Die Hausherren zählen zu den Vereinen in "meiner" Landesliga, bei denen mir bisher einfach völlig die Motivation fehlte mich aufzuraffen, aber als Tabellenführer steht der Aufstieg in die Oberliga kurz bevor und so machte ich mich dann heute doch mal aus dem tiefsten Süden Düsseldorfs in den hohen Norden der Stadt auf. Als ich am Sportplatz ankam wusste ich auch genau warum ich dieses Ding so lange vor mir hergeschoben habe. Kunstrasen, komplett ohne Ausbau. Das wirklich gute Schlüssel Alt für 1,80 und der Holzkohlegrill hoben die Mundwinkel dann aber doch etwas an, aber wenn selbst ein Holzkohlegrill die Wurst nicht aus dem 08/15 Status rausreißt ist sie wohl einfach nicht gut und wenn einem das Bier dann auch noch so unfreundlich ausgegeben wird hebt das die Stimmung ebenfalls nicht sonderlich. Das Spiel war sehr einseitig und bevor der Kopfball zum 1:0 ins Tor kullerte hätte es schon gut und gerne 2:0 stehen können. Das hochverdiente 2:0 fiel dann kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit und mit dem satten Schuss zum 3:0 aus der Kategorie "Tor des Monats" gab es kurz vor Schluss auch einen schönen Treffer zu bestaunen. Die "Ultras Wittlaer" wird es freuen. Ich habe meine Pflicht getan und werde nicht nochmal herkommen.
Sonntag, 31. Mai 2015
TV Kalkum Wittlaer
31.05.15 15:00 TV Kalkum Wittlaer - Cronenberger SC 3:0, Sportplatz Wittlaer, Landesliga Niederrhein, 290 Zuschauer
Samstag, 23. Mai 2015
Eintracht - Leverkusen
23.05.15 15:30 Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen 2:1, Waldstadion, 1. Bundesliga, 51.500 Zuschauer
Das Spiel begann mit einer Choreo und endete mit der Torjägerkanone, das hätte schlimmer kommen können. Außerdem gab es zum Saisonabschluss noch einen Sieg, der nicht unverdient ist, auch wenn Leverkusen doch etwas mehr vom Spiel hatte. Wenn man diese Saison doch nur nicht so viele Führungen aus der Hand gegeben hätte oder gegen die jeweiligen Schlusslichter etwas ernster zu Sache gegangen wäre... So einfach war der Europacup wohl noch nie zu erreichen. Haris Seferovic erzielte immerhin sein zehntes Tor und der immer zuverlässige und sympathische Alexander Madlung, auf den man bei der Eintracht scheinbar keinen Wert mehr legt machte sein viertes Saisontor - als Abwehrspieler. Aber an Alex Meier mit seinen 19 Toren kam in der ganzen Liga keiner ran und das obwohl er seit Anfang April verletzt ausfällt. So stellt die Eintracht nach Tony Yeboah aus der Saison 93/94 endlich mal wieder den Torschützenkönig. Die Kurve feierte ihn mit "Er trifft mit dem Fuß, er trifft mit dem Kopf. Er trifft wie er will, sogar mit dem Zopf. Fußballgott! Fußballgott! Alex Meier, Fußballgott!" Gesängen und die Mannschaft zeigte ihm zu Ehren ein Plakat mit der Aufschrift "what if god was one of us? AM14". Seltsamerweise hab ich heute nicht einen der vielen "Flaschensammel-Rentner" gesehen, die sonst so zahlreich ums Stadion herum vertreten waren. An ihrer Stelle sind mir diesmal nur Dunkelhäutige aufgefallen, was natürlich nichts schlimmes ist, aber dass die Rentner ihren Zuverdienst scheinbar alle freiwillig aufgegeben haben halte ich für unwahrscheinlich. Allerdings kann ich mich auch geirrt haben und da es nix mit Fußball zu tun hat wollte ich es nur mal am Rande erwähnt haben.
Das Spiel begann mit einer Choreo und endete mit der Torjägerkanone, das hätte schlimmer kommen können. Außerdem gab es zum Saisonabschluss noch einen Sieg, der nicht unverdient ist, auch wenn Leverkusen doch etwas mehr vom Spiel hatte. Wenn man diese Saison doch nur nicht so viele Führungen aus der Hand gegeben hätte oder gegen die jeweiligen Schlusslichter etwas ernster zu Sache gegangen wäre... So einfach war der Europacup wohl noch nie zu erreichen. Haris Seferovic erzielte immerhin sein zehntes Tor und der immer zuverlässige und sympathische Alexander Madlung, auf den man bei der Eintracht scheinbar keinen Wert mehr legt machte sein viertes Saisontor - als Abwehrspieler. Aber an Alex Meier mit seinen 19 Toren kam in der ganzen Liga keiner ran und das obwohl er seit Anfang April verletzt ausfällt. So stellt die Eintracht nach Tony Yeboah aus der Saison 93/94 endlich mal wieder den Torschützenkönig. Die Kurve feierte ihn mit "Er trifft mit dem Fuß, er trifft mit dem Kopf. Er trifft wie er will, sogar mit dem Zopf. Fußballgott! Fußballgott! Alex Meier, Fußballgott!" Gesängen und die Mannschaft zeigte ihm zu Ehren ein Plakat mit der Aufschrift "what if god was one of us? AM14". Seltsamerweise hab ich heute nicht einen der vielen "Flaschensammel-Rentner" gesehen, die sonst so zahlreich ums Stadion herum vertreten waren. An ihrer Stelle sind mir diesmal nur Dunkelhäutige aufgefallen, was natürlich nichts schlimmes ist, aber dass die Rentner ihren Zuverdienst scheinbar alle freiwillig aufgegeben haben halte ich für unwahrscheinlich. Allerdings kann ich mich auch geirrt haben und da es nix mit Fußball zu tun hat wollte ich es nur mal am Rande erwähnt haben.
Sonntag, 17. Mai 2015
HSV Barmbek Uhlenhorst
17.05.15 14:00 HSV Barmbek Uhlenhorst - FC Süderelbe 0:1, Wilhelm Rupprecht Platz, Oberliga Hamburg, 335 Zuschauer
Der Grund für den Besuch im Norden war ein Familien Wochenende in Hamburg mit dem Besuch des Tierparks am Samstag. Und da meine Freundin am heutigen Sonntag beim Hamburger Spring-Derby war und sich Pferde ansah hatte ich Zeit mal was ganz verrücktes zu machen und zum Fußball zu fahren. Da der feine Platz hier scheinbar am Ende der Saison platt gemacht wird fiel die geringe Auswahl natürlich auf BU. Verrückt wen man so zufällig hunderte Kilometer entfernt trifft, denn Marius und Ingo waren auch in der Hansestadt unterwegs. Auf einer Seite gibt es hier zehn Stufen, die sich ums Eck bis hinter eines der Tore ziehen. Auf der anderen Seite gibt es sechs Reihen, die fast komplett mit Sitzschalen ausgestattet sind. Der wenige Rest bietet dann auch noch ein bis zwei Stufen. Auf jeden Fall ein toller Platz, der den Besuch wert war. Die Verpflegung mit gegrillter Schinkenwurst und sehr gutem "Holsten Edel" bekommt geschmacklich Bestnoten, aber die Preise sind mit 2,50 für die dünne Wurst und 2€ für die 0,33er Flasche schon recht grenzwertig. Dennoch war das Bier gut genug für drei Flaschen und bei nem halben Taler weniger wäre die Wurst sicher auch nicht alleine geblieben. Das Spiel war nicht der Brüller, lediglich die letzten 20-30 Minuten machten Spaß und brachten Abwechslung. Ein BU Angriff stach heraus, mit einem auf der Linie geklärten Ball, einer Glanzparade des Schnappers, einem weiteren Ball auf der Linie und einigem "Gestochere". Das Tor fiel kurz vor Schluss durch einen Konter, nach einem zurecht aberkannten Abseits Treffer der Hausherren, so ist Fußball. Ein paar Fans sorgten für etwas Unterhaltung, aber 50% des besungenen sind seit heute schon futsch. "Wir holen die Meisterschaft und den Pokal und Altona ist uns scheißegal."
Donnerstag, 14. Mai 2015
FC Remscheid (Pokalfinale)
14.05.15 15:00 FC Remscheid - TV Dabringhausen 3:0, Stadion Reinshagen, Kreispokal Finale Remscheid, 600 Zuschauer
Das Stadion Reinshagen wird so gut wie nie für Fußball genutzt und noch seltener für Pflichtspiele. Als feststand, dass dort das Finale des Remscheider Kreispokals gespielt wird war schnell klar, dass es zu einem Hopper Auflauf kommen wird und so war es dann auch. Das Stadion ist schon ein feines Teil, wenn es auch nicht zu den Besten in NRW gehört, da es hier einfach zu viele klasse Grounds gibt. Die überdachte Tribüne bietet Sitzbänke und daneben gibt gibt es noch drei neuere Beton Stufen. Auf der anderen Seite gibt es ebenfalls ein paar Reihen Sitzplätze mit ein paar Stufen daneben, hier allerdings unüberdacht. Dafür sind die Stufen aber nett mit Gras bewachsen und auch zwischen den Bänken kommt das ein oder andere Gestrüpp hervor. Das Spiel war im ersten Durchgang extrem langweilig und zog sich, zum Glück gab es bei so vielen bekannten Gesichtern etwas Unterhaltung. In der zweiten Hälfte ging es anfangs genauso weiter, dann zappelte der Ball aber plötzlich im Netz und was vorher undenkbar schien wurde doch wahr, es fielen zwei weitere Tore. Die Zuschauer der Gäste aus Wermelskirchen, die mit der örtlichen Musikkapelle für so etwas wie Stimmung sorgten waren zwar in der Überzahl, konnten die Remscheider durch ihre Melodien aber nicht irritieren und vom Sieg abbringen. Wurst und Bier gab es leider nicht, dafür hatten die türkischen "Versorger" Döner und Grillspieße im Angebot und der Spieß war auch ganz gut. Da ich in Remscheid mit vielem, aber ganz sicher nicht mit der Plörre aus der Domstadt gerechnet habe orderte ich unwissend ein Bier und muss zugeben, dass es für Kölsch beim ersten Schluck gar nicht so schlecht war. Aber dass mit dem Bier etwas nicht stimmen konnte fiel mir direkt auf, denn auch frisch gezapft und schön kalt schmeckt das Zeug schal. Mit der Fraktion "Fortuna Zwote" gönnte ich mir dann am Parkplatz noch Büchsenbier, denn so ganz ohne darf ein Pokalfinale natürlich nicht enden.
Das Stadion Reinshagen wird so gut wie nie für Fußball genutzt und noch seltener für Pflichtspiele. Als feststand, dass dort das Finale des Remscheider Kreispokals gespielt wird war schnell klar, dass es zu einem Hopper Auflauf kommen wird und so war es dann auch. Das Stadion ist schon ein feines Teil, wenn es auch nicht zu den Besten in NRW gehört, da es hier einfach zu viele klasse Grounds gibt. Die überdachte Tribüne bietet Sitzbänke und daneben gibt gibt es noch drei neuere Beton Stufen. Auf der anderen Seite gibt es ebenfalls ein paar Reihen Sitzplätze mit ein paar Stufen daneben, hier allerdings unüberdacht. Dafür sind die Stufen aber nett mit Gras bewachsen und auch zwischen den Bänken kommt das ein oder andere Gestrüpp hervor. Das Spiel war im ersten Durchgang extrem langweilig und zog sich, zum Glück gab es bei so vielen bekannten Gesichtern etwas Unterhaltung. In der zweiten Hälfte ging es anfangs genauso weiter, dann zappelte der Ball aber plötzlich im Netz und was vorher undenkbar schien wurde doch wahr, es fielen zwei weitere Tore. Die Zuschauer der Gäste aus Wermelskirchen, die mit der örtlichen Musikkapelle für so etwas wie Stimmung sorgten waren zwar in der Überzahl, konnten die Remscheider durch ihre Melodien aber nicht irritieren und vom Sieg abbringen. Wurst und Bier gab es leider nicht, dafür hatten die türkischen "Versorger" Döner und Grillspieße im Angebot und der Spieß war auch ganz gut. Da ich in Remscheid mit vielem, aber ganz sicher nicht mit der Plörre aus der Domstadt gerechnet habe orderte ich unwissend ein Bier und muss zugeben, dass es für Kölsch beim ersten Schluck gar nicht so schlecht war. Aber dass mit dem Bier etwas nicht stimmen konnte fiel mir direkt auf, denn auch frisch gezapft und schön kalt schmeckt das Zeug schal. Mit der Fraktion "Fortuna Zwote" gönnte ich mir dann am Parkplatz noch Büchsenbier, denn so ganz ohne darf ein Pokalfinale natürlich nicht enden.
Sonntag, 10. Mai 2015
BV Horst Süd + SG Eintracht Gelsenkirchen
10.05.15 13:15 BV Horst Süd II - SpVgg Middelich Resse III 7:2, Fürstenbergstadion, Kreisliga C Gelsenkirchen, 14 Zuschauer
Der ursprüngliche Plan sah einen Dreier vor und sollte im Südstadion bei der Zweiten von SG Eintracht Gelsenkirchen starten. Allerdings scheiterte dieser Plan kläglich an der Anreise. Zum Teil war das natürlich auch meine Schuld, da 15 Minuten Puffer im Ruhrpott auch am Sonntag nicht viel sind, aber mit über einer Stunde Stau hätte ich nie gerechnet. An Alternativen mangelt es hier aber zum Glück nicht und so ging es bei herrlichem Sonnenschein ins traumhaft schöne Fürstenbergstadion zur zweiten Mannschaft des BV Horst Süd. Neben einer überdachten Tribüne mit Sitzschalen wird der Platz von einer ordentlichen Anzahl Stufen umrundet und weil das noch nicht geil genug ist sind diese komplett mit Gras bewachsen. In meiner ewigen Bestenliste wird das Stadion auf jeden Fall in den top ten landen. Nach 15 Minuten stand es schon 3:0 und ein wahres Debakel für die Gäste bahnte sich an, aber mit dem 3:1 Pausenstand konnten sie dann doch leben. Der Knaller war der Schiedsrichter, der das Rentenalter schon gut überschritten hat und dessen Bewegungs Radius kaum über den Mittelkreis hinaus ging. Zur Mantaplatte für 3,50€ kann man zwischen Veltins und Stauder zu 1,50€ wählen, aber wer trinkt schon Veltins wenn es ne Alternative gibt die nicht KöPi heißt? Also Stauder vor, noch ein Tor und eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff stand es auch schon 6:1. Kurz vor Schluss gelang den Gästen noch ein zweiter Treffer und mit neun gesehenen Toren kann ich gut leben. Auffällig war, dass hier eine sehr Südländische eine auffallend deutsche Mannschaft zu Gast hatte.
10.05.15. 15:00 SG Eintracht Gelsenkirchen - Grün Weiß Heßler 6:0, Südstadion Haidekamp, Kreisliga B Gelsenkirchen, 46 Zuschauer
10.05.15. 15:00 SG Eintracht Gelsenkirchen - Grün Weiß Heßler 6:0, Südstadion Haidekamp, Kreisliga B Gelsenkirchen, 46 Zuschauer
Dann gab es erneut eine Plan Änderung, denn eigentlich war nun der Kick in der Westfalenliga des SV Horst Emscher nur einen Kilometer entfernt geplant. Zwar höher klassig, aber auf Kunstrasen ohne all zu großen Ausbau. Da das Spiel eben etwas früher begonnen hat und nach einer verkürzten Pause auch eher weiter ging sollte das zuerst geplante Südstadion wieder interessant und machbar werden und jetzt auch mit der Ersten anstatt der zweiten Mannschaft. Mit gut fünf Minuten Verspätung war die Ankunft auch vollkommen im Rahmen. Für den frühen Treffer zum 1:0 hat es auf jeden Fall gereicht und dann passierte auch nicht mehr viel bis zur Pause. Die gute und schön dunkle Bratwurst wollte für faire 1,80€ partout nicht alleine bleiben und bekam durch ein Stauder für 1,50€ nette Gesellschaft. Nach einer Ampelkarte ging es jetzt auch hier munter weiter und die SGE schoss die in der Tabelle besser stehenden Gäste locker ab. Eine besondere Rolle sollte erneut der Schiedsrichter spielen, denn ich rätselte bis zum Schluss ob er denn nun Männlein oder Weiblein ist, aber da Frauen in der Regel doch etwas hübscher sind war das am Ende auch geklärt. Das Stadion ist auch hier wieder ein wahr gewordener Traum und überzeugt auf ganzer Linie. Die Tribüne ist etwas größer als zuvor und bietet überdachte Plätze auf Sitzbänken. Die Stufen rundum sind dafür zahlenmäßig etwas unterlegen. Hier sind die Stufen zwar nicht komplett mit Gras bewachsen, aber aus den Fugen der Betonplatten wachsen alle möglichen Pflanzen, mal mehr und mal weniger stark. Kurz vor Schluss bemerkte ich dann, dass mit Carsten noch ein bekanntes Gesicht vor Ort ist und so wurde noch kurz gemeinsam beschlossen, dass Gelsenkirchen doch sehr viele klasse Stadien zu bieten hat.
Dienstag, 28. April 2015
1. FC Monheim (Pokalfinale)
28.04.15 18:45 1. FC Monheim - Vatanspor Solingen 1:0, Rheinstadion, Kreispokalendspiel Solingen, 245 Zuschauer
Das Pokalendspiel im Kreis Solingen sollte auf jeden Fall im Monheimer Rheinstadion, also auf dem Rasenplatz stattfinden. Das war Grund genug ohne zu duschen oder so nen Spökes direkt von der Arbeit kommend anzutanzen um ein oder zwei Feierabend Bierchen zu nippen. Durch das fehlende Flutlicht am Hauptplatz auch der frühe Anstoß und wie sagt man so schön? Alle guten Dinge sind vier, denn dreimal stand ich hier schon nebenan am Kunstrasen mit meinem Alt. Eine kleine Überdachung mit zwei Reihen und 44 Sitzschalen plus drei Garten-Bänke bietet die Hauptseite. Außerdem gibt es auf der anderen Seite drei Stufen über die gesamte Länge, wobei die Unterste allerdings fast eben ist. Dort gibt es auch noch ein paar Sitzschalen und Bänke. So viele Zuschauer kommen sonst nicht und das große Alt für 2,60 sowie die Verpflegung mit Bratwurst und Steak sorgten für Freude. Das Tor des Tages fiel durch einen Elfmeter und damit waren die Spieler der Gäste überhaupt nicht einverstanden. Gemecker, Pöbeleien und Schubsereien waren die Folge und sorgten für ne rote Karte. Darauf folgten noch mehr Diskussionen und Beleidigungen aus den Reihen der Gäste Zuschauer. Ich will ja nichts falsches sagen, aber so ganz untypisch ist das für türkische Mannschaften bekanntlich nicht. Sportlich war das Spiel bedeutungslos, da beide Finalisten für den Niederrheinpokal in der nächsten Saison qualifiziert sind, aber einen Titelgewinn nimmt man trotzdem gerne mit. Glückwunsch in die nette Nachbarstadt Monheim.
Sonntag, 26. April 2015
Belgrad (Roter Stern - Partizan)
Das ewige Derby in Belgrad stand als nächstes Highlight auf der Agenda 2015. Mit Air Serbia ging es Freitag Abend von Frankfurt aus in die serbische Hauptstadt. Auch wenn Taxi fahren hier bezahlbar ist wurden die Mokel ignoriert und die Buslinie 72 in die Stadt genommen. Nach dem Frühstück sah das Programm am nächsten Morgen Sightseeing vor und mit der Kirche des heiligen Markus im Tašmajdan Park, dem Parlament und dem alten Palast gibt es da auch ein paar nette Gebäude. Das Highlight war aber die Kalemegdan Parkanlage mit der Festung von Belgrad an der Mündung der Save in die Donau. Als Kontrast dazu sieht man aber teilweise auch noch Gebäude mit Kriegsschäden und viele verfallene, alte Hochhäuser. Insgesamt auf jeden Fall eine klasse Stadt mit recht vielen Grünflächen und dem gewissen Flair. Irgendwann war es dann aber an der Zeit zum Stadion aufzubrechen.
25.04.15 18:00 FK Crvena Zvezda - FK Partizan 0:0, Stadion Rajko Mitić (Marakana), Super Liga, 44.120 Zuschauer
Am Stadion gab es dann verwunderte Blicke, denn die einzige Kontrolle war die direkt am Stadion in die jeweiligen Blöcke. Für knapp 10€ kam man auf die Haupttribüne wo wir uns in Richtung Gästekurve niederließen. Schon beim einsingen waren beide Kurven teilweise extrem laut und man bekam Lust aufs Spiel. Lust hatten auch ein paar Partizan Anhänger, die sich auf der Gegengerade zur Heimkurve aufmachten um "Hallo" zu sagen. Nach einigen kräftigen (Hand) Schlägen beendete die Polizei die Begrüßungsaktion. Da die Roter Stern Anhänger aber gute Gastgeber sind widmeten sie sich dann den Polizisten und verteilten Massenhaft Gastgeschenke in Form von Hunderten Sitzschalen und allem was sich auf die Schnelle auftreiben ließ, bis hin zu einem Absperrgitter (Tor). Dann verschafften sich die Cops Zutritt in die Kurve, aber die Bescherung war noch nicht vorbei und sie wurden wieder nach Draußen gebeten. So ging es einige Zeit hin und her und zwischenzeitlich hatte ich etwas Angst, dass bei so viel Liebe und Zuneigung keiner mehr dran denkt das Fußballspiel anzupfeifen. Nach gut 40 Minuten war die Party aber vorbei und das 148. Derby konnte beginnen. Die Choreo der Delije (Mutige / Fans von Roter Stern) war top durchorganisiert, gut durchgeführt und wurde sehr lange präsentiert. Zu einem großen Spruchband gab es rote und weiße Fähnchen, dann rauchte es etwas und im Rauch wurde die Blockfahne mit der Abbildung eines ehemaligen Spielers hochgezogen. Als die Fahne wieder runter gezogen war gab es eine geniale Show mit rotem Rauch, der wie im Lehrbuch nach oben abzog, so dass die gesamte Kurve zu einer roten Wand wurde. Danach bzw. mittendrin kamen auch noch ein paar Fackeln dazu. Einzelne Bengalos oder Rauchpötte gab es dann wie erwartet auf beiden Seiten während des gesamten Spiels. Die Delije waren mit einem größeren Haufen dauerhaft aktiv und sorgten mit ein paar Fahnen auch für etwas Bewegung. Wenn sie die gesamte Kurve zum Mitmachen bewegen konnten wurde es auch wirklich laut und wenn die gesamte Kurve hüpfte war das natürlich ein geiles Bild. Der Gästeblock hatte hier meiner Meinung nach aber die Nase vorn, auch wenn wir eben etwas näher hier dran saßen. Die Lautstärke war teils einfach brutal und nahezu der gesamte Block machte bei den Klatsch-, Sing- und Hüpf Einlagen dauerhaft mit. Die Grobari (Totengräber / Fans von Partizan) zeigten außerdem auch ab und an mal ein Spruchband. Zum zweiten Durchgang gab es zuerst eine fette Pyro Show in der Heimkurve und dann im Gäste Sektor. Diese beiden Aktionen waren einfach heftig und genau das was ich mir vorgestellt und erhofft hatte. In der Bundesliga wäre das Spiel deshalb abgebrochen worden, also wenn man davon absieht, dass es in Deutschland nach den Ausschreitungen gar nicht erst begonnen hätte. In der zweiten Hälfte legten vor allem die Delije noch etwas zu und es gab keine Minute in der nicht irgendwo irgendwas brannte und qualmte. Das Spiel riss wohl keinen vom Hocker, denn die Nullnummer war absehbar und völlig gerechtfertigt. Für das Topspiel des Zweiten gegen den Ersten ein Armutszeugnis. Partizan ist damit sechs Partien vor Schluss mit fünf Zählern Vorsprung wohl ziemlich sicher Meister und zieht dann mit 26 Titeln (incl. Jugoslawien) mit Roter Stern gleich.
Nach dem erfolgreichen Länderpunkt Serbien gönnten wir uns im 24 Stunden geöffneten Gold Grill am Slavija Platz noch jeweils ein gutes XXL Pljeskavica, bevor es in die Altstadt ging wo der Tag in ner netten Runde und mit ein paar Pivo ausklingen sollte. Dion und ich hatten dann aber noch Lust auf ein Bierchen als der Laden dicht machte und die Anderen sich ins Bett verabschiedeten, so dass die Nacht am nächsten Morgen nach nur vier Stunden Schlaf rum war. Nach dem Frühstück ging es zum Frühsport und teilweise wurde dafür der Bus genutzt, denn die 27 km vom Vortag haben ihre Spuren in Form von Blasen an den Füßen hinterlassen.
26.04.15 11:00 FK Dorćol - FK IM Rakovica 1:0, Stadion FK Dorćol, Srpska Liga Beograd, 186 Zuschauer
Bei diesem Klassiker handelt es sich um ein Spiel der dritten Liga und die Qualität des Spiels sorgte nicht unbedingt dafür, dass ich wach oder fit wurde. Für lange Abende mit Suff und zu wenig Schlaf bin ich langsam einfach doch zu alt. Deshalb gab es auch nur ein Pivo zum Frühstück. Unter den handgezählten Zuschauern dürfte ziemlich genau die Hälfte Deutsch gesprochen haben. Die große Überraschung des Spiels war das Tor, denn unglücklich kann man die Tor Abschlüsse nicht nennen, eher unfähig. Allerdings fiel die Bude auch nicht aus dem Spiel heraus sondern dank eines Elfmeters, den es für eine TV reife Schwalbe gab. Der Platz nebenan hätte eine kleine Tribüne gehabt, dieser hier nur drei Stufen auf einer Seite. Aber auf der Gegenseite gab es eine Mauer mit Grashang dahinter von der man das Spiel gut verfolgen konnte. Zudem gab es eine kleine "Bauruine" hinterm Tor, von wo man ebenfalls im Schatten zusehen konnte. Die Lage des Platzes ist sehr nett. Auf der einen Seite liegt direkt die Burg, auf der Anderen die Donau und dazwischen die Save, garniert wird das Ganze noch durch einen Turm. Ein paar Jugendliche sorgten zusätzlich für ein bisschen Stimmung.
Da Katja sich verständlicherweise lieber ein paar weitere Seiten der Stadt ansah und nach Spielschluss noch unterwegs war ging es für mich mit den Jungs weiter. Nach ein paar Pivo stand dann auch schon das nächste Spiel des Tages auf dem Plan.
26.04.15 16:00 OFK Beograd - FK Rad 1:0, Omladinski Stadion, Super Liga, 600 Zuschauer
Das "kleine Derby" der ersten Liga fand vor gerade mal offiziell 600 Zuschauern statt, darunter waren natürlich auch wieder einige Hopper verschiedener Länder, knapp ein Drittel würde ich tippen. Das Spiel war in der ersten Hälfte etwas unterhaltsamer als der Kick gestern, aber auch hier fiel der einzige Treffer nur durch einen Elfmeter. Die zweite Halbzeit zog sich dann wie Kaugummi und wollte einfach nicht enden. Knapp 150 Leute waren im Gästeblock und davon war gut die Hälfte aktiv und sorgte ziemlich konstant für etwas Stimmung. In der Heimkurve standen rund 100 Leute, die sich nahezu komplett am Support beteiligten. Das war anfangs ganz nett, aber durch die fehlende Abwechslung konnte das leider nicht lange begeistern. Eine kleine Choreo mit Doppelhaltern und eine einzige Fackel waren dann die "Highlights", beides auf der Heimseite. Das Stadion für rund 20.000 Zuschauer kann auf jeden Fall was. Die Gegentribüne ist scheinbar komplett gesperrt und verfällt so langsam vor sich hin. Aber auch ansonsten hat der Ground einen richtig schön vergammelten Charme.
Nach dem Spiel war auch meine bessere Hälfte wieder am Start und zu sechst ging es ins empfehlenswerte Restoran Velika Skadarlija. Dort gab es eine sehr leckere Grillplatte, ein paar Pivo und nen Kurzen, der dem Jüngsten unter uns irgendwie nicht so gut bekam. Dann verabschiedeten wir uns von den Anderen und nach nem Abstecher zur sehenswerten Kathedrale des Heiligen Sava (die größte Kirche Südosteuropas und eine der größten Orthodoxen der Welt) ging es nach 25 gelaufenen Tageskilometern ins Hotel wo die Nacht nach erneut nur vier Stunden wieder rum war und der Bus uns zurück zum Flughafen brachte.
Am Stadion gab es dann verwunderte Blicke, denn die einzige Kontrolle war die direkt am Stadion in die jeweiligen Blöcke. Für knapp 10€ kam man auf die Haupttribüne wo wir uns in Richtung Gästekurve niederließen. Schon beim einsingen waren beide Kurven teilweise extrem laut und man bekam Lust aufs Spiel. Lust hatten auch ein paar Partizan Anhänger, die sich auf der Gegengerade zur Heimkurve aufmachten um "Hallo" zu sagen. Nach einigen kräftigen (Hand) Schlägen beendete die Polizei die Begrüßungsaktion. Da die Roter Stern Anhänger aber gute Gastgeber sind widmeten sie sich dann den Polizisten und verteilten Massenhaft Gastgeschenke in Form von Hunderten Sitzschalen und allem was sich auf die Schnelle auftreiben ließ, bis hin zu einem Absperrgitter (Tor). Dann verschafften sich die Cops Zutritt in die Kurve, aber die Bescherung war noch nicht vorbei und sie wurden wieder nach Draußen gebeten. So ging es einige Zeit hin und her und zwischenzeitlich hatte ich etwas Angst, dass bei so viel Liebe und Zuneigung keiner mehr dran denkt das Fußballspiel anzupfeifen. Nach gut 40 Minuten war die Party aber vorbei und das 148. Derby konnte beginnen. Die Choreo der Delije (Mutige / Fans von Roter Stern) war top durchorganisiert, gut durchgeführt und wurde sehr lange präsentiert. Zu einem großen Spruchband gab es rote und weiße Fähnchen, dann rauchte es etwas und im Rauch wurde die Blockfahne mit der Abbildung eines ehemaligen Spielers hochgezogen. Als die Fahne wieder runter gezogen war gab es eine geniale Show mit rotem Rauch, der wie im Lehrbuch nach oben abzog, so dass die gesamte Kurve zu einer roten Wand wurde. Danach bzw. mittendrin kamen auch noch ein paar Fackeln dazu. Einzelne Bengalos oder Rauchpötte gab es dann wie erwartet auf beiden Seiten während des gesamten Spiels. Die Delije waren mit einem größeren Haufen dauerhaft aktiv und sorgten mit ein paar Fahnen auch für etwas Bewegung. Wenn sie die gesamte Kurve zum Mitmachen bewegen konnten wurde es auch wirklich laut und wenn die gesamte Kurve hüpfte war das natürlich ein geiles Bild. Der Gästeblock hatte hier meiner Meinung nach aber die Nase vorn, auch wenn wir eben etwas näher hier dran saßen. Die Lautstärke war teils einfach brutal und nahezu der gesamte Block machte bei den Klatsch-, Sing- und Hüpf Einlagen dauerhaft mit. Die Grobari (Totengräber / Fans von Partizan) zeigten außerdem auch ab und an mal ein Spruchband. Zum zweiten Durchgang gab es zuerst eine fette Pyro Show in der Heimkurve und dann im Gäste Sektor. Diese beiden Aktionen waren einfach heftig und genau das was ich mir vorgestellt und erhofft hatte. In der Bundesliga wäre das Spiel deshalb abgebrochen worden, also wenn man davon absieht, dass es in Deutschland nach den Ausschreitungen gar nicht erst begonnen hätte. In der zweiten Hälfte legten vor allem die Delije noch etwas zu und es gab keine Minute in der nicht irgendwo irgendwas brannte und qualmte. Das Spiel riss wohl keinen vom Hocker, denn die Nullnummer war absehbar und völlig gerechtfertigt. Für das Topspiel des Zweiten gegen den Ersten ein Armutszeugnis. Partizan ist damit sechs Partien vor Schluss mit fünf Zählern Vorsprung wohl ziemlich sicher Meister und zieht dann mit 26 Titeln (incl. Jugoslawien) mit Roter Stern gleich.
Nach dem erfolgreichen Länderpunkt Serbien gönnten wir uns im 24 Stunden geöffneten Gold Grill am Slavija Platz noch jeweils ein gutes XXL Pljeskavica, bevor es in die Altstadt ging wo der Tag in ner netten Runde und mit ein paar Pivo ausklingen sollte. Dion und ich hatten dann aber noch Lust auf ein Bierchen als der Laden dicht machte und die Anderen sich ins Bett verabschiedeten, so dass die Nacht am nächsten Morgen nach nur vier Stunden Schlaf rum war. Nach dem Frühstück ging es zum Frühsport und teilweise wurde dafür der Bus genutzt, denn die 27 km vom Vortag haben ihre Spuren in Form von Blasen an den Füßen hinterlassen.
26.04.15 11:00 FK Dorćol - FK IM Rakovica 1:0, Stadion FK Dorćol, Srpska Liga Beograd, 186 Zuschauer
Bei diesem Klassiker handelt es sich um ein Spiel der dritten Liga und die Qualität des Spiels sorgte nicht unbedingt dafür, dass ich wach oder fit wurde. Für lange Abende mit Suff und zu wenig Schlaf bin ich langsam einfach doch zu alt. Deshalb gab es auch nur ein Pivo zum Frühstück. Unter den handgezählten Zuschauern dürfte ziemlich genau die Hälfte Deutsch gesprochen haben. Die große Überraschung des Spiels war das Tor, denn unglücklich kann man die Tor Abschlüsse nicht nennen, eher unfähig. Allerdings fiel die Bude auch nicht aus dem Spiel heraus sondern dank eines Elfmeters, den es für eine TV reife Schwalbe gab. Der Platz nebenan hätte eine kleine Tribüne gehabt, dieser hier nur drei Stufen auf einer Seite. Aber auf der Gegenseite gab es eine Mauer mit Grashang dahinter von der man das Spiel gut verfolgen konnte. Zudem gab es eine kleine "Bauruine" hinterm Tor, von wo man ebenfalls im Schatten zusehen konnte. Die Lage des Platzes ist sehr nett. Auf der einen Seite liegt direkt die Burg, auf der Anderen die Donau und dazwischen die Save, garniert wird das Ganze noch durch einen Turm. Ein paar Jugendliche sorgten zusätzlich für ein bisschen Stimmung.
Da Katja sich verständlicherweise lieber ein paar weitere Seiten der Stadt ansah und nach Spielschluss noch unterwegs war ging es für mich mit den Jungs weiter. Nach ein paar Pivo stand dann auch schon das nächste Spiel des Tages auf dem Plan.
26.04.15 16:00 OFK Beograd - FK Rad 1:0, Omladinski Stadion, Super Liga, 600 Zuschauer
Das "kleine Derby" der ersten Liga fand vor gerade mal offiziell 600 Zuschauern statt, darunter waren natürlich auch wieder einige Hopper verschiedener Länder, knapp ein Drittel würde ich tippen. Das Spiel war in der ersten Hälfte etwas unterhaltsamer als der Kick gestern, aber auch hier fiel der einzige Treffer nur durch einen Elfmeter. Die zweite Halbzeit zog sich dann wie Kaugummi und wollte einfach nicht enden. Knapp 150 Leute waren im Gästeblock und davon war gut die Hälfte aktiv und sorgte ziemlich konstant für etwas Stimmung. In der Heimkurve standen rund 100 Leute, die sich nahezu komplett am Support beteiligten. Das war anfangs ganz nett, aber durch die fehlende Abwechslung konnte das leider nicht lange begeistern. Eine kleine Choreo mit Doppelhaltern und eine einzige Fackel waren dann die "Highlights", beides auf der Heimseite. Das Stadion für rund 20.000 Zuschauer kann auf jeden Fall was. Die Gegentribüne ist scheinbar komplett gesperrt und verfällt so langsam vor sich hin. Aber auch ansonsten hat der Ground einen richtig schön vergammelten Charme.
Nach dem Spiel war auch meine bessere Hälfte wieder am Start und zu sechst ging es ins empfehlenswerte Restoran Velika Skadarlija. Dort gab es eine sehr leckere Grillplatte, ein paar Pivo und nen Kurzen, der dem Jüngsten unter uns irgendwie nicht so gut bekam. Dann verabschiedeten wir uns von den Anderen und nach nem Abstecher zur sehenswerten Kathedrale des Heiligen Sava (die größte Kirche Südosteuropas und eine der größten Orthodoxen der Welt) ging es nach 25 gelaufenen Tageskilometern ins Hotel wo die Nacht nach erneut nur vier Stunden wieder rum war und der Bus uns zurück zum Flughafen brachte.
Abonnieren
Posts (Atom)