Samstag, 20. September 2014

SV Rödinghausen - SG Wattenscheid / Arminia II - Rot Weiss Ahlen

20.09.14. 14:00 SV Rödinghausen - SG Wattenscheid 0:0, Wiehenstadion, Regionalliga West, 1.033 Zuschauer

Rödinghausen, ein Name bei dem Fußballfans vor Ehrfurcht erstarren. Nein? Noch nie gehört? Okay, aber da einem Küchenbauer wohl langweilig war und er scheinbar etwas für die Steuer tun musste spielt man hier mittlerweile nach fünf Aufstiegen in Folge in der viertklassigen Regionalliga West. Diese Liga soll bei mir komplett bleiben, bzw. dies durch die drei Aufsteiger wieder werden und deshalb und auch nur deshalb bin ich heute hier. Wenn ich das Dingen hier aber heute nicht vernünftig hätte doppeln können, dann wäre es doch wieder an der Entfernung und Motivation gescheitert. Erinnert ihr euch daran, dass es die Vereinswappen der Bundesligisten in den 90ern auch mal auf den richtigen Cola Dosen gab und nicht wie heute auf denen der light Version für Männer? Wenn mich nicht alles täuscht hab ich bei meinen Großeltern im Schuppen noch eine solche Dose der SG Wattenscheid stehen. Wie doch die Zeit vergeht... Da die aktiven Fans der schwarz-weißen die Spiele im Moment boykottieren waren heute leider nur 30 Gäste vor Ort. Auf der Heimseite gab es zu Spielbeginn ein paar Fähnchen und danach ein paar Anfeuerungsrufe, aber das hört sich spektakulärer an als es war. An einer kompletten Geraden gibt es hier eine überdachte Tribüne mit acht Sitzreihen und auf der Gegenseite befindet sich der Gästeblock mit ein paar wenigen Stufen, hinter den Toren gibt es nichts außer massig Werbebanden. Das Spiel ging torlos in die Pause und die Heimmannschaft war dabei in einem langweiligen Spiel etwas besser. Die zweite Hälfte war ausgeglichener und besser, aber ein Tor wollte leider nicht fallen und so geht eine kleine Serie mit 44 Spielen ohne 0:0 zu Ende. Nach dem Spiel sah ich eine Gruppe mit Namensschildern und vorm Stadion stand ein Reisebus. Das Grauen?



20.09.14. 18:00 DSC Arminia Bielefeld II - Rot Weiss Ahlen 2:3, Stadion Rußheide, Oberliga Westfalen, 430 Zuschauer

Zwischen den Spielen hatte ich noch etwas Zeit und so spendete ich dem Tierpark Herford 5€ Eintritt und dann ging es in die Stadt, die es nach Meinung vieler gar nicht gibt und daran ist man hier auch selbst schuld. Was ist denn bitte Ost Westfalen? Das neutralisiert sich nun mal. Nennen sich die Niedersachsen denn etwa Süd Norddeutsche? Na egal, auf jeden Fall steht die Rußheide schon lange auf meinem imaginären Zettel. Eigentlich wollte ich lieber für den VfB Fichte herkommen, aber bei nem Doppler kann man das Teil auch gut in der Oberliga mit der Zweiten von Arminia machen. Auf einer Seite gibt es eine überdachte Tribüne mit Sitzbänken über die gesamte Länge des Platzes. Mittig hängt hier vor der Sprecherkabine ne Bahnhofsuhr, das wollte ich einfach mal erwähnt haben. Rundum bietet das Stadion zusätzlich noch ein paar Stufen. "LR Ahlen, die Juden aus Westfalen." So wurden die Ahlener früher empfangen, als sie noch höherklassig spielten. Heute heißen sie Rot-Weiss und für den damaligen Gesang gäbe es in der heutigen Zeit wohl richtig Ärger. Damals hat sich keiner was dabei gedacht und im Fußball herrschte generell ein anderer Ton. Zurück in die Gegenwart und da wurden die Ahlener auf dem Feld von einer für Oberliga Verhältnisse sehr ordentlichen Anzahl an Fans auf den Rängen unterstützt - gut die Hälfte drückte den Rot-Weißen die Daumen. Neben daurhaftem Fahnen schwenken wurde das Team auch akustisch ohne Pausen und mit teils abwechslungsreichen Gesängen unterstützt. Für die fünfte Liga gehen hier beide Daumen nach oben. Das Herforder schmeckte hier zum halben Preis im Vergleich zu Rödinghausen gleich doppelt so gut und auch die Bratwurst muss und kann nur positiv erwähnt werden! Das Spiel war hier besser, aber vor allem auch wesentlich unterhaltsamer und torreicher als das Erste. Führung BI, Ausgleich, Halbzeit, Führung Ahlen, Ausgleich und wieder Führung und Sieg Ahlen. Dazu noch unter Flutlicht im zweiten Durchgang. Herz was willst du mehr? Mit dem 2:2 kann sich der Torhüter der Gäste im Zirkus bewerben. Ein Kullerball rutscht ihm im knien durch die Beine und dann fasst er im Nachgreifen auch noch am Ball vorbei. Der Gegenspieler kommt und nimmt dankend an. Wenn es mit dem Zirkus nicht klappt ist man mit solch bösen Patzern aber auch gerne und schnell Deutschlands Liebling und wird Nationaltorhüter...




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