Das Abendspiel auf dem Rückweg in Belgien fiel wie erwartet dem Wetter zum Opfer. Mit nur einem Spiel gibt sich eine Horde Fußballtouristen aber nicht ab. Also wurde noch ein Umweg in Richtung Ärmelkanal eingelegt, um ein weiteres Spiel in Frankreichs zweiter Liga zu schauen. Durch diverse Staus wurde es knapp mit dem Anpfiff. Durch ein geschicktes Manöver bei der Parkplatz Wahl waren wir allerdings pünktlich drin und das für faire 5 europäische Geldeinheiten. Das Einhornstadion ist aufgrund seiner Dachkonstruktion bekannt. Von außen wirkt es wie ein Hallenbad. Innen fragt man sich, was sich der Architekt dabei gedacht hat und wer das abgenickt hat. Es kann ja täuschen, aber den Zweck vor Regen zu schützen scheint dieses Dach nicht zu erfüllen. Zumindest ist es Windgeschützt und wirkt modern. Letzteres ist wahrscheinlich am wichtigsten. In der Heimkurve hing ein „RIP Christian“ Banner, ansonsten blieb sie komplett leer. Ein paar der Kurven Jungs waren aber inkognito auf der Tribüne. Der Gästeblock war allerdings überraschend gut gefüllt und besonders im ersten Durchgang auch sehr gut aufgelegt. In der zweiten Hälfte haben sie sich oder ihre hässlichen Saarländischen Freunde meiner Meinung nach teilweise zu sehr selbst gefeiert. Das Spiel war ganz unterhaltsam und gefiel mir spielerisch besser als das Topspiel vorher, auch wenn hier nur der 14. gegen den 15. kickte. In der ewigen Tabelle der ersten Liga steht Nancy immerhin auf dem 24. Platz. Amiens schafft es da lediglich auf Platz 60, aber dafür im Unterhaus auf die 9. Heute dürften die Hausherren wohl in so ziemlich allen Spielstatistiken besser dastehen. Das bringt einem nur nix, wenn das Ergebnis anders aussieht. Mit Heineken hätte ich mich zwar halbwegs anfreunden können, entschied mich aber für einen zehnprozentigen neuen Check-in. Die Merguez und Fritten waren überfällig um den Hunger zu stillen, aber kein Genuss. Nun fehlen mir nur noch 14 von 18 in der Ligue 2 - Angriff. Nicht. Es reicht dann wohl erst mal wieder mit Frankreich. 1250 km als Beifahrer und 500 km als Fahrer für zwei Zweitligaspiele, bei denen man nix mit den Vereinen zu tun hat. Von den Städten hat man ebenfalls nix gesehen und um was außerhalb der Stadien zu essen war natürlich auch keine Zeit. Alleine wär mir das nix, aber mit der Gruppe war es top. Das kannste aber keinem normalen Menschen erklären. Auf jeden Fall war ich froh, nach 27 Stunden auf den Beinen ins Bett zu kommen. Merci copains.
Fußball - Reisen - Groundhopping - Eintracht Frankfurt
Samstag, 3. Januar 2026
Amiens SC - AS Nancy
Das Abendspiel auf dem Rückweg in Belgien fiel wie erwartet dem Wetter zum Opfer. Mit nur einem Spiel gibt sich eine Horde Fußballtouristen aber nicht ab. Also wurde noch ein Umweg in Richtung Ärmelkanal eingelegt, um ein weiteres Spiel in Frankreichs zweiter Liga zu schauen. Durch diverse Staus wurde es knapp mit dem Anpfiff. Durch ein geschicktes Manöver bei der Parkplatz Wahl waren wir allerdings pünktlich drin und das für faire 5 europäische Geldeinheiten. Das Einhornstadion ist aufgrund seiner Dachkonstruktion bekannt. Von außen wirkt es wie ein Hallenbad. Innen fragt man sich, was sich der Architekt dabei gedacht hat und wer das abgenickt hat. Es kann ja täuschen, aber den Zweck vor Regen zu schützen scheint dieses Dach nicht zu erfüllen. Zumindest ist es Windgeschützt und wirkt modern. Letzteres ist wahrscheinlich am wichtigsten. In der Heimkurve hing ein „RIP Christian“ Banner, ansonsten blieb sie komplett leer. Ein paar der Kurven Jungs waren aber inkognito auf der Tribüne. Der Gästeblock war allerdings überraschend gut gefüllt und besonders im ersten Durchgang auch sehr gut aufgelegt. In der zweiten Hälfte haben sie sich oder ihre hässlichen Saarländischen Freunde meiner Meinung nach teilweise zu sehr selbst gefeiert. Das Spiel war ganz unterhaltsam und gefiel mir spielerisch besser als das Topspiel vorher, auch wenn hier nur der 14. gegen den 15. kickte. In der ewigen Tabelle der ersten Liga steht Nancy immerhin auf dem 24. Platz. Amiens schafft es da lediglich auf Platz 60, aber dafür im Unterhaus auf die 9. Heute dürften die Hausherren wohl in so ziemlich allen Spielstatistiken besser dastehen. Das bringt einem nur nix, wenn das Ergebnis anders aussieht. Mit Heineken hätte ich mich zwar halbwegs anfreunden können, entschied mich aber für einen zehnprozentigen neuen Check-in. Die Merguez und Fritten waren überfällig um den Hunger zu stillen, aber kein Genuss. Nun fehlen mir nur noch 14 von 18 in der Ligue 2 - Angriff. Nicht. Es reicht dann wohl erst mal wieder mit Frankreich. 1250 km als Beifahrer und 500 km als Fahrer für zwei Zweitligaspiele, bei denen man nix mit den Vereinen zu tun hat. Von den Städten hat man ebenfalls nix gesehen und um was außerhalb der Stadien zu essen war natürlich auch keine Zeit. Alleine wär mir das nix, aber mit der Gruppe war es top. Das kannste aber keinem normalen Menschen erklären. Auf jeden Fall war ich froh, nach 27 Stunden auf den Beinen ins Bett zu kommen. Merci copains.
ES Troyes - Red Star FC
Samstag, 27. Dezember 2025
Sampdoria - Reggiana
Samstag, 20. Dezember 2025
Hamburg - Eintracht
Samstag, 13. Dezember 2025
Eintracht - Augsburg
Sehr ungewohnt wurde das Spiel heute am 1312 aus der Ostkurve geschaut. Man wird nicht jünger und muss sich langsam nach altersgerechten Plätzen umsehen. Dank guter Begleitung war es ganz angenehm, aber zu diesen Langweilern da drüben zieht mich sonst nix. Wo ich gerade schon bei Langweilern bin. Ich hab mal gesagt, dass ich die Augsburger Szene (für ihre bescheidenen Verhältnisse!) gar nicht so schlecht finde. So ein Blödsinn, aber ich weiß auch weshalb. Die schwenken nämlich ziemlich durchgängig ihre Fahnen und davon haben sie auch mehr als andere Szenen ihrer Größe. Das wirkt schon gut und natürlich hört man die in der Heimkurve nicht. Die hört man aber auch ein paar Meter weiter nicht. Dieser Scheißhaufen hat es einfach perfektioniert lautlos zu trommeln und zu klatschen. Völlig verrückt. Nach drei Minuten stand es schon wieder 0:1. Diese verdammten frühen Gegentreffer in dieser Saison und das gegen einen Gegner wie Augsburg. Zum Glück wurde der Treffer vom VAR einkassiert. Wir hatten dann ein paar ganz wenige Chancen oder eher Halbchancen und von Augsburg kam noch weniger. Die fünf Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte hießen weitere fünf Minuten Qual. In der zweiten Hälfte plätscherte das schwache Spiel ähnlich vor sich hin wie zuvor. Irgendwann stand es aber glücklicherweise 1:0 und auch der VAR hatte nichts daran zu meckern. Anders als durch einen abgefälschten Schuss wie diesen hätte das Tor in diesem Spiel auch eigentlich nicht fallen können. Danke Ritsu Doan. Ein weiteres Tor für Augsburg wurde ebenfalls vom VAR einkassiert. Ein scheiß Spiel aber drei Punkte. Nach 0:1 und 1:1 muss man mit dem 1:0 zufrieden sein. Da man solch grandiose Siege feiern muss, ging es noch nach Alt Sax in die Klappergass und es war ein toller Abend. Bis er vorbei war. Weil er vorbei war und weil es dann mit der Bahn heim gehen sollte. Das nächste mal trink ich vielleicht ein Glas weniger und fahr wieder mit dem Auto. Schließlich fährt jeder Fahranfänger blind und sturzbesoffen zuverlässiger als diese scheiß Deutsche Bahn. So ein durch und durch gottloser, beschissener Sauhaufen. Wer Bahn fährt sollte immer das Geld für Taxi oder Uber einplanen. PS: Gude Besserung V.
Dienstag, 9. Dezember 2025
FC Barcelona - Eintracht
09.12.25 21:00 FC Barcelona - Eintracht Frankfurt 2:1 (0:1), Camp Nou, Champions League, 38.439 Zuschauer
Früher war alles besser. Auf den FC Barcelona trifft das definitiv zu. Früher, als ich mich so richtig für Fußball, Spieler und Ergebnisse interessiert habe, auch international, war der FC Barcelona mein Favorit hinter der Eintracht. Weit dahinter und ganz anders, aber ja. Xavi war mein absoluter lieblings Spieler. Früher, als der FC Barcelona noch ein großer und stolzer katalanischer Club war, der keinen Sponsor auf seiner Brust duldete und brauchte. Früher, als der FC Barcelona nicht nur 3/4 der spanischen, sondern auch 3/4 der holländischen Nationalmannschaft stellte. Früher, als Boixos Nois noch ihr Unwesen im Camp Nou trieben und für Stimmung und tolle Bilder sorgten. Heute ist der FC Barcelona eine Lachnummer. Die einst stolze katalanische Brust ziert schon lange ein Sponsor. Diesem und anderen Sponsoren gehört quasi der gesamte Verein. Der Club ist hochverschuldet und besitzt eigentlich nichts mehr. Alles auf Pump, alles verkauft, alles vermarktet. Wahrscheinlich gehören selbst die Löffel in der Kantine irgendeinem Sponsoren. Stimmung im Stadion kennt der Verein schon lange nicht mehr. Man braucht die meisten Plätze im Stadion für Touristen, hauptsächlich aus Asien. Touristen, die nicht nur jeden unverschämt überteuerten Eintrittspreis bezahlen, sondern auch schön viel Geld in Shop und Museum lassen, um den ehemaligen Mythos FC Barcelona zu erleben. Xavi, Messi, Rivaldo, Ronaldinho, Guardiola. Diese Liste ließe sich endlos fortführen. Und heute? Das Aushängeschild ist ein völlig verzogenes, abgehobenes, weltfremdes Kind. Das natürlich gut kicken kann, augenscheinlich aber nicht aus Leidenschaft und Spaß Fußball spielt wie die ehemaligen Legenden, sondern aus Gründen von Fame, Likes und Kohle. Nix mehr Visca el Barca. Puta Barca. Das alte Camp Nou haben wir mit einer Invasion quasi abgerissen und entweiht, den Club blamiert und gezeigt, was Leidenschaft und Liebe zu einem Verein bedeuten. Ganz nebenbei haben wir damals als Eintracht Frankfurt auch noch den FC Barcelona geschlagen. Die Eintracht im Camp Nou, das war ein scheinbar unerfüllbarer Traum, der nicht nur wahr, sondern getoppt wurde. Nicht nur ich habe mir danach gewünscht, das exakt so konservieren zu können und nie wieder nach Barcelona zu müssen, denn es würde nie mehr annähernd so geil werden. Die UEFA hält es mit Fußballromantik aber etwas anders und so stand nun ein weiterer Besuch in der Baustelle Sponsorenname Camp Nou an. Nach 1:5 in Madrid, 1:5 gegen Liverpool, 0:3 gegen Bergamo und kürzlich einem 0:6 beim Produkt war die Vorfreude extrem getrübt und die sportlichen Vorzeichen standen auf Katastrophe und Blamage. Die 1:2 Niederlage hätten vorher wahrscheinlich 95% in Frankfurt sofort unterschrieben. Am Ende war sie bitter, ärgerlich und unnötig. Barcelona war zwar besser und dominant, aber wir standen gut, sicher und diszipliniert in der Defensive und hatten auch offensiv die besseren Möglichkeiten. Durch Brown und Knauff konnten wir sogar mit einer Führung in die Pause gehen und auch das 2:0 lag in der Luft. In der zweiten Hälfte fiel früh das 1:1 und eigentlich war klar, dass es das jetzt war. Gegentore fallen. Das Ding zum 1:1 passiert. Alles kein Ding. Es ist aber einfach traurig und macht einen wütend, wie es in dieser Saison nach Gegentreffern läuft, wie wir pennen, auseinander brechen, die Ordnung verlieren und oft kurz darauf weitere und nahezu identische Tore fangen. So natürlich auch heute. Zumindest kann man der Mannschaft aber nicht den Vorwurf machen, dass sie sich danach hängen gelassen oder das Spiel abgeschrieben hätte. Das 2:1 war aber einfach dumm und unnötig. Zu den Geschehnissen im Block möchte ich nicht viel sagen, aber ganz ohne geht nicht. Wie immer gilt, wer nicht dabei war soll die Füße still halten und nicht so anmaßend sein, urteilen zu wollen. Wir sind sicher keine Engel, weshalb Provokationen meist nicht unbeantwortet bleiben, aber eine kaputte Plexiglasscheibe und ein paar fliegende Becher sind auch kein Drama. Die Presseschmierer sollen ihrer eigentlichen Arbeit nachkommen oder ihre verlogenen Fressen halten und sich ihre unqualifizierten, Scheiße schmierenden Hände abhaken. Ist es mittlerweile verboten, einfach ohne Sensationsgier nüchtern und sachlich die Wahrheit zu berichten? Eigentlich ist nix wildes passiert und das was passiert ist, ging von ein paar coolen Kids des Gegners aus. Eintracht!