14.02.26 15:30 Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 3:0 (2:0), Waldstadion, 1. Bundesliga, 59.500 Zuschauer
Valentinstag. Einer dieser Tage, die keiner braucht und der viel zu viel Aufmerksamkeit bekommt. Wer mit seinem Partner feiern will oder muss, hat doch den Jahrestag. Bin ich antikapitalistisch? Nee, nur net verblödet. Im Grunde sollte man Menschen aus Selbstschutz sowieso nicht lieben. Valentinstag = Spieltag. Das ist Liebe, die wahre Liebe, die einzige Liebe. Der eigene Fußballverein! Diese Liebe hält ewig. Der Verein betrügt, belügt und enttäuscht einen nicht. Zwar ist auch in dieser Beziehung nicht immer alles toll, aber das liegt dann nicht am Verein, sondern -und da sind wir wieder beim Thema- an den handelnden Menschen. Wer Geld für sinnlose Geschenke spart, der hat auch 8€ übrig, um auf einem miserablen Acker zu parken und 10€ für sechs Bier, die man an bedürftige Menschen spenden kann. Gladbach füllte den Gästeblock, wie man es von einem Traditionsverein erwarten darf. Besonders gute Stimmung darf man von diesen Bauern Lümmeln aber nicht erwarten. Immer wenn ich aktiv die Ergebnisse verfolge, bekommt die Elf vom Niederrhein auf den Sack und dennoch stehen sie auf dem 12. Platz. In der Hinrunde schenkten wir ihnen schon ein 5:0 zur Halbzeit ein, das am Ende leider nur ein 6:4 wurde und unseren Absturz einleitete. Das heutige Spiel war zwar nicht überragend, aber gegen die reichte es trotzdem wieder für ein lockeres 3:0. Schöne Tore von Brown, der scheinbar wahrlosen Aneinanderreihung von Buchstaben Ayoube Amaimouni Echghouyab und Knauff. Eine Abwehr, die diesen Namen mal wieder verdiente. Ein Torhüter, der seinem Job mal wieder sehr gut nachkam. Ein Gegner, der es einem leicht machte. Leute, die einen zum Trinken verführten. Trinken, das einem den entspannten Tag vermasselte. Ein entspannter Tag, der in der Kneipe endete und dafür sorgte, dass das Auto stehen bleiben musste. Eintracht Frankfurt, ich liebe dich! Am Valentinstag und an allen anderen Tagen.

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