genießen und Spaß haben.
Heute stand ein echter Leckerbissen an. Erstens weil das Spiel im sonst nur sehr selten bespielten Nattenbergstadion stattfinden sollte, in dem Rot-Weiß Lüdenscheid früher sogar zweite Liga spielte. Zweitens weil Relegationsspiele durch ihren "Alles oder Nichts Charakter" immer was besonderes sind. Drittens weil es hier um den Einzug in die Verbandsliga ging und das auch sportlich durchaus attraktiv ist. Und zu guter letzt fing heute auch das internationale Bestechungs Turnier an bei dem alle Hobby Fußballfans, die sonst beim Wort Fußball die Nase rümpfen, dem deutschen Mafia Bund begeistert die Daumen drücken und dem man so ganz gut entfliehen konnte. Das gute Wetter und die nette Autobesatzung waren dann auch nicht ganz schädlich für einen schönen Ausflug. Vorm Stadion bildeten sich zwei lange Schlangen, die von verdächtig vielen umgangen wurden, aber auch mit Anstehen waren wir Zwei "Normalen" gerade pünktlich drinnen. Das Stadion wurde vor einigen Jahren zurückgebaut und bietet dort wo früher rundum Stufen waren einen Graswall. Die überdachte Sitzplatz Tribüne, die sich über eine gesamte Gerade zieht steht natürlich nach wie vor, genau wie die netten Flutlichtmasten. Die Dortmunder stellten den Großteil der Zuschauer und sie hatten auch einen Stimmungs Block dabei, der scheinbar aus den Jugendmannschaften des Vereins bestand. Von hier gab es die 90 Minuten ziemlich durchgängig Anfeuerungen und Gesänge, was mir gut gefiel. Außerdem hatten sie auch ein paar Fahnen dabei und eine "Blockfahne" mit Vereinslogo. Wie bei den Zuschauern nahm Olpe auch auf dem Platz die Rolle der Statisten ein und lief meist nur hinterher und kam kaum zu wirklichen Torchancen. Vor allem auf Grund der zweiten Hälfte ist der Aufstieg für die Kirchhörder vollkommen verdient. Nach dem Schlusspfiff wurde die Mannschaft von ihren Anhänger auf dem Rasen gefeiert, richtig schön anzusehen wie viel Freude der Aufstieg bereitete und mit wie viel Spaß man hier bei der Sache ist. Meinen Glückwunsch an den Kirchhörder SC! Als Fan kann man also eigentlich froh sein, dass den DFB die Basis nicht interessiert, so hat er hier wenigstens nichts zu sagen und man kann den Fußball hier noch richtig genießen und Spaß haben.
Mittwoch, 11. Juni 2014
TuS Rheinberg - TB Rheinhausen (Relegation)
11.06.14. 19:00 TuS Rheinberg - TB Rheinhausen 1:4, Emil Underberg Stadion, Relegation Kreisliga A Moers, 320 Zuschauer
Relegation, endlich mal wieder Relegation, ich liebe diese Spiele einfach. Heute konnte ich schön entspannt in Opladen zusteigen und dann ging es zu viert weiter. Obwohl die Zeit recht knapp war kamen wir doch pünktlich und problemlos an. Rheinberg stand in der dreier Gruppe schon als Absteiger aus der A-Klasse fest, es ging also für die B-Ligisten Rheinhausen oder die heute unbeteiligten Alpener um den Aufstieg. Schönstes Fußballwetter, nette Menschen und faire 3€ Eintritt sorgten wie Radler und Bratwurst und auch die nette Anlage für einen würdigen Rahmen. Der gut gepflegte Rasen bietet mit Elf breiten und teils von Gras überwucherten Stufen an einer Geraden und einem Graswall rundum einen durchaus akzeptablen Ausbau. Ebenfalls nett waren die Gäste Fans, die ihr Team ab und an anfeuerten. Auch wenn es als jemand der ewig keinen Fußball mehr gespielt hat leicht zu sagen ist, war das Spiel selbst doch eher von Unfähigkeit als von Spielwitz geprägt, aber bei Kreisklasse Fußball sollte man auch nicht zu viel erwarten. Zumindest gab es mit zwei Roten Karten etwas Unterhaltung und natürlich war es spannend. Mit dem 2:0 zur Pause wäre Alpen aufgestiegen. Mit dem 3:0, das von den TB Anhängern ordentlich bejubelt wurde, änderte sich das allerdings. Fast hätten die Rheinberger relativ kurz vor Schluss mit ihrem mehr oder weniger einzig guten Angriff das 3:1 geschossen, was ein Entscheidungsspiel bedeutet hätte, aber darauf hatte der Torhüter scheinbar keine Lust und parierte. Im Gegenzug fiel dann das alles Entscheidende 4:0 und das 4:1 in der Nachspielzeit war nur noch Ergebnis Kosmetik. Glückwunsch nach Rheinhausen und Kopf hoch Rheinberg, ihr wart gute Gastgeber.
Relegation, endlich mal wieder Relegation, ich liebe diese Spiele einfach. Heute konnte ich schön entspannt in Opladen zusteigen und dann ging es zu viert weiter. Obwohl die Zeit recht knapp war kamen wir doch pünktlich und problemlos an. Rheinberg stand in der dreier Gruppe schon als Absteiger aus der A-Klasse fest, es ging also für die B-Ligisten Rheinhausen oder die heute unbeteiligten Alpener um den Aufstieg. Schönstes Fußballwetter, nette Menschen und faire 3€ Eintritt sorgten wie Radler und Bratwurst und auch die nette Anlage für einen würdigen Rahmen. Der gut gepflegte Rasen bietet mit Elf breiten und teils von Gras überwucherten Stufen an einer Geraden und einem Graswall rundum einen durchaus akzeptablen Ausbau. Ebenfalls nett waren die Gäste Fans, die ihr Team ab und an anfeuerten. Auch wenn es als jemand der ewig keinen Fußball mehr gespielt hat leicht zu sagen ist, war das Spiel selbst doch eher von Unfähigkeit als von Spielwitz geprägt, aber bei Kreisklasse Fußball sollte man auch nicht zu viel erwarten. Zumindest gab es mit zwei Roten Karten etwas Unterhaltung und natürlich war es spannend. Mit dem 2:0 zur Pause wäre Alpen aufgestiegen. Mit dem 3:0, das von den TB Anhängern ordentlich bejubelt wurde, änderte sich das allerdings. Fast hätten die Rheinberger relativ kurz vor Schluss mit ihrem mehr oder weniger einzig guten Angriff das 3:1 geschossen, was ein Entscheidungsspiel bedeutet hätte, aber darauf hatte der Torhüter scheinbar keine Lust und parierte. Im Gegenzug fiel dann das alles Entscheidende 4:0 und das 4:1 in der Nachspielzeit war nur noch Ergebnis Kosmetik. Glückwunsch nach Rheinhausen und Kopf hoch Rheinberg, ihr wart gute Gastgeber.
Samstag, 7. Juni 2014
SV Dassow - SV Warnemünde (Pokalfinale)
07.06.14. 14:00 SV Dassow - SV Warnemünde Fußball 2:0, Waldstadion Neukloster, Pokalfinale der Landesklassen MV-West, 280 Zuschauer
Der Familienbesuch an der Ostsee sollte natürlich mit Fußball verbunden werden. Das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und so und da bot sich das Pokalfinale einfach an. Schon von Anfang an machte das hier Spaß. 3€ Eintritt, lecker Bierchen, Bratwurst vom Holzkohle Grill und schönstes Wetter, dazu noch die Tatsache, dass mein Alter Herr auch mit von der Partie war und der Gang zum Bierstand somit etwas häufiger von Nöten war. Der Rasen hat es mir auch gleich angetan, selten so ein gepflegtes Grün gesehen. Der Ground verfügt über einen Graswall hinter einem Tor und an einer Geraden, hier sind dann auch ein paar Stufen mit Sitzbänken vorhanden und hinter/über diesem Graswall stehen im Schatten der Bäume nochmals einige Bänke. Dassow hatte auch ein paar Leute dabei, die ihr Team akustisch unterstützt haben. Natürlich nix aus der Kategorie "Fangesänge die die Welt verändern", aber immerhin und zwei, drei lustige Sachen waren da durchaus dabei! Das Spiel war jetzt nicht der Knüller, aber bei der knallenden Sonne gebührt den Spielern trotzdem Respekt. Das Schiedsrichtergespann zog in der zweiten Halbzeit den Hass der Warnemünder auf sich, denn das 2:0 fiel ziemlich sicher aus ner Abseitsposition heraus und dann verwehrte er ihnen auch noch einen Elfmeter. Das Entscheidende für einen vollends gelungenen Fußballnachmittag war hier einfach das Gesamtpaket. Fußball ohne große Konzerne und Mafia Verbände und die Tatsache, dass bei Spielern und Fans nach dem Schlusspfiff die pure und ehrliche Freude über den Pokalsieg herrschte machte ebenfalls den Unterschied zur geplanten und gespielten Show in den Profiligen aus.
Der Familienbesuch an der Ostsee sollte natürlich mit Fußball verbunden werden. Das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und so und da bot sich das Pokalfinale einfach an. Schon von Anfang an machte das hier Spaß. 3€ Eintritt, lecker Bierchen, Bratwurst vom Holzkohle Grill und schönstes Wetter, dazu noch die Tatsache, dass mein Alter Herr auch mit von der Partie war und der Gang zum Bierstand somit etwas häufiger von Nöten war. Der Rasen hat es mir auch gleich angetan, selten so ein gepflegtes Grün gesehen. Der Ground verfügt über einen Graswall hinter einem Tor und an einer Geraden, hier sind dann auch ein paar Stufen mit Sitzbänken vorhanden und hinter/über diesem Graswall stehen im Schatten der Bäume nochmals einige Bänke. Dassow hatte auch ein paar Leute dabei, die ihr Team akustisch unterstützt haben. Natürlich nix aus der Kategorie "Fangesänge die die Welt verändern", aber immerhin und zwei, drei lustige Sachen waren da durchaus dabei! Das Spiel war jetzt nicht der Knüller, aber bei der knallenden Sonne gebührt den Spielern trotzdem Respekt. Das Schiedsrichtergespann zog in der zweiten Halbzeit den Hass der Warnemünder auf sich, denn das 2:0 fiel ziemlich sicher aus ner Abseitsposition heraus und dann verwehrte er ihnen auch noch einen Elfmeter. Das Entscheidende für einen vollends gelungenen Fußballnachmittag war hier einfach das Gesamtpaket. Fußball ohne große Konzerne und Mafia Verbände und die Tatsache, dass bei Spielern und Fans nach dem Schlusspfiff die pure und ehrliche Freude über den Pokalsieg herrschte machte ebenfalls den Unterschied zur geplanten und gespielten Show in den Profiligen aus.
Samstag, 17. Mai 2014
Dinamo-Hajduk und Rijeka (Kroatien)
Der Ursprüngliche Plan war das geile Stadion Kantrida vorm Abriss noch schnell zu Besuchen und ansonsten alles ganz entspannt anzugehen. Als dann die Spiele terminiert wurden und man noch das Derby zwischen Dinamo und Hajduk zusätzlich einbauen konnte hab ich das meiner Freundin so nebenbei vorgeschlagen und war überrascht, dass sie sofort begeistert war. Jetzt hieß es zwar Stress statt Entspannung, aber egal. Um 2:50 stiegen wir dann schon in die Bahn nach Köln und landeten schön früh um 7:20 in Zadar. Nachdem die Mietkutsche unsere war ging es nach einem kurzen Lebensmittel Einkauf auf die Bahn in Richtung Hauptstadt. Die ersten 100 km war das auch völlig easy, dann merkte ich aber doch, dass ich nicht geschlafen hab und wurde hundemüde. Nachdem wir dann im Auto gefrühstückt haben ging es erstmal wieder, aber irgendwann stand dann doch der fliegende Wechsel an bevor ich kurz vor Zagreb wieder ans Steuer "durfte". Der Plan war direkt am Stadion zu parken um nachher schnell wegzukommen und das wurde auch bestmöglich umgesetzt, denn die Parkplätze waren alle gesperrt. Nachdem die Tickets gesichert waren ging es noch kurz mit der Tram in die Stadt, aber mehr als die Kathedrale war zeitlich einfach nicht drin, also zurück und ins Stadion.
17.05.14. 15:00 Dinamo Zagreb - Hajduk Split 1:0 (3:0), Stadion Maksimir, 1.HNL, 6000 Zuschauer
Nachdem der Perso zweimal vorgezeigt und mit einer Liste abgeglichen wurde waren wir drin und nahmen unter den wachsamen Augen der Ordner Platz in unserem Block, aber auch wirklich in unserem Bereich, denn diejenigen die das nicht taten wurden direkt wieder auf ihre Plätze verwiesen. Das ist ja auch besonders wichtig wenn das Stadion so enttäuschend leer ist. Trotz der Leere knallt das Stadion schon ganz gut. Die drei ordentlichen Tribünen mit ihren zwei Rängen, der geschwungene Gästebereich, der sich etwas abhebt und die geilen Flutlicht Masten sorgen schon für Glücksgefühle. Das Ganze kommt übrigens komplett ohne Dach aus. Sportlich ging es hier um nichts mehr. Dinamo war schon sicher Meister und zwar zum neunten Mal in Folge. Hajduk stand ebenfalls als Tabellendritter und Europa League Starter fest. So war auf dem Feld kein wirklicher Derby Charakter erkennbar und das Spiel lief so vor sich hin. Zagrebs Bad Blue Boys boykottieren und demonstrieren ja schon seit Ewigkeiten gegen Präsident Mamić, mittlerweile sind sie zumindest als Gruppe auch komplett des Stadions verwiesen worden. Nichts besonderes waren daher die beiden kleinen Support Blöcke hinterm Tor und auf der Gegengeraden. Die wenigen Gesänge waren nicht der Rede wert, lediglich ein Spruchband und zwei, drei Fackeln sorgten hier für etwas Abwechslung. Die knapp 800 Gäste um die Torcida waren da schon unterhaltsamer und hatten ein paar nette Gesänge im Angebot, außerdem auch ein paar einzelne Fackeln und vor allem etwas Rauch in den unterschiedlichsten Farben. Bei den Klatscheinlagen gab die Gästekurve auch ein sehr ordentliches und geschlossenes Bild ab, ansonsten und generell ist man von den Jungs aber auch was besseres gewohnt. In der ersten Hälfte wurde das Spiel kurz unterbrochen, in der Zweiten schickte der Schiedsrichter die Spieler dann für einige Minuten in die Kabine und in der 85. Minute wurde das Spiel abgebrochen. Ohne kroatisch Kenntnisse war für uns kein Grund erkennbar, ich tippte auf rassistische Gesänge oder Gesänge gegen den Verband. Soweit ich das im nachhinein gehört/gelesen habe waren es wohl Gesänge gegen den Verband und/oder Mamić mit homophobem Hintergrund, die scheinbar hauptsächlich von den Gästen ausgingen, da das Spiel mit 3:0 (sportlich 1:0) für Dinamo gewertet wurde. Insgesamt war das schon enttäuschend, vor allem wenn man weiß wie das früher war und dass die Partie grundsätzlich Potential hat sah man auch daran, dass die Cops auf dem Weg aus der Stadt alle 100 Meter Wache schoben.
17.05.14. 19:00 HNK Rijeka - NK Slaven Koprivnica 2:0, Stadion Kantrida, 1.HNL, 4000 Zuschauer
Sowohl Zagreb als auch Rijeka konnten durch Ostblock-Charme überzeugen, was man jetzt positiv oder auch negativ auslegen kann. Nicht wirklich überzeugend war allerdings die Parkplatz Situation am Stadion in Rijeka, besonders da wir überhaupt keine Zeit hatten. Echt beeindruckend wo und wie hier die Autos abgestellt wurden, aber auch ich zeigte mal wieder wie ich parken kann wenn die Zeit drückt und ich zum Fußball will, da setzen ungeahnte Fähigkeiten ein. Das Stadion ist eine wahre Perle, die allerdings nach diesem Spiel an Glanz verlieren und zur modernen Arena umgebaut wird. Hinter der teils überdachten Haupttribüne befindet sich noch ein Nebenplatz und dahinter dann direkt die Adria, in den Kurven gibt es ein paar Sitzreihen mehr als auf der Gegengeraden, denn dort befindet sich ein Fels Massiv direkt hinter den Sitzen, was beides zu einer unglaublich tollen Lage und einem geilen Bild beiträgt. Rund um's Stadion sieht man hier auch einige nette Graffitis und sonstige Wandmalereien. Das Spiel war hier wesentlich besser und unterhaltsamer als das Derby zuvor, mit schönen Spielzügen und Kombinationen und einem sehenswerten Tor zum 2:0. Rijeka krönte also eine erfolgreiche Saison, die mit dem Pokalsieg und dem zweiten Tabellenplatz endete zusätzlich mit einem Sieg, woraufhin es außerhalb des Stadions ein Feuerwerk gab, dessen Explosion durch die Felsen extrem laut zurück hallte. Ein Feuerwerk brannte die Armada während des Spiels nicht ab, aber eine solide Leistung mit nahezu durchgängigem und teils abwechslungsreichen Support war es doch. Ein paar einzelne Fackeln erleuchteten in der zweiten Hälfte den Abendhimmel, dazu Spruchbänder auf denen ich lediglich "Polizei" und "Mafia" entziffern konnte. Die Gäste versuchten es auch ab und an mal mit ein paar Anfeuerungen, aber viel kam da von den gut 50 Mannen nicht. Dieses Stadion noch gesehen zu haben setzte dann erneut Glücksgefühle frei.
Nach dem Spiel ging es im Dunkeln über extrem enge und kurvige "Straßen" rauf nach Matulji in eine nette Pension. Am nächsten Tag war dann Schluss mit Fußball, aber mit den Plitvicer Seen stand trotzdem ein echtes Highlight an und die Fahrt an sich war schon ein Erlebnis, denn durch kleine, urige Dörfer und die teils unberührte Natur mit viel Nichts konnte man mal richtig schön abschalten. Als wir dann dachten nicht mehr anzukommen waren wir da und schon vom ersten Aussichtspunkt an mit Blick auf die Wasserfälle waren wir begeistert. Der Nationalpark ist der größte Kroatiens, gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und viele Szenen der Karl-May Filme wurden hier gedreht. Mit Booten und kleinen Bahnen, die im Eintrittspreis inklusive sind, kann man die weiteren Strecken im Park zurücklegen. Die kaskadenförmig angeordneten Seen, die mit unzähligen Wasserfällen verbunden sind und die in den verschiedensten Größen und Formen herabfallen erkundet man dann zu Fuß und läuft dabei teilweise über Holzstege mitten durch die Seen und das wundervolle Naturwunder, für das wir den Eintritt sehr gerne bezahlt haben. Immer wenn man dachte den Höhepunkt gesehen zu haben lief man weiter und entdeckte etwas noch beeindruckenderes, einfach traumhaft. Das zweite Highlight des Parks war dann der große Wasserfall "Veliki slap", der von 78m Höhe herab fällt. Ich kann nur jedem der mit Natur oder Wasser etwas anfangen kann empfehlen hier mal vorbei zu schauen. Wir werden wohl auf jeden Fall nochmal hierher zurück kommen. Mit diesen tollen Eindrücken ging es dann in unsere wunderbare "Pansion Mrzlin Grad" am Rand des Nationalparks. Direkt am Waldrand gelegen, mit Pferden, Hunden und einem Esel ging das Natur Erlebnis hier in einer Holz Blockhütte weiter. Mit einem ausgiebigen, guten und günstigen Essen, mit dem besten Schinken meines Lebens wurde der Tag beendet. Am nächsten Morgen gab es dann ein wunderbares Frühstück mit allem was das Herz begehrt. Unter anderem mit selbstgemachtem Honig, eigener Marmelade, frisch zubereitetem Bärlauch Quark, Fasan- und Wachtel Eiern. Nach der Verabschiedung von den extrem netten und gastfreundlichen Leuten ging es wieder zurück zum Flughafen nach Zadar und in die Heimat.
17.05.14. 15:00 Dinamo Zagreb - Hajduk Split 1:0 (3:0), Stadion Maksimir, 1.HNL, 6000 Zuschauer
Nachdem der Perso zweimal vorgezeigt und mit einer Liste abgeglichen wurde waren wir drin und nahmen unter den wachsamen Augen der Ordner Platz in unserem Block, aber auch wirklich in unserem Bereich, denn diejenigen die das nicht taten wurden direkt wieder auf ihre Plätze verwiesen. Das ist ja auch besonders wichtig wenn das Stadion so enttäuschend leer ist. Trotz der Leere knallt das Stadion schon ganz gut. Die drei ordentlichen Tribünen mit ihren zwei Rängen, der geschwungene Gästebereich, der sich etwas abhebt und die geilen Flutlicht Masten sorgen schon für Glücksgefühle. Das Ganze kommt übrigens komplett ohne Dach aus. Sportlich ging es hier um nichts mehr. Dinamo war schon sicher Meister und zwar zum neunten Mal in Folge. Hajduk stand ebenfalls als Tabellendritter und Europa League Starter fest. So war auf dem Feld kein wirklicher Derby Charakter erkennbar und das Spiel lief so vor sich hin. Zagrebs Bad Blue Boys boykottieren und demonstrieren ja schon seit Ewigkeiten gegen Präsident Mamić, mittlerweile sind sie zumindest als Gruppe auch komplett des Stadions verwiesen worden. Nichts besonderes waren daher die beiden kleinen Support Blöcke hinterm Tor und auf der Gegengeraden. Die wenigen Gesänge waren nicht der Rede wert, lediglich ein Spruchband und zwei, drei Fackeln sorgten hier für etwas Abwechslung. Die knapp 800 Gäste um die Torcida waren da schon unterhaltsamer und hatten ein paar nette Gesänge im Angebot, außerdem auch ein paar einzelne Fackeln und vor allem etwas Rauch in den unterschiedlichsten Farben. Bei den Klatscheinlagen gab die Gästekurve auch ein sehr ordentliches und geschlossenes Bild ab, ansonsten und generell ist man von den Jungs aber auch was besseres gewohnt. In der ersten Hälfte wurde das Spiel kurz unterbrochen, in der Zweiten schickte der Schiedsrichter die Spieler dann für einige Minuten in die Kabine und in der 85. Minute wurde das Spiel abgebrochen. Ohne kroatisch Kenntnisse war für uns kein Grund erkennbar, ich tippte auf rassistische Gesänge oder Gesänge gegen den Verband. Soweit ich das im nachhinein gehört/gelesen habe waren es wohl Gesänge gegen den Verband und/oder Mamić mit homophobem Hintergrund, die scheinbar hauptsächlich von den Gästen ausgingen, da das Spiel mit 3:0 (sportlich 1:0) für Dinamo gewertet wurde. Insgesamt war das schon enttäuschend, vor allem wenn man weiß wie das früher war und dass die Partie grundsätzlich Potential hat sah man auch daran, dass die Cops auf dem Weg aus der Stadt alle 100 Meter Wache schoben.
17.05.14. 19:00 HNK Rijeka - NK Slaven Koprivnica 2:0, Stadion Kantrida, 1.HNL, 4000 Zuschauer
Sowohl Zagreb als auch Rijeka konnten durch Ostblock-Charme überzeugen, was man jetzt positiv oder auch negativ auslegen kann. Nicht wirklich überzeugend war allerdings die Parkplatz Situation am Stadion in Rijeka, besonders da wir überhaupt keine Zeit hatten. Echt beeindruckend wo und wie hier die Autos abgestellt wurden, aber auch ich zeigte mal wieder wie ich parken kann wenn die Zeit drückt und ich zum Fußball will, da setzen ungeahnte Fähigkeiten ein. Das Stadion ist eine wahre Perle, die allerdings nach diesem Spiel an Glanz verlieren und zur modernen Arena umgebaut wird. Hinter der teils überdachten Haupttribüne befindet sich noch ein Nebenplatz und dahinter dann direkt die Adria, in den Kurven gibt es ein paar Sitzreihen mehr als auf der Gegengeraden, denn dort befindet sich ein Fels Massiv direkt hinter den Sitzen, was beides zu einer unglaublich tollen Lage und einem geilen Bild beiträgt. Rund um's Stadion sieht man hier auch einige nette Graffitis und sonstige Wandmalereien. Das Spiel war hier wesentlich besser und unterhaltsamer als das Derby zuvor, mit schönen Spielzügen und Kombinationen und einem sehenswerten Tor zum 2:0. Rijeka krönte also eine erfolgreiche Saison, die mit dem Pokalsieg und dem zweiten Tabellenplatz endete zusätzlich mit einem Sieg, woraufhin es außerhalb des Stadions ein Feuerwerk gab, dessen Explosion durch die Felsen extrem laut zurück hallte. Ein Feuerwerk brannte die Armada während des Spiels nicht ab, aber eine solide Leistung mit nahezu durchgängigem und teils abwechslungsreichen Support war es doch. Ein paar einzelne Fackeln erleuchteten in der zweiten Hälfte den Abendhimmel, dazu Spruchbänder auf denen ich lediglich "Polizei" und "Mafia" entziffern konnte. Die Gäste versuchten es auch ab und an mal mit ein paar Anfeuerungen, aber viel kam da von den gut 50 Mannen nicht. Dieses Stadion noch gesehen zu haben setzte dann erneut Glücksgefühle frei.
Nach dem Spiel ging es im Dunkeln über extrem enge und kurvige "Straßen" rauf nach Matulji in eine nette Pension. Am nächsten Tag war dann Schluss mit Fußball, aber mit den Plitvicer Seen stand trotzdem ein echtes Highlight an und die Fahrt an sich war schon ein Erlebnis, denn durch kleine, urige Dörfer und die teils unberührte Natur mit viel Nichts konnte man mal richtig schön abschalten. Als wir dann dachten nicht mehr anzukommen waren wir da und schon vom ersten Aussichtspunkt an mit Blick auf die Wasserfälle waren wir begeistert. Der Nationalpark ist der größte Kroatiens, gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe und viele Szenen der Karl-May Filme wurden hier gedreht. Mit Booten und kleinen Bahnen, die im Eintrittspreis inklusive sind, kann man die weiteren Strecken im Park zurücklegen. Die kaskadenförmig angeordneten Seen, die mit unzähligen Wasserfällen verbunden sind und die in den verschiedensten Größen und Formen herabfallen erkundet man dann zu Fuß und läuft dabei teilweise über Holzstege mitten durch die Seen und das wundervolle Naturwunder, für das wir den Eintritt sehr gerne bezahlt haben. Immer wenn man dachte den Höhepunkt gesehen zu haben lief man weiter und entdeckte etwas noch beeindruckenderes, einfach traumhaft. Das zweite Highlight des Parks war dann der große Wasserfall "Veliki slap", der von 78m Höhe herab fällt. Ich kann nur jedem der mit Natur oder Wasser etwas anfangen kann empfehlen hier mal vorbei zu schauen. Wir werden wohl auf jeden Fall nochmal hierher zurück kommen. Mit diesen tollen Eindrücken ging es dann in unsere wunderbare "Pansion Mrzlin Grad" am Rand des Nationalparks. Direkt am Waldrand gelegen, mit Pferden, Hunden und einem Esel ging das Natur Erlebnis hier in einer Holz Blockhütte weiter. Mit einem ausgiebigen, guten und günstigen Essen, mit dem besten Schinken meines Lebens wurde der Tag beendet. Am nächsten Morgen gab es dann ein wunderbares Frühstück mit allem was das Herz begehrt. Unter anderem mit selbstgemachtem Honig, eigener Marmelade, frisch zubereitetem Bärlauch Quark, Fasan- und Wachtel Eiern. Nach der Verabschiedung von den extrem netten und gastfreundlichen Leuten ging es wieder zurück zum Flughafen nach Zadar und in die Heimat.
Samstag, 3. Mai 2014
Danzig (Polen)
Nachdem die Nacht früh zu Ende war stand ein kleiner Spaziergang zum Flughafen an und ich verließ Warszawa in Richtung Gdansk. Hier wurden auch wieder die Sachen im Hotel abgelegt, bevor der Bus mich in die Stadt fuhr. Allerdings nicht auf direktem Weg, da der Bus ins Zentrum aus irgendwelchen Gründen nicht fahren wollte und ich keine Lust auf die immer größer werdende Menschenmasse an der Bushaltestelle hatte. Also kam ich nach dem Umstieg mit der Straßenbahn im Stadtzentrum an. Durch das Goldene Tor ging es über die Langgasse zum Rechtstädtischen Rathaus und auf den sehr netten Langen Markt mit den Königlichen Häusern, dem Artushof und dem Neptun Brunnen. Bei strahlendem Sonnenschein waren nur leider etwas zu viele Menschen unterwegs, die ständig im Weg rum standen. Das sah hier aber doch alles schon sehr schön und vielversprechend aus, allerdings hatte ich jetzt einen Termin der mich zurück in die Tram zog.
03.05.14. 18:00 Lechia Gdansk - Legia Warszawa 0:1, Baltic Arena, Ekstraklasa, 18.623 Zuschauer
Etwas über eine Stunde vor Spielbeginn war ich am Stadion und knapp 20 Minuten vor Anpfiff saß ich dann nach langem Anstehen, aber unkomplizierter Ticket Vergabe auf meinem Platz. Von Außen sieht das Stadion aus wie die Arena in München und von Innen wie so eine Arena halt aussieht. In den Ecken sind die Ränge etwas herab geschwungen, was das Ganze ein ganz klein wenig auflockert. Das Dach ist sehr weit nach oben gezogen, was bei Regen wahrscheinlich ziemlich unpraktisch ist, aber naja Hauptsache dem Architekten gefällts. Und außerdem ist es das größte Stadion im polnischen Ligabetrieb, da muss es nicht auch noch praktisch sein. Das Spiel fand ohne Auswärts Fans statt, da Legia ein sechs monatiges Fahrverbot aufgebrummt bekommen hat. Der Grund dürfte bekannt sein. Der Angriff der Legia Hools auf den Gästeblock beim Heimspiel gegen Jagiellonia Bialystok. Das man keine gegnerischen Fans braucht um Stimmung zu machen zeigt sich in der Bundesliga regelmäßig gegen Hoffenheim und Wolfsburg und auch der Lechia Anhang zeigte das heute ziemlich deutlich. Außer einer großen Fahne im Oberrang gab es zwar nichts an optischen Hilfsmitteln, aber bei Schalparaden und Klatscheinlagen zeigte sich die Geschlossenheit der Kurve, denn bis auf die äußeren Ränder zog da jeder mit. Trotzdem gehören Fahnen und Doppelhalter für mich einfach dazu. Akustisch war das aber schon sehr ordentlich. Vor allem bei Wechselgesängen mit der Gegengerade wurde es richtig laut, aber auch so, denn die Kurve war ziemlich durchgängig und mit großer Mitmachquote am Werk. Das ganze zwar eher wenig melodisch, aber ich denke dafür ist Polen auch nicht unbedingt berühmt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden dann grün-weiß karierte Fahnen in der Kurve verteilt, die 20 Minuten ununterbrochen geschwenkt wurden und die gesamte Kurve ausfüllten. Ich konnte meinen Blick kaum noch aufs Spielfeld richten, denn das gab schon ein echt geiles Bild ab. Einfach, aber effektiv, wie hypnotisierend wirkten die bewegten Karo Muster auf mich. Dann wurden die Fahnen wieder komplett zusammengepackt und man beschränkte sich erneut auf den akustischen Teil des Supports. Das Spiel war etwas besser als das gestern, spielte sich aber auch wieder größtenteils zwischen den Strafräumen ab und gute Torchancen waren Mangelware. Die wenigen Chancen machten aber Hoffnung, dass es hier doch irgendwann klingelt und Lechia hatte dabei leichte Vorteile. Als Legia dann anfing besser ins Spiel zu kommen machten sie auch gleich das Tor des Tages. Na es geht doch. So macht Fußball Spaß und wenn hier noch ein vernünftiger Gästepöbel vor Ort ist geht bestimmt die Post ab.
03.05.14. 13:00 Lechia Gdansk (U19) - Lider Wloclawek (U19) 5:1, Stadion Miejski, Centralna Liga Juniorow, 20 Zuschauer
Laut 90minut.pl spielt die U19 ihre Spiele in der höchsten Juniorenliga teilweise im alten Stadion Lechii oder auf dem Nebenplatz und heute sollte das Spiel im Stadion sein. Deshalb bin ich nicht zum Viertliga Kick von Baltyk Gdynia ins Rugby Nationalstadion gefahren sondern eben hier her. Aber leider sollte ich kein Glück haben und das Spiel fand doch auf dem Nebenplatz mit einer kleinen Stahlrohr Tribüne statt. Der Platz und das Spiel waren dann so sinnlos, dass ich mir nicht mehr als eine Halbzeit antun konnte. Da ich den Platz somit nicht zählen werde war das hier verschenkte Lebenszeit, aber zumindest konnte ich hier noch ein paar Kunstwerke begutachten.
So ging es dann also wieder zurück in die Altstadt und zur Marienkirche, die zur Zeit ihrer Fertigstellung die größte Backsteinkirche der Welt war. Jetzt stand wieder etwas Sport auf dem Plan und ich wanderte die gut 400 Stufen auf den Turm hoch und genoss den schönen Ausblick über Danzig. Hier oben wurde dann auch der Plan zum Stadion zu laufen auf Eis gelegt, denn das Ding steht doch eindeutig zu weit Außerhalb. Unten angekommen ging es weiter durch das Grüne Tor zu den Speichern und zum Wahrzeichen Danzigs, dem Krantor. Der erste Hafenkran und der größte im Mittelalter. Jetzt war es aber an der Zeit zum Bahnhof und weiter zum Fußball aufzubrechen.
03.05.14. 18:00 Lechia Gdansk - Legia Warszawa 0:1, Baltic Arena, Ekstraklasa, 18.623 Zuschauer
Etwas über eine Stunde vor Spielbeginn war ich am Stadion und knapp 20 Minuten vor Anpfiff saß ich dann nach langem Anstehen, aber unkomplizierter Ticket Vergabe auf meinem Platz. Von Außen sieht das Stadion aus wie die Arena in München und von Innen wie so eine Arena halt aussieht. In den Ecken sind die Ränge etwas herab geschwungen, was das Ganze ein ganz klein wenig auflockert. Das Dach ist sehr weit nach oben gezogen, was bei Regen wahrscheinlich ziemlich unpraktisch ist, aber naja Hauptsache dem Architekten gefällts. Und außerdem ist es das größte Stadion im polnischen Ligabetrieb, da muss es nicht auch noch praktisch sein. Das Spiel fand ohne Auswärts Fans statt, da Legia ein sechs monatiges Fahrverbot aufgebrummt bekommen hat. Der Grund dürfte bekannt sein. Der Angriff der Legia Hools auf den Gästeblock beim Heimspiel gegen Jagiellonia Bialystok. Das man keine gegnerischen Fans braucht um Stimmung zu machen zeigt sich in der Bundesliga regelmäßig gegen Hoffenheim und Wolfsburg und auch der Lechia Anhang zeigte das heute ziemlich deutlich. Außer einer großen Fahne im Oberrang gab es zwar nichts an optischen Hilfsmitteln, aber bei Schalparaden und Klatscheinlagen zeigte sich die Geschlossenheit der Kurve, denn bis auf die äußeren Ränder zog da jeder mit. Trotzdem gehören Fahnen und Doppelhalter für mich einfach dazu. Akustisch war das aber schon sehr ordentlich. Vor allem bei Wechselgesängen mit der Gegengerade wurde es richtig laut, aber auch so, denn die Kurve war ziemlich durchgängig und mit großer Mitmachquote am Werk. Das ganze zwar eher wenig melodisch, aber ich denke dafür ist Polen auch nicht unbedingt berühmt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurden dann grün-weiß karierte Fahnen in der Kurve verteilt, die 20 Minuten ununterbrochen geschwenkt wurden und die gesamte Kurve ausfüllten. Ich konnte meinen Blick kaum noch aufs Spielfeld richten, denn das gab schon ein echt geiles Bild ab. Einfach, aber effektiv, wie hypnotisierend wirkten die bewegten Karo Muster auf mich. Dann wurden die Fahnen wieder komplett zusammengepackt und man beschränkte sich erneut auf den akustischen Teil des Supports. Das Spiel war etwas besser als das gestern, spielte sich aber auch wieder größtenteils zwischen den Strafräumen ab und gute Torchancen waren Mangelware. Die wenigen Chancen machten aber Hoffnung, dass es hier doch irgendwann klingelt und Lechia hatte dabei leichte Vorteile. Als Legia dann anfing besser ins Spiel zu kommen machten sie auch gleich das Tor des Tages. Na es geht doch. So macht Fußball Spaß und wenn hier noch ein vernünftiger Gästepöbel vor Ort ist geht bestimmt die Post ab.
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