Sonntag, 1. Februar 2026

SD Eibar - Sporting Gijon

01.02.26 16:15 SD Eibar - Real Sporting de Gijon 1:0 (0:0), Estadio Municipal de Ipurua, Segunda Division, 5.566 Zuschauer

Das autonome Baskenland ist in drei Provinzen unterteilt und für das zweite Spiel des Tages ging es rund 50 km von Bilbao in der Provinz Bizkaia nach Eibar in die Provinz Gipuzkoa. Eibar hat 28.000 Einwohner. Beim Aufstieg in die Primera Division 2014 war es die kleinste Stadt Spaniens, die je dort vertreten war. Außer einer kleinen, alten Stierkampfarena, die ziemlich geil mitten in der Stadt liegt und mein Highlight im Stadtbild war, gibt es auch Rolltreppen, die im Zentrum unter freien Himmel einfache Treppen ersetzen und die vielleicht Pias Highlight der ganzen Tour waren. Sonst gibt es nichts zu sehen. Es zeichnete sich aber vorm Spiel schon ab, dass sehr viele Gästefans vor Ort sind, die den zentralen Platz für sich beanspruchten. Das Stadion wurde so wie es heute ist erst 2020 fertiggestellt. Für ein neues Stadion sieht es ganz gut aus, was vermutlich an der eckigen Form und natürlich den Flutlichtmasten liegt. Das Estadio füllte sich erst ganz kurz vor und selbst nach Anpfiff und am Ende waren auf allen Tribünen mehr Gäste- als Heimfans verteilt. Keine Ahnung, weshalb aus dem 300 km entfernten Asturien so viele Leute hier waren oder ob die hier arbeiten, aber es hat mich doch sehr positiv überrascht. Viel gemacht haben sie daraus aber nicht. Der kleine Mob in der Heimkurve war da schon etwas motivierter. Selbstverständlich war das Spiel in der zweiten Liga sportlich der bisherige Höhepunkt und das Tor kurz nach Wiederanpfiff sorgte für Entspannung. Aber auch die Sonne konnte nicht verhindern, dass mich die beiden vorherigen Spiele im Gesamtpaket deutlich glücklicher gemacht haben. Es war hier einfach alles zu geleckt und die Softdrinks und Snacks aus dem Stadionkiosk rissen da ganz sicher auch nix raus. 






CD Santurtzi - SD Leioa

01.02.26 11:15 CD Santurtzi - SD Leioa 1:2 (0:1), Estadio San Jorge, Tercera Federacion RFEF Grupo 4 (Euskadi), 375 Zuschauer

Wer schön sein will, muss leiden. Da bin ich raus. Wer drei Spiele am Tag sehen will, muss aber auch leiden und da sind wir beim Thema. Sonntag Morgen viertel nach Elf in Spanien. Zeit für Fußball in der Tercera Federacion Euskadi, der fünften Liga und Oberliga des Baskenlandes. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass das führen eines Kraftfahrzeuges in meinem Zustand vermutlich nur so semi erlaubt und ideal war. Einen richtigen Kater und Kopf hatte ich zwar nicht, aber fit wäre definitiv die falsche Bezeichnung gewesen. Santurtzi ist eine Nachbargemeinde von Sestao, wo es gestern Abend bereits gut war. Der Club Deportivo Santurtzi wurde 1952 gegründet und pendelt zwischen der dritten und sechsten Liga hin und her. Die Lage des Platzes ist schon ganz geil. Am Hang mit Ausblick. Das "Kassenhäuschen" aus dem Stadion heraus liegt an einer steilen Straße. Faszinierend, wo und wie man überall Sportplätze gebaut hat. Insgesamt war es hier sehr Lila. Die Milka Kuh oder der Lilalaunebär hätten hier ihre Freude gehabt. Die hatten wir aufgrund der Tribüne und der Stehränge aber auch und natürlich wegen der Cantina. Eine Cantina wie man sie sich beim spanischen Amateurfußball wünscht. Getränketechnisch blieben keine wünsche offen und Essenstechnisch sowieso nicht. Wir beschränkten uns dabei auf leckere Bocadillos und Croquetas. Daumen hoch. Das Bier wollte noch nicht so an mich ran, aber eins gehört beim Fußball einfach dazu. Das Spiel wirkte zwar nicht entschleunigend und war ziemlich hart geführt, die Trikots hingegen schon sehr. Ganz klassisch grüne Trikots mit weißen Nummern, grünen Hosen und grünen Stutzen bei den Gästen und bei der Heimmannschaft das gleiche selbstverständlich in lila. In der Schlussphase drückte Santurtzi zwar noch stark auf den Ausgleich und gab Vollgas, aber der Anschlusstreffer fiel zu spät, als dass er realistisch gewesen wäre. So macht das Spaß. Visca Santurtzi.