Samstag, 27. Juni 2026

Olympia Skistadion

27.06.26 15:30 PSV Braunschweig - FC Mainaustraße 1:3, Olympia Skistadion Garmisch-Partenkirchen, Testspiel, 2.713 Zuschauer

Ich bin alt und komme aus einer Zeit, in der Politik nichts beim Fußball zu suchen hatte. Heute geht das leider nicht mehr. Ich muss hierbei auch offen bekennen, dass ich nichts links des linken Flügels der Sozialdemokraten stehe und somit in der heutigen Zeit automatisch unter dem Stempel "Nazi" geführt werde. Als solcher sollte man seine Meinung tunlichst für sich behalten, auch wenn sie vermeintlich gar nicht so negativ ist und früher unter Begriffen wie beispielsweise "liberal" gelaufen wäre. Glückwunsch zur Spaltung der Gesellschaft. Deshalb gehe ich hier lediglich auf die beiden Gründe meines Erscheinens zu diesem Event ein. Groundhopping in seiner wortwörtlichen Bedeutung und dem Beisammensein mit Freunden und guten Bekannten. Der Begriff "Non-League" ist in seinem Ursprung nicht ganz wörtlich zu nehmen. In diesem Ground gibt es aber tatsächlich schon lange keinen Ligabetrieb mehr. Das Olympia-Skistadion der Winterspiele 1936 ist ein wahrer wie beeindruckender Non-League Ground. Bekannt durch Skispringen und genau gesagt für das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee, wird das Stadion nur im Winter aktiv genutzt. Im Sommer dient es nur als Touristen Magnet. Fußball wurde hier auch nie dauerhaft gespielt. Der SC Eibsee Grainau spielte zwischen 1972 und 74 während des Umbaus der eigenen Anlage zeitweise hier und auch der 1.FC Garmisch Partenkirchen soll früher wohl vereinzelte Spiele hier ausgetragen haben. Das hufeisenförmige Stadion am Auslauf der großen Olympia-Schanze wird wohl nur noch heute einmalig für Fußball genutzt worden sein. Diese Möglichkeit ließen sich weit über 2.000 Hopper aus ganz Deutschland und dem Ausland nicht entgehen. Einige dieser Leute will ich aus den verschiedensten Gründen gar nicht kennen. Allgemein ist man beim Hoppen tolerant anderen Vereinen gegenüber. So ließen mich selbst Offenbacher Fanutensilien völlig kalt. Was mich aber leider nicht kalt lässt, ist diese abartige scheiß Ziege. Da hab ich meine Abneigung leider nur bedingt im Griff. Ein kurzer Stopp am Kloster Ettal war das einzige, wofür vorm Spiel noch Zeit war. Letztes Jahr hatte ich einen wunderbaren Urlaub in dieser wunderschönen Region. Deshalb war es zwar schade, aber auch kein Weltuntergang, dass wir diesmal nicht viel Zeit in der Zugspitzregion hatten. Mit einigen lieben Leuten aus der ehemaligen Wahlheimat wurde das Spiel weitestgehend verquatscht und vertrunken, aber nicht ohne in Reinhold Messner Manier den Berg zur Schanze zu besteigen. Gute Besserung an den Skispringer, der sich beim "Showprogramm" verletzte. Kurzfristig war kein bezahlbares und klimatisiertes Zimmer in der Region zu bekommen, weshalb es am Abend auch schon wieder in Richtung Starnberger See ging.






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